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Einen Olivenbaum selbst vermehren: So geht’s

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Der Olivenbaum, bekannt für seine Langlebigkeit und seine aromatischen Früchte, lässt sich auf verschiedene Weise vermehren. Dieser Artikel stellt Ihnen zwei gängige Methoden vor: die Anzucht aus Samen und die Vermehrung durch Stecklinge, jeweils mit detaillierten Anleitungen und hilfreichen Tipps.

Olivenbaum vermehren

Vermehrung durch Samen

Die Anzucht eines Olivenbaums aus Samen ist ein spannendes Unterfangen, das jedoch Geduld erfordert. Bis Ihr Baum Früchte trägt, vergehen einige Jahre.

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Auswahl und Vorbereitung der Samen

Für die Anzucht benötigen Sie frische, reife Oliven oder Saatgut aus dem Fachhandel. Kerne aus eingelegten Oliven sind leider nicht mehr keimfähig. Achten Sie darauf, dass die Kerne unbeschädigt sind.

Befreien Sie die Kerne vorsichtig vom Fruchtfleisch und lassen Sie sie einige Tage trocknen. Um die Keimung zu beschleunigen, können Sie die Kerne leicht anfeilen oder für etwa 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen.

Aussaat und Pflege der Keimlinge

Die beste Zeit für die Aussaat ist das Frühjahr, da die jungen Pflanzen viel Licht benötigen. Verwenden Sie eine gut drainierende Anzuchterde, beispielsweise eine Mischung aus Erde und Sand oder Perlite. Setzen Sie die Samen mit der Spitze nach oben zur Hälfte in die Erde. Der Standort sollte hell und warm sein, idealerweise mit Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Die Keimung kann mehrere Wochen bis Monate dauern, Geduld ist also gefragt.

Umpflanzen der Jungpflanzen

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Größere Töpfe und sandige Erde fördern gesundes Wachstum junger Olivenbäumchen

Sobald sich die ersten echten Blätter zeigen, können Sie die jungen Olivenbäumchen vorsichtig in größere Töpfe mit gut durchlässiger Erde umpflanzen. Eine sandige, nährstoffarme Erde, ähnlich dem natürlichen Lebensraum des Olivenbaums, fördert ein gesundes Wachstum.

Vermehrung durch Stecklinge

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Stecklingsvermehrung bringt schnell junge Olivenbäume hervor

Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine weitere beliebte Methode, die gute Erfolgsaussichten bietet.

Auswahl und Vorbereitung der Stecklinge

Junge, noch nicht verholzte Triebe eignen sich am besten für die Stecklingsvermehrung. Die Stecklinge sollten etwa 5 bis 10 cm lang sein und mindestens ein Augenpaar besitzen. Schneiden Sie die Triebe mit einer scharfen, desinfizierten Schere möglichst schräg ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, um die Wurzelbildung zu fördern.

Bewurzelung der Stecklinge

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Stecklinge zu bewurzeln: in Anzuchterde oder in einem Wasserglas.

Bewurzelung in Anzuchterde

Stecken Sie den Steckling etwa 1 bis 2 cm tief in Anzuchterde in einem kleinen Topf. Gießen Sie die Erde leicht an und stellen Sie den Topf an einen hellen und warmen Standort, idealerweise mit Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Halten Sie die Erde stets feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Die erfolgreiche Bewurzelung erkennen Sie an der Bildung von Wurzeln und dem Austrieb kleiner Blätter.

Bewurzelung im Wasserglas

Setzen Sie den Steckling in ein Wasserglas und stellen Sie es an einen warmen Ort. Bis sich Wurzeln bilden, kann es mehrere Monate dauern, daher ist Geduld gefragt.

Umpflanzen der bewurzelten Stecklinge

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Bewurzelte Stecklinge fördern das Wachstum im neuen Topf

Sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, können Sie den Steckling in einen Topf mit sandiger, gut durchlässiger Erde umpflanzen.