Hortensien Dünger

Wie und womit wird die Hortensie richtig gedüngt?

Damit Hortensien dicht und buschig wachsen und reich blühen, benötigen Sie regelmäßige Düngergaben. Dabei ist die Hydrangea etwas heikel und nicht jeder Dünger eignet sich zur Versorgung der Pflanze mit Nährstoffen. Welcher Dünger für die Hortensie geeignet ist und wann Sie bevorzugt düngen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Der Nährstoffbedarf der Hydrangea

Hortensien zählen zu den Pflanzen, die sehr spezielle Ansprüche an den Boden stellen und einen relativ hohen Nährstoffbedarf haben. Die Sträucher benötigen viel Stickstoff und Kalium, da diese Nährstoffe einen direkten Einfluss auf die Blütenbildung haben. Außerdem müssen die Pflanzen ausreichend mit Mineralien wie Eisen, Schwefel, Mangan und Zink versorgt werden, da diese häufig nicht in genügender Menge im Boden vorhanden sind.

Geeignete Düngemittel

Um den Nährstoffbedarf der Hortensien zu decken müssen die Pflanzen mit einem stickstoffbetonten chemischen oder organischen Volldünger gedüngt werden, der zudem wenig Phosphor enthält. Viele im Handel erhältliche Universaldünger sind für die blühenden Pflanzen ungeeignet, da der Phosphorgehalt dieser Mittel viel zu hoch ist. Bei blauen Hortensien führt dies unter anderem dazu, dass sich die Blüten wieder pink oder rosa verfärben.

Mineralische Dünger: Bequem in der Anwendung

Spezielle Mineraldünger für Hortensien erhalten Sie im gut sortierten Gartenfachhandel. Alternativ eignen sich auch Spezialdünger für Rhododendron oder Azaleen gut. Diese Dünger versorgen die Hydrangea optimal mit allen Nährstoffen die für ein gesundes Pflanzenwachstum und reiche Blütenbildung erforderlich sind.

Durch den gut in den Boden eingearbeiteten Dünger stehen der Pflanze die notwendigen Nährstoffe sofort zur Verfügung. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Düngewirkung bereits nach kurzer Zeit nachlassen kann. Nur wenn regelmäßig und genau nach Vorgabe des Herstellers gedüngt wird, ist eine gleichmäßige Versorgung der Pflanze sichergestellt.

Zur Ernährung von Kübelpflanzen eigenen sich flüssige Spezialdünger für Hortensien sehr gut. Düngen Sie turnusmäßig wie auf der Verpackung angegeben, um die Pflanze optimal mit allen Nährstoffen zu versorgen.

Organische Düngemittel – die natürliche Alternative

Immer mehr Gartenliebhaber möchten auf den Einsatz von chemischen Düngern verzichten und greifen deshalb bevorzugt zu organischen Düngemitteln. Diese versorgen die Hortensie über eine längere Periode mit allen erforderlichen Nährstoffen, benötigen jedoch einige Zeit, um optimal zu wirken. Aus diesem Grund müssen Sie den Zeitpunkt für die Düngung mit organischen Düngern genau planen. Organische Düngemittel wirken umweltschonend und sind, da viele Mittel selbst hergestellt werden können, eine preiswerte Alternative zu anderen Düngern.

Hornspäne und Hornmehl

Diese Düngemittel bestehen aus Rinderhörnern und Rinderklauen, die zerschrotet oder gemahlen wurden.

  • Hornmehl: Korngrößer unter einem Millimeter
  • Horngrieß: Korngröße von einem bis zu fünf Millimeter
  • Hornspäne: Korngröße über fünf Millimeter

Der Stickstoffgehalt dieses Düngers liegt bei etwa 12 bis 15 Prozent, der Phosphorgehalt liegt unter einem Prozent. Hornspäne müssen zunächst von den Bodenlebewesen aufgeschlossen werden und zersetzen sich nur langsam. Eine Überdüngung ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Bei Hornmehl liegt die Zersetzungszeit bei einigen Tagen, grobe Hornspäne benötigen mehrere Monate bis sie vollständig abgebaut sind.

Um die Hydrangea optimal mit allen Nährstoffen zu versorgen empfehlen wir, Hornspäne auf mageren und trockenen Böden in Kombination mit Humus auszubringen.

