Johanniskraut erkennen
Johanniskraut hat genau fünf Blütenblätter, die - im Gegenteil zu den schmalen, länglichen Blütenblättern vom Jakobskreuzkraut - eher rundlich sind

Johanniskraut: Vorsicht vor Verwechslung!

Es ist Ende Juni - die beste Zeit, um das Johanniskraut zu sammeln. Anhand seiner Blüten soll man es gut erkennen können. Doch Achtung: Es gibt Gewächse, die ihm äußerst ähnlich sehen und von denen eines sogar hochgiftig ist!

Johanniskraut und Jakobs-Kreuzkraut – sehr ähnlich

Das hochgiftige Jakobs-Kreuzkraut ähnelt dem heilkräftigen Johanniskraut. Jemand, der das Johanniskraut noch nicht richtig kennt und beispielsweise auf einer Wiese auf der Suche nach ihm ist, sollte aufpassen! Auf dem ersten Blick sieht das giftige Jakobs-Kreuzkraut aus wie das Johanniskraut. Noch beim näheren Hinsehen wird offenbar, dass sie recht verschieden sind.

Das Jakobs-Kreuzkraut ist deswegen so gefährlich, weil es Alkaloide enthält. Nach einem Verzehr dieses Krauts kann es zu Leberschäden kommen. Im Extremfall endet eine Vergiftung tödlich. Sowohl die Blätter als auch die Stängel, Wurzeln und Blüten sind giftig.

Unterschiedliche Blätter

Anhand der Blätter können Sie diese beiden Gewächse voneinander unterscheiden. Das Johanniskraut hat äußerst markante Blätter, wenn man sie näher betrachtet. Sie weisen durchscheinende, punktförmige Stellen auf. Beim Zerreiben geben sie einen rötlichen Saft ab.

Die Blätter vom Jakobs-Kreuzkraut sind im Gegensatz zu den kleinen, eiförmigen, glattrandigen und gegenständig anliegenden Blättern des Johanniskrauts völlig anders:

  • größer
  • bilden im ersten Jahr eine Rosette aus
  • einfach fiederteilig
  • stumpf zugespitzt
Unterschiedliche Blüten

Während die Blütezeit beider Kräuter gleich ist, sehen die Blüten unterschiedlich aus. Der Blütenstand vom Jakobs-Kreuzkraut ist wie beim Johanniskraut reich verzweigt. Doch die einzelnen Blüten sehen anders aus. Die Blüten setzen sich aus Zungen- und Röhrenblüten zusammen. Damit ähneln die Blüten des Jakobs-Kreuzkrauts eher denen von Gänseblümchen oder Ringelblumen.

Weiterhin markant ist, dass die Blüten vom Johanniskraut nur 5 Kronblätter haben. Diese sind bei ihm breit-rund geformt. Das Jakobs-Kreuzkraut besitzt hingegen mehr als 5 Blütenblätter. Bei ihm sind sie schmaler und länglicher.

Ein weiterer Verwechslungskandidat: Wiesenpippau

Weiterhin sieht der harmlose Wiesenpippau dem Johanniskraut ähnlich. Doch es gibt auch hier gewisse Unterschiede:

  • weniger beblättert
  • Blüten ähneln eher dem Löwenzahn
  • Blätter sind wesentlich größer
  • blüht schon ab Mai

Tipps

Wenn Sie sich nicht zu 100% sicher sind, dass es sich um das Johanniskraut handelt, sollten Sie die Pflanze nicht sammeln!

Text: Anika Gütt

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