Wann kann ich den Olivenbaum rausstellen?

Olea europea ist ein anspruchsvolles Ziergewächs, das seinem Besitzer einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Wer ein erfolgreiches Olivenjahr zum Ziel hat, muss ideale Bedingungen während der Wintermonate gewähren. Im frühen Jahr erfordert das Gewächs erneut Zuwendung.

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Der Olivenbaum darf schon im Februar nach draußen, wenn es nicht unter -5°C ist

Richtig überwintern

Olivenbäume sind nur bedingt frostfest. In milderen Regionen vertragen sie einige Minusgrade, auch wenn ein entsprechender Winterschutz fehlt. Sobald das Thermometer in den zweistelligen Minusbereich fällt, trägt die mediterrane Pflanze bei einer Überwinterung im Freiland Schäden davon. Bringen Sie den Kübel in einem frostfreien Winterquartier unter, um auf Nummer sicher zu gehen.

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Hinweise zum Überwinterungsquartier:

  • geschützt vor Wind, Frost und Niederschlag
  • ideal geeignet sind kühle und helle Räume
  • beheizte Wohnräume erweisen sich als suboptimal

Gefahren während des Winters

Olivenbäume sind immergrün. Da das Laub ganzjährig erhalten bleibt, ist das Risiko von Schäden am Laub und einem übermäßigen Blattverlust in der kalten Jahreszeit groß. Stress durch Trockenheit, Frostschäden oder zu wenig Licht zwingen die Pflanze dazu, ihre Blätter abzuwerfen. Daher ist die Winterpflege von großer Bedeutung.

Auf eine gute Pflege achten

Gießen Sie den Topfballen regelmäßig, sodass die Erde nicht vollständig austrocknet. Staunässe vertragen die Wurzeln allerdings nicht. Als Vorbereitung auf die neue Saison sollten Sie Ihren Olivenbaum umtopfen und mit frischem Substrat versorgen. Schneiden Sie die Krone zurück, damit die Form erhalten und ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Wurzelwerk und Blattmasse bestehen bleibt. Entfernen Sie abgestorbene Zweige und lichten Sie den Kronenbereich aus, sodass alle Triebe genügend Licht abbekommen.

Nach der Überwinterung

Das Olivenbäumchen möchte so schnell wie möglich wieder an die frische Luft und darf nicht zu lange im Winterquartier verharren. Ausschlaggebend hierfür ist die Entwicklung der Temperaturen im Außenbereich. Obwohl das Gehölz geringe Minusgrade verträgt, können kalte Nächte Schäden am Blattwerk hinterlassen.

Temperaturverlauf beobachten

Je nach Region können Sie das Gewächs von Mitte Februar bis Anfang April nach draußen stellen. Die Außentemperaturen sollten in den kommenden Wochen nicht mehr unter minus fünf Grad fallen. Langfristige Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes geben Aufschluss darüber, wie sich das Klima in Ihrem Bundesland entwickelt. Die Platzierung unter freiem Himmel kann zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, wenn Sie das Bäumchen gut geschützt aufstellen. Sobald mehr als zwölf Grad herrschen, wandert das Gehölz dauerhaft an seinen ursprünglichen Wuchsort.

Standort wählen

Wenn der Baum den Winter in einem Raum verbracht hat, erfolgt eine behutsame Gewöhnung an den alten Standort im Freien. Die Blätter erfordern eine langsame Annäherung an höhere Lichtmengen und UV-Strahlen, damit sie keine Verbrennungen erleiden. Außerdem sollte das Gewächs nicht direkt Regen und kalten Winden ausgesetzt sein. Zur Eingewöhnung ist ein überdachter Platz an der Hauswand geeignet, an welchem die Fassade in der Nacht Wärme abstrahlt.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Katelyn Leon/Shutterstock

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