Hyazinthengewächs
Die Hyazinthe ist nur eines der zahlreichen Hyazinthengewächse

Die große Familie der Hyazinthengewächse

Bis vor nicht allzu langer Zeit bildeten die Hyazinthen (hyacinthus) als Mitglied der Familie der Hyazinthengewächse eine eigene Gattung in der Botanik. Durch Neuordnungen werden die Frühlingsblüher nunmehr nur noch als Unterfamilie der Spargelgewächse (asparagaceae) betrachtet.

Weitere Mitglieder der Hyazinthengewächse

Es gibt zahlreiche Pflanzenarten, die zu den Hyazinthengewächsen gezählt werden. Dazu gehören:

  • Bellevalia (Bellevalien)
  • Brimeura (Wiesenhyazinthe)
  • Hyacinthoides (Hasenglöckchen)
  • Muscari (Perl- oder Traubenhyazinthen)
  • Ornithogalum (Milchstern)
  • Puschkinia (Kegelblume)
  • Scilla (Blaustern)

Viele der zur Unterfamilie der Hyazinthengewächse gehörenden Pflanzen werden im Volksmund einfach als Hyazinthen bezeichnet.

Die bekanntesten Arten sind Scilla und Muscari, die in unseren Breiten beheimatet sind und sehr häufig wild in Gärten vorkommen. Aber auch an Waldrainen und Feldrainen treten die kleinen Frühlingsblüher auf.

Nur die Hyazinthe (hyacinthus) wird gezüchtet

Kaum eine der wildwachsenden Arten der Hyazinthengewächse wird so wie die Hyazinthe (hyacinthus) weitergezüchtet und für den Haus- und Gartenanbau kultiviert.

Die Wildformen entwickeln nahezu ausschließlich blaue oder weißblaue Blüten. Auch die Hyazinthe gab es ursprünglich nur in diesen Farben. Erst durch Züchtungen wurden Sorten in vielen weiteren Farben entwickelt.

Das gilt auch für den Duft. Die kleinen Frühlingsblüher duften meist nur leicht, während der Duft der Hyazinthe sehr intensiv ist.

Die Wildformen der Hyazinthengewächse im Garten pflegen

Die Wildformen der Hyazinthengewächse lassen sich im Garten relativ einfach halten. Einmal gesetzt oder ausgesät kommen sie jedes Jahr wieder. Viel Pflege brauchen die hübschen Frühlingsblüher nicht.

Da sie sehr früh blühen, spielt der Standort so gut wie keine Rolle. Die Bäume sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht belaubt, sodass die Frühlingsblumen überall genügend Licht und Sonne bekommen.

Die kleinen Vertreter der Familie der Hyazinthengewächse eignen sich deshalb sehr gut zum Verwildern im Garten. Sie bedecken im Frühjahr kahle Stellen und sorgen für die erste Farbe im Blumenbeet.

Achtung: Vergiftungsgefahr!

Alle Vertreter der Hyazinthengewächse sind schwach giftig. Bei Kindern und Haustieren ist deshalb Vorsicht geboten, wenn diese Pflanzen im Garten wachsen.

Tipps & Tricks

Allen Hyazinthengewächsen gemein ist ihr hoher Nutzen als Bienenweide im Frühjahr. Gerade bei den ursprünglichen Formen sind die Blüten oft die erste Nahrung, die Insekten nach der Winterpause im Freien finden.

Text: Sigrid Hestermann

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