Olivenbaum Pflege

10 wertvolle Tipps für die richtige Pflege des Olivenbaums

Der sehr langsam wachsende Olivenbaum kann - eine gute Pflege vorausgesetzt - viele Jahrhunderte alt werden. In den Mittelmeerländern sind sogar knorrige Bäume zu finden, die angeblich 1000 Jahre und älter sein sollen. Im Grunde ist die Pflege dieses Nutzbaumes sehr einfach, Sie sollten nur zu viel Wasser vermeiden und das Bäumchen vor allzu kühlen Temperaturen schützen. In unserer Pflegeanleitung finden Sie wertvolle Tipps aus erster Hand.

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Wie oft muss ich mein Olivenbäumchen umtopfen?

Olivenbäume wachsen sehr langsam, wobei insbesondere die Wurzeln zu einem starken Wachstum neigen. Daher sollten Töpfe oder Kübel gerade bei jungen Bäumen nicht allzu groß ausfallen, um ein stärkeres Baumwachstum zu erzielen. Zeit fürs Umtopfen wird es, sobald die Wurzeln aus dem Topf herauszuwachsen drohen. Füllen Sie am besten auf den Topfgrund eine dicke Schicht Kieselsteine zwecks besserer Drainage ein und erst darauf das Pflanzsubstrat. Das Pflanzloch sollte etwa um ein Drittel tiefer als der Wurzelballen sein.

Wie viel Wasser braucht das Olivenbäumchen?

In der Heimat der Olivenbäume herrscht ein eher trockenes Klima vor, weshalb diese Pflanze auch in unseren Breitengraden eher wenig Wasser benötigt. Allerdings sollten Sie gerade Zimmerpflanzen oder Kübelpflanzen nicht austrocknen lassen, sondern feucht – nicht nass! – halten. Am besten gießen Sie nicht mit frischem, sondern mit abgestandenem Wasser. Bei älteren Bäumen darf kein Wasser in Mulden oder Löchern stehen bleiben, da die Pflanze sonst an dieser Stelle faulen kann. Gerade junge Bäume sollten feucht gehalten werden, um ein Austrocknen zu vermeiden. Ältere Bäume können jedoch auch einmal trocken stehen, da ihre Wurzeln bereits breit genug entwickelt sind, um genügend Wasser aufzunehmen.

Wann und was sollte gedüngt werden?

Düngen Sie Ihren Olivenbaum gegen Mitte bis Ende September an mit mehreren kleinen Gaben Kalimagnesia, das ist ein mit Magnesium angereicherter Kali-Spezialdünger. Dieser stärkt die Widerstandskraft und erhöht die Standfestigkeit, da die frischen Triebe leichter verholzen. Es handelt sich dabei um ein Granulat, das einfach in Wasser aufgelöst werden kann.

Wann und wie sollte ich meinen Olivenbaum schneiden?

Olivenbäume neigen mit zunehmendem Alter zu einer starken Verästelung, zudem können die Zweige sehr lang werden. Beides erschwert den gesunden Wasserhaushalt des Olivenbaumes, weil dieser sowohl Wasser als auch Nährstoffe in die entlegensten Ecken transportieren muss. Aus diesem Grund sollten Sie Wildwuchs sowie lange, senkrecht wachsende Zweige kappen. Achten Sie beim Schnitt auf eine möglichst dichte Krone. Die beste Zeit für einen Schnitt ist das Frühjahr.

Was mache ich, wenn mein Olivenbäumchen seine Blätter verliert oder diese sich verfärben?

Der Olivenbaum ist ein immergrüner Baum, der seine Blätter nicht abwirft – ergo liegt etwas im Argen, sollte Ihr Baum seine Blätter verfärben und / oder diese abwerfen. Meist ist eine zu hohe Feuchtigkeit der Grund, aber auch Trockenheit oder Nährstoffmangel können die Ursache dafür sein.

Blätter färben sich braun

Braune Blätter entstehen in der Regel durch Überwässerung und / oder durch im Winter abgestorbene Baumwurzeln. Entfernen Sie die verfärbten Blätter und pflegen Sie den Baum weiter wie bisher, behalten Sie dabei die Wurzeln im Auge.

Blätter trocknen vom Rand her aus

Sobald Blätter von Rand her austrocknen, ist dies in der Regel ein untrügliches Zeichen für einen Nährstoffmangel. Düngen Sie Ihren Olivenbaum mit Kalimagnesia.

Baum lässt Blätter hängen

Bei den meisten Pflanzen sind hängende Blätter ein Hinweis auf Wassermangel. Nicht jedoch beim Olivenbaum, denn hier weisen hängende Blätter meist auf einen Nährstoffmangel oder einen zu engen Topf hin. Topfen Sie die Pflanze am besten gleich mit frischem Substrat in einen größeren Topf um.

Blätter fallen ab

Abfallende Blätter weisen auf einen Lichtmangel hin. Stellen Sie Ihren Olivenbaum an einen sonnigeren Platz oder stellen Sie eine Pflanzenlampe auf.

Welche Krankheiten können meinen Olivenbaum befallen und was kann ich dagegen tun?

Olivenbäume werden recht häufig von Spinnmilben befallen. Diesen unangenehmen Gesellen können Sie mit einem selbst gemachten Brennnesselsud effektiv zu Leibe rücken. Auch Schildläuse kommen recht häufig vor.

Verträgt ein Olivenbaum Kälte und frostige Temperaturen?

In ihren Heimatländern gibt es so gut wie nie Frost, weshalb Olivenbäume recht frostempfindlich sind – zumindest, wenn sie noch sehr jung sind. Man kann sie aber mit den Jahren langsam an die kühleren Temperaturen in Deutschland gewöhnen, so dass sie auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt draußen bleiben können. Wenn Sie Oliven züchten wollen, importieren Sie bestenfalls keine Bäume aus den Mittelmeerländern – diese sind ganz andere Temperaturen als bei uns gewöhnt und werden hier nur schwerlich gedeihen.

Wie überwintere ich einen Olivenbaum im Kübel?

Ein Olivenbaum im Kübel kann bei ca. 8 bis 10 °C gut überwintern, etwa in einem Gewächshaus oder in einem Wintergarten. Sie sollten allerdings darauf achten, dass er genug Licht abbekommt und gelegentlich ein wenig Wasser. Die Wurzeln können mit einer Schicht Rindenmulch abgedeckt werden.

Wie überwintere ich einem Freiland-Olivenbaum?

Ins Freiland ausgepflanzte Olivenbäume benötigen besonders viel Schutz vor klirrenden Temperaturen. Bedecken Sie die Wurzeln mit einer dicken Schicht Mulch und / oder Reisig und packen Sie den Stamm locker in licht- und luftdurchlässige Strohmatten ein. Die Krone wird mit Kälteschutzmatten bedeckt. Da der Baum sehr viel Licht benötigt, sollte er wirklich nur bei tiefsten Temperaturen eingepackt werden – ab ca. sechs bis zehn Grad im Plusbereich kann er wieder frei stehen.

Tipps & Tricks

Achten Sie gerade in schneereichen Wintern darauf, dass die Wurzeln Ihres Olivenbaums schneefrei bleiben. Die Wurzeln brauchen kontinuierlich Sonne, die durch eine dicke Schneeschicht nicht durchscheinen kann. Außerdem laufen sie Gefahr, durch die Kälte zu erfrieren. Optimal ist es, die Wurzeln bereits im Herbst mit einer dicken Schicht Rindenmulch oder Reisig abzudecken.

Text: Ines Jachomowski

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