Keimlinge umtopfen und einpflanzen

Bis aus einem Samen eine kräftige Jungpflanze zum Einpflanzen entsteht, ist Zeit und Arbeit gefragt. Die zarten Pflänzchen benötigen neben guten Bedingungen auch genügend Aufmerksamkeit, damit sie sich optimal entwickeln. Das Pikieren ist eine wichtige Pflegemaßnahme.

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Vorgezogene Jungpflanzen kommen meist erst nach den Eisheiligen ins Beet

Keimlinge vereinzeln

Sobald sich die Wurzeln der Keimlinge kräftig entwickelt haben, ist die Zeit zum Umtopfen gekommen. Sowohl frostempfindliche als auch robuste Arten sollten vor der Pflanzung im Freiland für ein paar Wochen in einem Topf wachsen. Hier haben die Pflänzchen ausreichend Zeit, um einen kräftigen Wurzelballen und starke Triebe zu entwickeln.

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Wurzelentwicklung kontrollieren:

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  • Keimlinge sind bereit, wenn zahlreiche kräftige Wurzeln zu sehen sind

Richtig umtopfen

Pikieren Sie die vorgezogenen Jungpflanzen, indem Sie starke und gesunde Exemplare mit einem Stab aus der Aussaaterde holen. Verwenden Sie für jeden Sämling einen Plastiktopf und befüllen Sie diesen mit einer Mischung aus Blumenerde und Sand.

Kräuter und Gemüse wachsen in spezieller Erde aus dem Gartenmarkt, die nährstoffarm ist. Dadurch werden die Pflänzchen zur Wurzelbildung animiert. Setzen Sie die Jungpflanzen in das Substrat und drücken Sie dieses gut an. Nach einer durchdringenden Bewässern wandern die Töpfe an einen hellen und warmen Ort.

Tipps

Kokostabs erweisen sich bei diesem Schritt als vorteilhaft. In jedem Tab wächst ein Keimling, welcher nicht pikiert werden muss, sondern mitsamt dem Substrat eingetopft wird.

Jungpflanzen einpflanzen

Sollen die Jungpflanzen im Topf wachsen, spielt die Jahreszeit keine große Rolle für das Eintopfen. Die Pflanzung im Freiland sollte bei frostempfindlichen Gewächsen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai erfolgen. Robustere Sorten dürfen schon früher in das Beet wandern.

Gewächse an das Freilandklima gewöhnen

Die Gewöhnung an die Bedingungen im Garten erfolgt ab April. Stellen Sie die Pflanztöpfe am Tag bei mildem Klima an einen geschützten Ort auf Balkon und Terrasse. Vermeiden Sie einen Platz in der direkten Sonne, da diese Verbrennungen verursacht. Verlängern Sie die Standzeit allmählich, bis die Gefäße dauerhaft draußen stehen. Anschließend dürfen die Pflanzen ins Beet wandern.

Text: Christine Riel
Artikelbild: AlexeiLogvinovich/Shutterstock

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