Olivenbaum nicht zu oft umtopfen

Der Olivenbaum ist eine mediterrane Pflanze, d. h. abgesehen von einigen Weinbauregionen ist es ihm in Deutschland einfach zu kalt. Aus diesem Grund sollte der Echte Ölbaum, wie die Pflanze auch bezeichnet wird, vorzugsweise in einem Kübel gehalten werden. Damit er dort gedeiht, sollte er alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden.

Olivenbaum umtopfen

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Wann und wie oft Sie Ihr Olivenbäumchen umpflanzen, hängt vor allem von dessen Wachstumsgeschwindigkeit ab. Gerade junge Pflanzen, die in der Regel schneller wachsen, sollten daher häufiger umgetopft werden. Als Faustregel gilt: Sobald die Krone des Baumes genauso groß oder gar größer als der Topf ist, sollte die Pflanze einen größeren Topf bekommen. Auch, wenn die Wurzelspitzen schon aus dem Drainageloch herausgucken, wird es höchste Zeit. Der beste Zeitpunkt fürs Umtopfen ist gegen Ende des Winters, wenn der Baum allmählich aus der Winterruhe geholt wird. Mit einem größeren Topf und frischer Erde kann er nun in die neue Vegetationsperiode starten.

Nicht zu große Töpfe wählen

Bei der Wahl des nächstgrößeren Topfes sollten Sie darauf achten, dass dieser im Durchmesser höchstens um ein Drittel größer als die Baumkrone ist. Die Wurzeln des Olivenbaums sind sehr wuchsfreudig und können in freier Wildbahn bis zu sieben Meter tief und zwölf Meter breit wachsen. Ist der Topf zu groß, wird der Olivenbaum verstärkt Energie in das Wachstum der Wurzeln investieren und dafür die Pflanzenteile oberhalb der Erdoberfläche vernachlässigen.

Den Olivenbaum richtig umtopfen

Während das Umtopfen von jungen Olivenbäumen sich noch recht einfach gestaltet, wird es gerade bei älteren und damit größeren Exemplaren schwierig. Diese topfen Sie am besten liegend um, d. h. Sie legen den Baum vorsichtig auf die Seite und ziehen den alten Topf vom Wurzelballen ab. Achten Sie beim Abziehen des Topfes darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Sobald die Wurzeln frei liegen, begutachten Sie sie sorgfältig. Abgestorbene oder beschädigte Feinwurzeln sollten mit einem scharfen Messer entfernt werden, ansonsten könnte es zu einer Fäulnis kommen. Beschädigen Sie jedoch auf keinen Fall eine der dickeren Hauptwurzeln, da der entsprechende überirdische Baumteil sonst ebenfalls abstirbt.

Wuchsform des Baumes korrigieren

Olivenbäume auf Balkon oder Terrasse stehen meist den ganzen Sommer über in einer Ecke und wachsen somit – immer der Sonne entgegen – hauptsächlich in eine Richtung, während die andere Seite verkümmert. Dies können Sie vermeiden, indem Sie den Baum regelmäßig drehen. Wächst er dennoch schief, können Sie die Wuchsform durch einen Wurzelschnitt korrigieren. Dazu beschneiden Sie die Unterseite des Wurzelballens auf der mickerig wachsenden Seite. Sie sollten jedoch nicht mehr als 10 Prozent des Wurzelballens entfernen und vor allem nicht die Hauptwurzeln abtrennen.

Olivenbaum richtig einpflanzen

Haben Sie Ihren Olivenbaum entsprechend vorbereitet, können Sie ihn nun einpflanzen. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  • Mischen Sie im Verhältnis 1:3 Sand / Kies und handelsübliche Blumenerde
  • Füllen Sie als unterste Schicht Kieselsteine oder Tonscherben in den Topf
  • Füllen Sie nun die frische Pflanzerde hinein, bis der Topf zu etwa einem Drittel gefüllt ist
  • Setzen Sie den Wurzelballen Ihres Olivenbaums in den Topf und füllen Sie vorsichtig mit Erde auf
  • Achten Sie darauf, die Hohlräume zwischen den Wurzeln auszufüllen
  • Drücken Sie die Erde um den Stamm herum fest
  • Gießen Sie Ihren Olivenbaum kräftig und besprühen ihn vielleicht rundherum mit einer Mischung aus Wasser mit etwas Volldünger

Tipps & Tricks

Statt die Erde für Ihren Olivenbaum selbst zusammen zu mischen, können Sie auch auf herkömmliche Zitruserde zurückgreifen. Zitrusgewächse haben ähnliche Bedürfnisse wie Olivenbäume.

Text: Ines Jachomowski

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