Olivenbaum ins Freiland auspflanzen

Ins Freiland ausgepflanzte Olivenbäume sind in Deutschland ein seltener Anblick - aus gutem Grund, denn der deutsche Winter ist der mediterranen Pflanze einfach zu frostig. In Regionen mit einem milderen Klima ist eine Freilandhaltung jedoch durchaus möglich.

Olivenbaum auspflanzen

Den richtigen Standort auswählen

Im rauen Norddeutschland oder in der kalten Alpenregion wird sich ein im Garten ausgepflanzter Olivenbaum höchstwahrscheinlich nicht besonders wohlfühlen und nach einem kalten Winter eingehen. Lediglich in manchen Weinbauregionen (z. B. an der Mosel oder im Rheingau) sind die klimatischen Bedingungen hinreichend mild, um einen solchen Versuch zu wagen. Bevor es jedoch ans Auspflanzen geht, sollte zunächst einmal der richtige Standort ausgewählt werden.

  • Oliven brauchen viel Platz: Zu den nächst gelegenen Anpflanzungen sollte mindestens sieben Meter Abstand gehalten werden
  • die Wurzeln sollten zudem stets von Bewuchs freigehalten werden
  • Oliven brauchen einen möglichst vollsonnigen und windgeschützten Standort (keine Zugluft!)

Auswahl der richtigen Sorte

Auch eignet sich nicht jede Olivensorte zum Auspflanzen in deutsche Gärten. Es ist ratsam, auf robuste und winterharte Sorten zurückzugreifen, die zudem in einem ähnlich rauen Klima aufgewachsen sind. Olivenbäume aus Spanien oder Süditalien eignen sich nicht dazu, denn sie sind nicht abgehärtet genug. Durch jahrelange Gewöhnung können Sie Ihren Olivenbaum jedoch zu größerer Härte erziehen. Lediglich junge Bäume sollten noch nicht ausgepflanzt werden, da diese wesentlich empfindlicher sind als ältere Exemplare.

Zum Auspflanzen geeignete Olivensorten

  • Leccino (Italien)
  • Coratina (Italien)
  • Ascolana (Italien)
  • Aglandaou (Frankreich)
  • Arbequina (Frankreich)
  • Bouteillan (Frankreich)
  • oder Picual (Spanien)

Olivenbaum auspflanzen

Zum Auspflanzen sollten Sie an der ausgewählten Stelle ein großes Pflanzloch ausheben, das etwa doppelt so tief wie der Wurzelballen und auch um mindestens ein Drittel breiter ist. Für eine ausreichende Drainage kommen als unterste Schicht Kieselsteine oder Tonscherben in Frage, diese sollen die Entstehung von Staunässe verhindern. Haben Sie von vornherein einen eher lockeren, sandigen Boden, so ist diese Maßnahme nicht erforderlich. Sind Ihre Bodenbedingungen allerdings nicht optimal, so vergrößern Sie das Pflanzloch und füllen es mit einer geeigneten Substratmischung auf (Sand und handelsübliche Blumenerde im Verhältnis 1:1). Der Wurzelballen sollte vollständig von Erde bedeckt werden, zudem ist eine Stütze für den Baum in Form eines Stabes ratsam. Nach dem Einpflanzen wässern Sie Ihren Baum kräftig, so dass er leichter anwächst.

Tipps & Tricks

Ausgepflanzte Olivenbäume müssen – im Gegensatz zu Kübelpflanzen – im Grunde nicht gegossen werden, da die Pflanzen durch Regen und in der Erde befindliche Feuchtigkeit genug Wasser bekommen. Lediglich in sehr trockenen Perioden ist zusätzliches Wässern notwendig.

Text: Ines Jachomowski

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