Chili umtopfen – die Drainage macht den Unterschied

Chilis sind nicht nur nützliche, sondern auch dekorative Pflanzen für Kübel, Blumenkästen und Töpfe. Damit sie sich wohlfühlen im Container, rückt beim Umtopfen die Drainage in den Fokus. Weitere Faktoren sind ebenfalls von Interesse.

Chili umtopfen

Beizeiten umtopfen als gelungene Fortsetzung der Anzucht

War die Anzucht von Erfolg gekrönt, setzen die Chilis ihr üppiges Wachstum idealerweise im eigenen Pflanzgefäß fort. Spätestens wenn sich ihre Blätter permanent berühren, ist die Zeit reif für den Umzug. Andernfalls droht ihnen Ungemach, wie Fäulnis oder Pilzinfektionen.

Diese Materialien sind erforderlich:

  • Blumenerde auf Kompostbasis
  • Pflanzgefäß mit Ablauföffnungen im Boden
  • Perlite, Kies, Splitt oder zerstoßene Tonscherben
  • ein Stück Garten- oder Unkrautvlies
  • ein Untersetzer
  • schützende Arbeitshandschuhe

Abhängig von der kultivierten Chilisorte, sollte der Container dem Wurzelsystem ausreichend Freiraum bieten. Hinsichtlich des Materials, ist schwarzer Kunststoff ebenso gut geeignet, wie atmungsaktiver Ton.

Schritt für Schritt ins neue Heim

Stehen alle Utensilien bereit, kann die Arbeit beginnen. Im ersten Schritt verteilen Sie das zerkleinerte, anorganische Material auf dem Boden des Pflanzgefäßes. Damit die Drainage später nicht durch Substrat verstopft, breiten sie das wasser- und luftdurchlässige Vlies darüber aus.

Über dem Vlies füllen Sie eine erste Schicht der Blumenerde ein. Die ausgetopfte bzw. pikierte Chilipflanze platzieren Sie mittig im Gefäß. Favorisieren Sie die Kultur im Blumenkasten, positionieren Sie die Chilis im Abstand von 30 cm bis 40 cm zueinander.

Während Sie das restliche Substrat einfügen, pressen Sie es mit der Faust leicht an. Somit entstehen keine Hohlräume, die das Wurzelwachstum behindern. Zu guter Letzt sorgt eine gut bemessene Dosis Gießwasser dafür, dass die Chili zügig anwächst.

Gießrand verhindert Verschmutzungen

Umsichtige Hobbygärtner lassen stets einen Gießrand von 5 cm frei. Es ist wirklich lästig, nach jedem Gießen das übergeschwappte Erde-Wasser-Gemisch vom Boden aufzuwischen.

Sammelt sich überschüssiges Gießwasser im Untersetzer, sollte es spätestens nach 30 Minuten entfernt werden. Ansonsten steigt es aufgrund der Kapillarwirkung wieder auf in den Wurzelballen und verursacht Staunässe.

Tipps & Tricks

Mit einem Pflanzenroller sind selbst schwergewichtige Kübel auf Balkon und Terrasse mobil. Es gibt sie im Handel fertig zu kaufen. Wahlweise montieren Sie den praktischen Helfer selbst zusammen aus 40 mm dicken Holzplatten und Möbelrollen aus dem Baumarkt.

Text: Paula Jansen

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