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Mit Gabionen lassen sich Hänge befestigen - und Hochbeete anlegen

So bauen Sie ein Hochbeet aus Gabionen

Hochbeete müssen nicht zwangsläufig aus Holzbrettern oder gemauerten Steinen gefertigt werden. Stattdessen gibt es viele kreative Möglichkeiten und Materialien, aus denen sich schöne Hochbeete bauen lassen. So eignen sich beispielsweise Gabionen hervorragend für den Hochbeetbau.

Gabionen bieten viele Möglichkeiten

Gabionen sind leichte Drahtgitterkörbe, die ursprünglich zur Befestigung steiler Böschungen sowie im Wasser- und Landschaftsbau eingesetzt wurden. Mittlerweile haben sich die Gitterboxen zu einem gefragten Bestandteil in der Gartengestaltung entwickelt. Mit ihnen lassen sich sowohl einzelne Hochbeete als auch ganze Terrassenlandschaften errichten. Sie werden meist mit Steinen oder runden Kieseln gefüllt, aber auch andere Materialien wie beispielsweise Holzstücke, loser Bauschutt oder alte Ziegel sind möglich. Die Größe der Füllungsstücke richtet sich dabei nach der Maschenweite des Drahtgitters. Mit Gabionen können Sie sowohl eckige als auch runde Beete sowie solche in geschwungener Form bauen.

Gabionen zusammenbauen

Die Drahtgitterkörbe bekommen Sie als fertige Bausätze in jedem Baumarkt. Der Zusammenbau ist ganz einfach: Sie verbinden einfach immer zwei zugehörige Teile mit einer mitgelieferten Spirale, die Sie den Außenkanten der Teile in Uhrzeigerrichtung eindrehen. Gabionen bestehen immer aus einem inneren und einem äußeren Korb, was vor allem der Stabilisierung dient. Und so bauen Sie ein Hochbeet aus Gabionen:

Standort auswählen und Untergrund befestigen

Zunächst einmal benötigen Sie einen geeigneten Standort für Ihr Gabionen-Hochbeet. Wählen Sie einen sonnigen und geschützten Platz aus, wobei der Untergrund fest und eben sowie nicht von dicken Baumwurzeln durchzogen sein sollte. Tragen Sie die Grasnarbe ab und entfernen Sie sorgfältig größere Steine und Unkräuter. Heben Sie nun eine etwa zehn Zentimeter tiefe Grube aus und ebnen Sie den Boden gründlich ein. Legen Sie ein Nagergitter sowie gegebenenfalls ein Unkrautvlies aus.

Drahtgitter zusammenbauen und stabilisieren

Fügen Sie nun die Drahtgitter wie beschrieben zusammen. Stabilisieren Sie den inneren Korb mit Stahlankern oder anderen Distanzhaltern. Verbinden Sie schließlich den inneren und äußeren Korb auf dieselbe Weise. Bei einem rechteckigen Hochbeet sorgen lange Pflöcke oder Stäbe, die Sie von der Innenseite her in die vier Ecken des Beetes in die Erde treiben, für zusätzliche Standfestigkeit.

Hochbeet befüllen

Verkleiden Sie die Wände des inneren Korbes mit Vlies oder, wenn es günstiger sein soll, mit Kokosmatten. Auch das Verkleiden mit einer Folie ist möglich, aber im Grunde nicht notwendig – schließlich muss das Material nicht vor Feuchtigkeit, sondern lediglich die Füllung des Hochbeetes vor dem Herausfallen geschützt werden. Nun können Sie die Drahtkörbe selbst befüllen: Dazu eignen sich Feld- oder andere Natursteine (besonders hübsch sehen runde Steine aus), aber auch Kiesel, größere Holzstücke (beispielsweise zersägte Stücke von Stämmen oder dickeren Ästen), Glasbrocken, Bauschutt oder alte Ziegel. Anschließend lässt sich das Hochbeet selbst befüllen, entweder nur mit Erde oder aber in der klassischen Schichtung:

  • Kaninchendraht als Schutz vor Wühlmäusen
  • Grob zerkleinerte Äste, Reisig und Gartenhäckselgut als Drainage
  • Anfangs ausgehobene und umgedrehte Grassoden und Muttererde
  • Mischung aus grob zersetztem Kompost, Stroh und Laub
  • Pflanzerde (beispielsweise Mischung aus Mutterboden und Feinkompost)

Achten Sie darauf, dass die einzelnen Schichten jeweils nicht zu dick ausfallen – sie kompostieren leichter, wenn Sie sie jeweils locker und dünn im Hochbeet ausstreuen.

Gabionen mit Erde befüllen

Übrigens müssen Sie die Gabionen nicht mit Steinen o. ä. füllen – stattdessen füllen Sie einfach Erde hinein und gewinnen so eine zusätzliche Pflanzfläche, die sich wunderbar für Kräuter etc. nutzen lässt. Damit das Substrat nicht herausfällt, können Sie die Seitenteile von außen beispielsweise mit Reetmatten verkleiden. Das sieht nicht nur optisch ansprechend aus, sondern ist auch recht günstig in der Anschaffung. Reetmatten bekommen Sie als individuell zuschneidbare Meterware in vielen Baumärkten. In den Schilfhalmen nisten außerdem gerne kleine Wildbiene, die hier einen geeigneten Lebensraum finden.

Tipps

Statt Gabionen lassen sich auch (alte) Drahtkörbe prima als Mini-Hochbeete nutzen. Um das Substrat am Herausfallen zu hindern, umhüllen Sie die Körbe einfach mit Kokosmatten und / oder Reetmatten.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: ThomBal/Shutterstock

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