Minze vegetativ vermehren – so gelingt es mit Ablegern

Die sortenreine Nachzucht Ihrer Lieblings-Minze gelingt mithilfe von Ablegern problemlos und schnell. Das Resultat sind vitale Jungpflanzen mit exakt den gleichen Attributen der Mutterpflanze. Informieren Sie sich hier über alle wichtigen Schritte der Stecklingsvermehrung.

Minze Ableger

So bewurzeln Ableger im Wasserglas

Die Qualität der Ableger nimmt wesentlichen Einfluss auf den Erfolg dieser Form der vegetativen Vermehrung. Im Frühsommer verfügt die Mutterpflanze über besonders kräftige Triebe, wenn sie kurz vor der Blüte steht. Nehmen Sie daher die Arbeit an einem trockenen Tag im Juni in Angriff. So machen Sie es richtig:

  • die gewünschte Anzahl von Kopfstecklingen abschneiden mit einer Länge von 20 Zentimetern
  • die Blätter in der unteren Hälfte des Triebes entfernen
  • in ein Glas mit Wasser stellen an einen warmen, halbschattigen Standort

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Die Zugabe von einem kleinen Stück Holzkohle beugt der Bildung von Fäulnis vor. Darüber hinaus sollte das Wasser alle 2-3 Tage ausgetauscht werden. Jeden Tag können Sie nun verfolgen, wie die cremefarbenen Wurzelstränge sprießen.

Bewurzelte Ableger richtig pflanzen

Haben die Wurzelstränge eine Länge von mehreren Zentimetern erreicht, topfen Sie Ihre Zöglinge ein. Verwenden Sie hierzu einen Kübel mit mindestens 30 Zentimetern Durchmesser, wenn Sie Minze auf dem Balkon kultivieren möchten. Als Substrat eignet sich lockere Kräuter- oder Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis. So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  • über dem Wasserablauf im Topfboden eine Drainage anlegen aus Splitt,(14,00€ bei Amazon*) Kiesel oder Tonscherben
  • den Kübel bis auf halbe Höhe füllen mit Substrat
  • mit einem Pflanzholz eine Mulde hineindrücken
  • den bewurzelten Ableger einsetzen bis zum unteren Blattpaar und angießen

Kopfstecklinge unmittelbar in Erde setzen – so geht es

Als Alternative zur Wasserglas-Methode stecken Sie die vorbereiteten Ableger direkt in die Beeterde am halbschattigen bis sonnigen Standort. Zuvor haben Sie dort sorgfältig alles Unkraut gejätet und den Boden angereichert mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger.

Mit einem Holzstäbchen bohren Sie das Pflanzloch vor, damit der Stängel nicht beschädigt wird. Die oberen beiden Blattpaare sollten anschließend noch zu sehen sein. Rund herum um die junge Minze stecken Sie kleine Stützen in den Boden, damit das Pflänzchen nicht umkippt. Der Abstand zu weiteren Stecklingen beträgt etwa 50 Zentimeter. Lassen Sie beim Gießen Vorsicht walten, damit der Ableger nicht ausgeschwemmt wird.

Tipps & Tricks

Verwenden Sie grundsätzlich Ableger ohne Blüte. Sobald ein Minze-Trieb blüht, hat die Pflanze ihre ganze Energie darin investiert. Die Wuchskraft ist erlahmt, sodass die Bewurzelung entweder nur sehr zögerlich oder überhaupt nicht stattfindet.

GTH

Text: Paula Jansen

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