Merkmale der Hahnenfußgewächse

Hahnenfußgewächse sind auf der ganzen Welt vertreten. Nur in der Antarktis gibt es keine Vorkommen. Die Familie dieser Gewächse umfasst eine ganze Reihe von Arten, die sich hinsichtlich Größe, Blütenfarbe und anderen Besonderheiten unterscheiden. Es gibt einige Merkmale, die auf die meisten Vertreter dieser Gattung zutreffen.

Hahnenfußgewächse Eigenschaften
Auch der Eisenhut gehört zu den Hahnenfußgewächsen

Welche Merkmale weisen Hahnenfußgewächse auf?

So unterschiedlich die vielen Arten der Familie auch aussehen, es gibt einige Merkmale, die zumindest auf viele Arten zutreffen. Das betrifft vor allem:

  • Vorkommen
  • Pflanzen-Besonderheiten
  • Blüten
  • Blätter
  • Früchte
  • Inhaltsstoffe

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Vorkommen und Besonderheiten von Hahnenfußgewächsen

Vor allem auf der nördlichen Erdhalbkugel gibt es zahlreiche Arten der Hahnenfußgewächse.

Die meisten Vertreter sind mehrjährig, es gibt jedoch auch einjährige Arten. Meist handelt es sich um krautige Pflanzen, eine Ausnahme ist die Kletterpflanze Clematis.

Blüten und Blätter

Hahnenfußgewächse sind Bedecktsamer und fast immer zwittrig. Häufig trägt die Pflanze nur einen Blütenkreis. Einige Arten entwickeln Blüten mit Nektarblättern, die Nektar absondern. Farbe und Form der Blüten variieren stark. Auch die Anzahl der Blütenblätter ist sehr unterschiedlich. Meist sind mehr als 20 Staubblätter vorhanden.

Die Zahl der Blütenblätter reicht von vier Blütenhüllblättern, wie sie bei der Clematis vorkommen, bis zu einer Vielzahl von Hüllblättern, wie zum Beispiel beim Scharbockskraut. Die Blüten von Hahnenfuß oder Butterblume zeigen fünf Blütenblätter, die gelb und glänzend aussehen.

Die Blätter sind zwei- oder dreilappig. Sie sind gekerbt oder gefiedert. Ihren Namen verdanken Hahnenfußgewächse der Blattform, die an den Fuß eines Hahnes erinnert.

Früchte der Hahnenfussgewächse

Sehr häufig tragen die Vertreter der Hahnenfussgewächse Balgfrüchte oder Sammelbalgfrüchte. Nur wenige Arten entwickeln Nüsschen als Frucht.

Inhaltsstoffe

Eine Besonderheit der Ranunculaceae besteht darin, dass bei sehr vielen Vertretern der Familie hormonell wirkende Inhaltsstoffe festgestellt werden konnten.

Hahnenfussgewächse spielten früher in der Naturheilkunde eine große Rolle. Auch heute noch zählen Arten wie Eisenhut, Clematis, Nieswurz und Anemone zu den Heilpflanzen. Der auf Wiesen wachsende Hahnenfuß oder Butterblume wird allerdings nur in der Homöopathie verwendet.

Tipps

Alle Arten aus der Familie der Hahnenfußgewächse sind giftig. Sie enthalten Protoanemonin, das für Menschen und Tiere unverträglich ist. Werden Hahnenfußgewächse getrocknet, baut sich das Gift ab.

Text: Sigrid Hestermann

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