Johanniskraut – richtig ernten und verarbeiten

Das Johanniskraut ist ein bekanntes Heilkraut. Es kann bei Depressionen, Übellaunigkeit, Nervosität, Verdauungsbeschwerden und bei schlecht heilenden Wunden und Schwellungen eine Stütze sein. Wie man es erntet und anschließend verarbeitet, lesen Sie nachfolgend.

Johanniskraut nach der Ernte
Nach der Ernte wird das Johanniskraut getrocknet
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Was wird geerntet?

Sie können im Grunde alle Teile des Johanniskrauts ernten. Doch schonender für die Pflanze ist es, wenn Sie nur die Blüten ernten. Auch das gesamte oberirdische Kraut mitsamt Stängeln und Blättern kann abgeerntet werden. Die Beeren werden in der Regel nicht gesammelt.

Wann wird geerntet?

Der Wirkstoffgehalt in der Pflanze ist zur Blütezeit am höchsten. Daher ist der perfekte Erntezeitraum von Ende Juni bis Juli gekommen. Ideal ist es, das Kraut an trockenen Tagen zur Vormittagszeit zu ernten.

Das Kraut abschneiden und trocknen

Sie können das gesamte oberirdische Kraut (oder nur die Blüten) mithilfe einer Schere oder eines Messers abschneiden oder einfach mit den bloßen Händen sammeln. Empfehlenswert ist es, nicht mehr als etwa 20 cm abzuschneiden – also die oberen Triebe mit den Blüten. Dadurch wird die Pflanze nicht zu stark geschwächt.

Die Triebe werden anschließend zu kleinen Sträußen zusammengebunden und getrocknet:

  • kopfüber aufhängen
  • nicht in der Sonne trocknen
  • an einen trockenen, luftigen und dunklen Platz aufhängen
  • Dauer der Trocknung: 1 bis 2 Wochen
  • Alternative: im Dörrgerät bei 40 °C trocknen

Verwendungsmöglichkeiten: Tee, Tinkturen, Öle und mehr

Ob frisch oder getrocknet, die Blätter und Blüten können vielseitig verwendet werden. Hier ein paar Ideen:

  • Tee: das ganze Kraut oder die Blüten – Blüten schmecken intensiver
  • Trinkturen: das ganze Kraut
  • Öle: die Blüten (in ihnen ist der Hauptwirkstoff Hypericin enthalten)
  • Schnaps
  • Likör
  • Kräuterwürzmischungen

Tipps

Das Johanniskrautöl soll aufgrund seiner entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften unter anderen bei Neurodermitis und Schuppenflechte helfen.

Text: Anika Gütt
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