Hortensien

Hortensie überdüngt: Erkennen und richtig handeln

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Überdüngung bei Hortensien äußert sich in Symptomen wie gelben Blättern, verringerter Blütenpracht und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Dieser Artikel erläutert die Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen bei einer Überversorgung mit Nährstoffen und gibt Tipps zur optimalen Düngung.

Hortensie Überdüngung
Geringe Blüte ist ein Anzeichen für eine Überdüngung der Hortensie

Anzeichen einer Überdüngung

Eine Überdüngung bei Hortensien zeigt sich durch verschiedene Symptome, die auf einen Nährstoffüberschuss hinweisen. Ein üppiges Laubwachstum bei gleichzeitiger spärlicher Blütenbildung ist ein Hinweis auf einen Stickstoffüberschuss. Weitere typische Anzeichen sind:

  • Vergilbte Blätter: Gelbe Verfärbungen, besonders an den Rändern und Spitzen.
  • Braune Blattspitzen und -ränder: Anzeichen für Nährstoffbrand.
  • Eingerollte Blätter: Die Blattspitzen rollen sich ein und können absterben.
  • Weiche, schwammige Triebe: Instabile Triebe durch zu viel Stickstoff.
  • Langsames Wachstum: Nach anfänglichem üppigem Wachstum verlangsamt sich das Wachstum.
  • Schädlinge und Krankheiten: Höhere Anfälligkeit für Blattläuse und Pilzkrankheiten.

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Eine sichtbare Kruste auf der Bodenoberfläche kann zudem auf eine Anhäufung von überschüssigen Düngemitteln hinweisen.

Ursachen der Überdüngung

Überdüngung kann verschiedene Ursachen haben. Meist resultiert sie aus zu häufigem oder zu reichlichem Düngen. Auch der Einsatz ungeeigneter Düngemittel spielt eine Rolle. Universaldünger enthalten oft zu viel Phosphor, was für Hortensien schädlich ist. Weitere Ursachen sind:

  • Falscher Zeitpunkt der Düngung: Düngen außerhalb der Wachstumsphasen führt zu ineffizienter Nährstoffaufnahme.
  • Unzureichende Bodenanalyse: Ohne Bodenanalyse kann der tatsächliche Nährstoffbedarf der Pflanzen nicht korrekt ermittelt werden.
  • Schwankende Witterungsbedingungen: Wetterveränderungen beeinflussen die Nährstoffaufnahme und erhöhen das Risiko einer Überdüngung.
  • Übermäßiger Einsatz von mineralischen Düngern: Diese können schnell überdosiert werden und zur Nährstoffanreicherung im Boden führen.

Auch das Immunsystem der Pflanzen kann geschwächt werden, was sie anfälliger für Schädlinge und Krankheiten macht.

Folgen der Überdüngung

Überdüngung hat verschiedene negative Folgen für Hortensien. Ein Übermaß an Dünger vermindert oft die Blütenbildung und führt zu ungesundem, übermäßigem Laubwachstum. Die Pflanzen werden anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall. In extremen Fällen kann ein Nährstoffüberschuss zum Absterben der Pflanzen führen. Zudem gelangen überschüssige Nährstoffe ins Grundwasser, was Eutrophierung auslösen und die Wasserqualität beeinträchtigen kann.

Maßnahmen bei Überdüngung

Bei Verdacht auf Überdüngung sollte zunächst eine Bodenanalyse durchgeführt werden, um den aktuellen Nährstoffgehalt zu ermitteln. Folgende Maßnahmen können helfen, überschüssige Nährstoffe zu entfernen:

  1. Durchspülen des Bodens: Mehrmals reichlich gießen, um überschüssige Nährstoffe auszuschwemmen.
  2. Erde austauschen: Die obere Bodenschicht abtragen und durch nährstoffärmere Erde ersetzen.

Zukünftig sollte auf die richtige Dosierung und den Einsatz geeigneter Dünger geachtet werden. Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder getrockneter Kaffeesatz setzen Nährstoffe langsam frei und minimieren so das Risiko einer Überdüngung.

Vorbeugung der Überdüngung

Um einer Überdüngung vorzubeugen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Düngebedarf ermitteln: Der individuelle Düngebedarf der Hortensie hängt von Pflanzenart, Boden und Standort ab. Eine Bodenanalyse kann den genauen Nährstoffbedarf ermitteln.
  • Geeigneten Dünger wählen: Spezieller Hortensiendünger oder organische Dünger wie Hornspäne, Hornmehl, Kaffeesatz oder Brennnesseljauche sind ideal. Mineraldünger sollten vorsichtig angewendet werden.
  • Dosierung beachten: Halten Sie sich genau an die Dosierungsangaben auf der Verpackung des Düngers.
  • Düngungszeitpunkt: Düngen Sie Hortensien im Frühjahr und Frühsommer, von März bis Juli. Eine Düngung nach Juli ist nicht empfehlenswert, da die Triebe nicht mehr ausreichend verholzen und frostempfindlich werden.
  • Regelmäßige Bodenanalysen: Überprüfen Sie den Nährstoffgehalt des Bodens und passen Sie den Dünger entsprechend an.