Orchideen Moos
Orchideen und Moos passen gut zusammen

So leistet Moos wertvolle Dienste für edle Orchideen

Sie könnten gegensätzlicher nicht sein und gehen dennoch eine kongeniale Partnerschaft ein. Als unscheinbare, wurzellose Sporenpflanze macht sich Sphagnum-Moos in der Kultivierung majestätischer Orchideen auf mannigfaltige Weise nützlich. Lesen Sie hier, an welchen Stellen die Laubmoos-Art der Königin der Blumen zu Diensten ist.

Unverzichtbarer Zuschlagstoff im Orchideensubstrat

Indem epiphytische Orchideen in einen Topf gepflanzt werden, zwingen wir die edlen Blumen in eine unnatürliche Lebensweise. Daher gewinnt die Qualität von Orchideenerde eine hohe Bedeutung, um den Luftwurzeln zumindest annähernd akzeptable Rahmenbedingungen zu gewähren. Neben der Hauptkomponente Rindenstücke, deckt Sphagnum-Moos den Bedarf nach einem humosen Zuschlagstoff mit erstklassiger Wasserspeicherkraft auf geniale Art ab.

Aufbinden von Orchideen gelingt erst mit Moos vorbildlich

Aufgebunden auf einem Ast, kultivieren Sie Ihre Orchideen naturgetreu und eindrucksvoll. Die anspruchsvolle Blütenschönheit fühlt sich indes erst dann gut aufgehoben, wenn ihr Sphagnum-Moos zu Füßen liegt. So gelingt der Plan:

  • Das angefeuchtete Moos auf den Ast legen und mit einem feinen Haarnetz fixieren
  • Darauf die Orchidee mit ihren Luftwurzeln positionieren
  • Die Luftwurzeln mit Streifen eines Nylonstrumpfes auf dem Moos und Ast anbinden

Wahlweise binden Sie das Moos mit braunem Nähgarn auf, bevor Sie die Orchidee darauf setzen. Innerhalb kurzer Zeit wird das Moos sein Bindematerial so dicht überwachsen, dass es nicht mehr zu sehen ist.

So bringt Moos Orchideen-Kindel in Schwung

Außerhalb des feucht-warmen Regenwaldklimas sind die Luftwurzeln von Orchideen stets von Trockenstress bedroht. Das gilt nicht zuletzt, wenn eine Phalaenopsis-Orchidee an Stängel oder Pseudobulbe Kindel sprießen lässt. Bis die Ableger über eigene, kräftige Luftwurzeln verfügen und von der Mutterpflanze getrennt werden können, sorgt Sphagnum dafür, dass sie nicht austrocknen.

Zu diesem Zweck umwickeln Sie den Stammbereich des Kindels mit Torfmoos und besprühen es täglich mit weichem Wasser.

Tipps

Infolge von zunehmender Urbanisierung und Raubbau, zählt Sphagnum-Moos zu den meist gefährdeten Moosarten. Um die Gattung vor dem Aussterben zu bewahren, stehen alle Arten von Torfmoos unter Naturschutz. Entnehmen Sie Sphagnum daher bitte nicht aus der Natur, sondern erwerben es bei zertifizierten Fachhändlern, wo es für weniger als 1 Euro je Liter preisgünstig angeboten wird.

Text: Paula Jansen

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