Monstera kreuzen: Experimente für Geduldige

Fortgeschrittene Pflanzenfreunde entwickeln ab und an den Wunsch, eine eigene Pflanzenart zu züchten. Durch Kreuzung verschiedener Pflanzen sind bereits unzählige neue Arten entstanden. Doch lässt sich auch die Monstera kreuzen?

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Es ist nicht einfach, Monsteras zu kreuzen

Wie funktioniert das Kreuzen von Zimmerpflanzen?

In der Theorie ist das Kreuzen zweier Pflanzen sehr einfach: Man nimmt die Pollen der einen Pflanze und bestäubt damit die Narbe der anderen Pflanze. Aus dem Fruchtknoten der Blüte entwickelt sich eine Frucht, deren Samen das Erbgut beider Pflanzen in sich vereint.

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Was sind die größten Herausforderungen beim Kreuzen?

In der Praxis bringt der Prozess des Kreuzens einige Herausforderungen mit sich. Ausschlaggebend sind die für die Kreuzung ausgewählten Arten. Diese müssen derselben Gattung angehören, da sie sich sonst nicht gegenseitig befruchten können. Darüber hinaus müssen beide Pflanzen zur selben Zeit in der Blüte stehen, da nur so eine Bestäubung stattfinden kann.

Kann man Monstera kreuzen?

Theoretisch kann eine Monstera ebenso wie jede andere Pflanze gekreuzt werden. Im Gegensatz zu einigen anderen Zimmerpflanzen ist die Monstera jedoch nicht für ihre Blütenpracht bekannt und Blüten sind für eine Kreuzung unabdingbar. Die meisten Monstera blühen in unseren Wohnzimmern überhaupt nicht.

Wie bringt man eine Monstera zum Blühen?

Um das Fensterblatt zur Blüte zu bringen, bedarf es einer besonders guten Pflege, einem über Jahre hinweg gleichbleibenden Standort und vor allem viel Geduld. Bis eine Monstera zum ersten Mal blüht, vergehen mindestens zehn Jahre. Bis sich aus einer befruchteten Blüte eine Frucht und entsprechend das Saatgut entwickelt, vergeht ein weiteres Jahr.

Mit welchen Pflanzen kann man eine Monstera kreuzen?

Wer tatsächlich mit einer blühenden Monstera beschenkt wird, kann versuchen, diese mit anderen Pflanzen der Gattung der Aronstabgewächse (Araceae) zu kreuzen. Bekannte Vertreter im Bereich der Zimmerpflanzen sind Efeutute, Einblatt und Kalla. Wegen der seltenen Blüte ist die Anzahl an Versuchen jedoch sehr eingeschränkt und ohne professionelle Ausstattung und viel Erfahrung nahezu unmöglich.

Tipp

Die Monstera Variegata ist keine Kreuzung

Bei der zweifarbigen Monstera Variegata, handelt es sich nicht um eine Kreuzung, sondern um eine Genmutation. Diese entsteht zufällig bei der Zucht neuer Monstera-Samen.

Text: Mareen Schergut
Artikelbild: Anfisa Che/Shutterstock