Die häufigsten Krankheiten beim Olivenbaum und wie Sie sie behandeln

Wie jede andere Pflanze auch können Oliven von Pilzerkrankungen oder Schädlingen befallen werden, insbesondere dann, wenn sie geschwächt sind. Typische Olivenschädlinge und -erkrankungen sind allerdings in Deutschland selten, da der Baum für eine weitere Verbreitung zu selten in Gärten angebaut wird.

Olivenbaum Krankheiten

Krankheiten und Schädlingsbefall meist Folge falscher Pflege

Schadinsekten, Pilze und krankheitserregende Bakterien können sich vor allem auf geschwächten Pflanzen ausbreiten und rasch vermehren – solche Bäume haben oft keine Kraft mehr, sich gegen die Erreger zu wehren. Deshalb sind Olivenkrankheiten in der Regel – Ausnahmen bestätigen sie – auf eine falsche Pflege und / oder ungünstige Standort- und Witterungsverhältnisse zurück zu führen. Da Vorbeugen besser als Heilen ist, sorgen Sie für möglichst optimale Lebensbedingungen:

  • Sonne, Sonne und noch mehr Sonne
  • ein geschützter und nicht zu feuchter Standort
  • lockere, gut durchlässige Erde
  • keine Staunässe
  • kein Frost
  • optimale Bedingungen zur Überwinterung (Temperaturen maximal 10 °C)
  • regelmäßige Düngergaben
  • kein zu kleiner oder zu großer Topf

Topfpflanzen sind besonders gefährdet

Mit diesen Maßnahmen tragen Sie dazu bei, dass Ihre Olive möglichst gesund bleibt. Allerdings sind auch die besten Bedingungen keine Garantie dafür, dass der Baum nicht doch mal von Erregern oder Insekten befallen wird. Topfpflanzen sind hinsichtlich einer Erkrankung besonders gefährdet, insbesondere weil Oliven sich nicht zur Zimmerpflanze eignen.

Schildläuse sind häufige Plage

Vor allem Schildläuse sind eine wahre Plage. Diese Tiere treten vermehrt nach einer unsachgemäßen Überwinterung auf und sind nur schwer wieder loszuwerden. Sie können einen Befall durch eingerollte und / oder vertrocknete Blätter erkennen. Bei einem größeren Befall ist mit bloßem Auge ein weißlicher Belag zu sehen. Schildläuse lieben die Wärme, weshalb sie hauptsächlich im Frühjahr nach einem zu warmen Winter auftauchen. Zudem vermehren sie sich extrem schnell – Sie können einem Befall nur vorbeugen, wenn Sie Ihr Olivenbäumchen möglichst kühl, aber frostfrei, überwintern.

Weitere Schädlinge

Weitere sehr häufig auftretende Schädlinge sind Spinnmilben und Blattläuse, die sich meist mit einem selbst hergestellten Brennnesselsud vertreiben lassen.

Durch Bakterien und Pilze verursachte Krankheiten

Auch Pilzerkrankungen sind meist auf eine falsche Überwinterung zurückzuführen. Sehr häufig tritt die sogenannte Augenfleckenkrankheit auf, zudem sind Pilzerkrankungen in Folge eines Befalls mit Schildläusen ebenfalls keine Seltenheit. Pilzerkrankungen lassen sich in der Regel lediglich mit einem (kupferhaltigen) Fungizid wirksam behandeln. Wenn Ihr Olivenbaum Blätter verliert oder die Blätter braun werden, sind jedoch nicht immer nur Schädlinge am Werk – oft weisen derartige Zeichen auch auf einen Wassermangel, eine Überwässerung oder einen Frostschaden hin.

Tipps & Tricks

Werfen Sie einen vertrockneten Olivenbaum nicht gleich weg. Stattdessen können Sie ihn auch kräftig beschneiden und weiterhin gießen – oftmals treibt der Baum im Frühjahr wieder aus.

Text: Ines Jachomowski

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