Olivenbaum Frost

Olivenbäume vertragen Frost nur für kurze Zeit

Die beliebten Olivenbäume stammen aus einem recht warmen, aber trockenen Klima mit langen Sommern und kurzen, milden Wintern. Demzufolge ist die mediterrane Pflanze nicht unbedingt für den typisch deutschen Winter geschaffen. Leicht frostige Temperaturen von bis zu minus 10 °C werden in der Regel für kurze Zeit gut vertragen, dies ist allerdings abhängig von der Aufzucht sowie vom Alter des Baumes.

Oliven sind nicht frosthart

In vielen Online-Shops und -Foren wird gern behauptet, dass Oliven grundsätzlich frosthart seien. Manche Sorten sollen sogar bis zu minus 19 °C vertragen ohne geschädigt zu werden. Diesen Aussagen sollten Sie besser keinen Glauben schenken, denn Oliven sind nicht für den kalten deutschen Winter geschaffen. In der kalten Jahreszeit fühlen sie sich bei Temperaturen um die 8 bis 10 °C am wohlsten, wobei sie auch leichte Fröste bis knapp unter dem Gefrierpunkt gut vertragen – allerdings nur, wenn der Frost auf eine kurze Zeit begrenzt ist. Manche Sorten vertragen sogar Fröste von bis zu minus 10 °C. Längere Frostperioden sowie tiefe Minusgrade dagegen schaden dem Baum so sehr, dass er im Extremfall erfrieren kann.

Oliven an den Frost gewöhnen

Allerdings können Sie Ihre Oliven an den Frost gewöhnen, so dass gerade ältere Bäume auch ohne größere Probleme im Freien überwintern könnten. Dieser Punkt ist bei jungen Bäumen noch nicht wichtig, da diese einfach an einen anderen, winterfesten Platz gestellt werden können – Bäume, die schon einige Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte alt sind, lassen sich in der Regel nicht mehr so einfach bewegen. Grundsätzlich gilt, dass junge Bäume wesentlich empfindlicher sind als ältere. Damit sie ihre Empfindsamkeit verlieren, ist eine sanfte Gewöhnung notwendig. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihren Jungbaum einfach tiefen Temperaturen aussetzen – lassen Sie ihn stattdessen einfach jedes Jahr ein bisschen länger im Freien stehen und beobachten Sie ihn dabei genau, wie er die Temperaturen verträgt.

Olivenbaum richtig überwintern

Auf keinen Fall vergessen sollten Sie jedoch den richtigen Frostschutz. Da die meisten Oliven in Deutschland in Kübeln gehalten werden, gilt es vor allem, ein Durchfrieren des Substrates zu vermeiden. Stellen Sie Ihre Kübelolive an einen hellen, kühlen Standort. Dies kann ein kühles Treppenhaus sein, aber auch eine geschützte Ecke auf dem Balkon oder der Terrasse. Die Olive steht am besten direkt an der Hauswand, wobei Sie den Topf nicht direkt auf die Erde stellen sollten. Eine dicke Unterlage, z. B. aus Styropor oder Holz, schützt vor Bodenfrost. Außerdem bedecken Sie die Erde dick mit Rindenmulch oder Reisig. Bei tiefem Frost oder Dauerfrost sollten Sie eine Wurzelheizung installieren und auch Stamm und Krone mit Matten aus Stroh, Kokos oder Jute gut einpacken.

Worauf Sie beim Überwintern achten sollten

  • haben Sie stets den aktuellen Wetterbericht parat, so dass Sie im Notfall schnell reagieren können
  • stellen Sie Ihre Olive keinesfalls zu warm, denn sie braucht ihre Winterruhe
  • zu warm gestellt Oliven werden oft von Schädlingen befallen
  • leichter Frost tötet Schädlinge ab
  • vergessen Sie nicht, Ihre Olive von Zeit zu Zeit zu gießen
  • Faustregel: Je kühler die Temperatur, desto weniger müssen Sie gießen

Tipps & Tricks

Auch im Winter braucht Ihr Olivenbaum viel Sonne. Wirft das Bäumchen seine Blätter ab, so ist dies meist ein Hinweis auf Lichtmangel.

Text: Ines Jachomowski

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