Humus: Nährstoffreiche, tiefschwarze Komposterde

Humus ist ein hochwirksamer Gartendünger, den winzig kleine Mikroorganismen aus Garten- und Grünabfällen produzieren. Innerhalb eines Jahres entsteht aus dem richtig angesetzten Kompost ein angenehm duftendes, feuchtes, krümeliges und sehr nährstoffreiches Substrat, das Sie direkt in den Boden einarbeiten können.

Hortensien lieben Kaffeesatz

Kaffeesatz enthält viele Mineralstoffe und verschiebt, regelmäßig ausgebracht, den pH-Wert des Bodens in den von Hortensien bevorzugten sauren Bereich. Auch Würmer und Mikroorganismen lieben Kaffeesatz, sodass die Bodenstruktur durch diesen Dünger spürbar verbessert wird.

Es genügt jedoch nicht, den Kaffeesatz rund um die Hortensie auszustreuen. Arbeiten Sie den Dünger gut in die Erde ein, damit er seine volle Wirkung entfalten kann.

Spezialdünger färbt die Blüten blau

Hortensien blühen ohne spezielle Düngung rosa, weiß oder rot. Die begehrte Blaufärbung tritt nur dann ein, wenn im Boden Aluminiumverbindungen sowie Kalialaun vorhanden sind und das Substrat einen pH-Wert von 4,0 bis 4,5 aufweist.

So erreichen Sie, dass Ihre blaue Hydrangea ihre wunderschöne Färbung behält:

  • Spezielle Blütendünger für die Blaufärbung wirken nur bei rosa blühenden Sorten
  • Der ph-Wert des Bodens darf nicht über 4,5 liegen (Teststreifen)
  • Durch Rhododendren-Erde kann der pH-Wert in den gewünscht sauren Bereich verschoben werden.
  • Die Hydrangea nur mit Regenwasser gießen.

Der richtige Zeitpunkt für die Ausbringung von Hortensienblau ist der Frühling. Konstante Düngergaben nach Packungsanweisung sind erforderlich, da sich die Blüten ansonsten nach und nach wieder rosa einfärben. Diese zweifarbigen Blütenbälle können jedoch sehr apart wirken.

Der richtige Zeitpunkt für die Düngung

Wenn die Tage wieder länger werden und die kräftiger werdende Frühjahrssonne den Boden erwärmt ist der optimale Zeitpunkt, um die Hydrangea das erste Mal im Jahr mit Dünger zu versorgen. Lockern Sie den Boden um die Pflanzen mit einer Grabegabel auf und heben sie etwas Humus, unter den Sie Hornspäne gemischt haben, unter. Da die Hornspäne sich nur langsam zersetzen genügt es, wenn Sie die Hortensie im Juni ein zweites Mal düngen.

Freiland-Hortensien und Hortensien im Kübel können Sie alternativ im Frühjahr und Frühsommer mit einem mineralischen Langzeit-Dünger düngen. Auch diese Düngemittel sollten Sie etwas in den Boden einarbeiten.

Kleinere Topfhortensien müssen in der Vegetationsperiode, die vom März bis in den August hinein reicht, regelmäßig einmal in der Woche mit Flüssigdünger gegossen werden.

Alle Hortensien, unabhängig davon ob Sie im Kübel oder im Freiland wachsen, sollten Sie nur bis zum Ende der Wachstumsperiode Ende August düngen. Nur so können die Triebe bis zum Winterbeginn vollständig ausreifen. Wird zu lange gedüngt, ist kein ausreichender Triebabschluss gewährleistet und es drohen Frostschäden.

Hortensien keinesfalls mit Blaukorn düngen!

Blaukorn zählt zu den schnell wirkenden Mehrnährstoffdüngern und ist relativ preiswert. Das Düngemittel enthält ebenso viel Phosphor wie Stickstoff und ist deshalb zur Düngung von Hortensien völlig ungeeignet. Blaue Hortensien, die mit Blaukorn gedüngt werden, verfärben sich innerhalb kürzester Zeit wieder rosa. Zudem fließt Blaukorn sehr unkontrolliert. Verzichten Sie deshalb nach Möglichkeit darauf, die Nachbarpflanzen der Hydrangea mit Blaukorn zu düngen.

Tipps & Tricks

Hortensien leiden häufig unter Chlorose ausgelöst durch Eisenmangel. Dieses Spurenelement ist in vielen Böden kaum vorhanden. Eisenchelatdünger und das Gießen mit Regenwasser schaffen hier Abhilfe.

Text: Sabine Kerschbaumer

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