Weltweit gibt es über 2.500 Arten der Hahnenfußgewächse

Hahnenfuß ist nicht nur die hierzulande auch als Butterblume bekannte gelbe Wiesenblume. Unter dem Begriff wird eine ganze Gattung von Blütenpflanzen zusammengefasst, die sich zum Teil stark unterscheiden. Wissenswertes zu den Hahnenfußgewächsen, die fast überall auf der Welt vorkommen.

Hahnenfußgewächse Sorten
Auch die Clematis gehört zu den Hahnenfußgewächsen

Wie viele Arten von Hahnenfußgewächsen gibt es weltweit?

Die Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) umfasst eine große Anzahl an Gattungen, die wiederum in vielen verschiedenen Sorten vorkommen.

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Die Zahl der Gattungen beläuft sich auf 60, die sich auf ungefähr 2.500 Arten verteilen. Darunter sind neben der Wiesenpflanze Hahnenfuß oder Butterblume zahlreiche Blumen vertreten, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben.

Bekannte Arten der Hahnenfußgewächse sind:

  • Hahnenfuß (Butterblume)
  • Clematis (Waldrebe)
  • Akelei
  • Küchenschelle
  • Eisenhut
  • Windröschen
  • Anemone
  • Rittersporn

Vorkommen von Hahnenfußgewächsen

Fast alle Hahnenfußgewächse zeichnen sich durch ihre Robustheit aus. Sie kommen deshalb weltweit vor. Nur in der Antarktis ist Hahnenfuß nicht vertreten. Die meisten Arten sind auf der nördlichen Erdhalbkugel heimisch.

In Deutschland kommen folgende Arten des Hahnenfußes vor:

  • Scharfer Hahnenfuß
  • Brennender Hahnenfuß
  • Knollen-Hahnenfuß
  • Gift-Hahnenfuß
  • Kriechender Hahnenfuß
  • Sumpfdotterblume
  • Gold-Hahnenfuß
  • Ackerhahnenfuß

Standortansprüche von Hahnenfußgewächsen

Die meisten in Mitteleuropa vorkommenden Hahnenfußgewächse benötigen einen leicht feuchten Standort. Einige wie die Butterblume vertragen sogar Staunässe kurzzeitig.

Hahnenfußgewächse kommen mit sonnigen Lagen ebenso gut zurecht wie an halbschattigen und schattigen Standorten.

Für Tiere sind alle Hahnenfußgewächse giftig

Alle Hahnenfußgewächse enthalten Protoanemonin, das sehr scharf schmeckt. Für Tiere sind alle Hahnenfußarten giftig. Die meisten enthalten so viele Giftstoffe, dass auch Menschen sich daran vergiften können.

Die Mehrzahl der Arten enthält giftigen Pflanzensaft, der bei Abbrechen der Blumen austritt. Schon der Kontakt mit bloßer Haut kann bei empfindlichen Menschen entzündliche Reaktionen hervorrufen. Die Blumen sollten deshalb nicht mit bloßen Händen gepflückt werden. Das gilt vor allem für Kinder.

Das Gift baut sich ab, wenn die Pflanze getrocknet wird. Deshalb ist es nicht weiter schlimm, wenn Hahnenklee im Heu für Tiere enthalten ist.

Tipps

Bei den meisten Vertretern der Hahnenfußgewächse handelt es sich um krautige Pflanzen, die sich in Farbe und Form der Blüten und Blätter unterscheiden. Die Clematis stellt als Kletterpflanze eine Ausnahme dar.

Text: Sigrid Hestermann

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