Tipps zum Einpflanzen von Ablegern

Wenn eine Zimmerpflanze vervielfältigt werden soll, greifen viele zum Messer. Das Schneiden von Stecklingen ist eine einfache und erfolgreiche Vermehrungsmethode, die mit etwas Grundwissen und der richtigen Vorgehensweise kaum Probleme bereitet.

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Ableger brauchen eine gute Erde, damit sie schnell Wurzeln bilden

Den optimalen Zeitpunkt wählen

Möchten Sie Ableger von einer Zimmerpflanze schneiden, sollten Sie einen bedeckten und milden Tag im Frühjahr wählen. Die Gewächse stehen bestenfalls kurz vor der neuen Vegetationsperiode, sodass sowohl Mutterpflanze als auch Steckling gute Bedingungen für das Wachstum vorfinden.

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Stecklinge schneiden

Wählen Sie gesunde und kräftige Mutterpflanzen aus und achten Sie darauf, dass die Ableger einige Zentimeter lang sind und über mindestens zwei Blätter verfügen. Verwenden Sie ein scharfes und desinfiziertes Messer, damit weder Quetschungen entstehen, noch Krankheitserreger übertragen werden.

Die Wachstumsbasis herstellen

Stecklinge gedeihen in einem nährstoffarmen Substrat. Wenn die Erde zu viele Nährstoffe bietet, entwickeln die Ableger kein kompaktes Wurzelwerk. Sorgen Sie außerdem für eine durchlässige Struktur, damit das Gießwasser optimal absickert und keine Staunässe entsteht. Wenn Sie keine Anzuchterde aus dem Gartenmarkt verwenden möchten, können Sie sich selbst ein hochwertiges Substrat herstellen:

  • ein Teil Qualitätsgartenerde
  • ein Teil voll ausgereiften Kompost
  • ein Teil Sand, Perlit oder Lavagrus

Pflanztöpfe vervollständigen

Füllen Sie das Gemisch in ein Tongefäß und bohren Sie ein etwa zwei Zentimeter langes Loch in das Substrat. Stecken Sie den Ableger in die Erde und häufeln Sie das Pflanzmaterial um die Basis an. Durch leichtes Festdrücken bekommt der Steckling mehr Stabilität. Eine durchdringende Bewässerung sorgt dafür, dass ein besserer Kontakt zwischen Schnittstelle und Erdpartikeln entsteht.

Damit der Ableger schnell Wurzeln entwickelt, ist die richtige Pflege von großer Bedeutung. Platzieren Sie das Gefäß an einem hellen Ort außerhalb der direkten Sonne. Durch regelmäßiges besprühen stellen Sie ein feuchtes Milieu sicher, damit der Trieb nicht austrocknet. Im Gewächshaus ist das Risiko des Vertrocknens geringer und die Umgebungstemperaturen bleiben konstant. Allerdings müssen Sie auf eine tägliche Belüftung achten, denn bei diesem feuchten Kleinklima fühlen sich auch Schimmelpilzsporen wohl.

Tipps

Um die Wurzelbildung zu unterstützen, können Sie die Schnittstelle mit einem speziellen Bewurzelungspulver bestäuben.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Oleksandr Pirko/Shutterstock
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