Ranunkel: Giftig – also Vorsicht!

Charme versprühende Farben und Formen - schlichtweg eindrucksvolle Blüten, die die Ranunkeln zieren und sie zu etwas Besonderem machen. Doch das zarte äußere Erscheinungsbild trügt. Diese harmlos anmutenden Gewächse sind giftig.

Ranunkel Gift
Die schöne Ranunkel ist leider giftig - aber vor allem, wenn man sie isst

Alle Arten sind giftig – typische Vergiftungserscheinungen

Alle Ranunkelarten sind giftig. Sowohl die Blätter als auch die Blüten und die Knolle enthalten Toxine, die im Körper Schaden anrichten können. Lassen Sie sich daher vom Antlitz, das an das von Rosen erinnert, nicht in die Irre führen!

Wer einige Blätter, Blüten oder einen Teil der Knolle gegessen hat, muss unter Umständen mit Vergiftungssymptomen rechnen. Der Körper versucht sich den Giftstoffen zu entledigen und sich selbst zu helfen. Folgende Symptome können auftreten:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • verstärkter Speichelfluss
  • Magen-Darm-Krämpfe
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Schwitzen
  • Ohnmacht
  • Blutungen

Empfindliche Haut? Dann lieber Handschuhe tragen!

Wer eine sensible und zu Ekzemen neigende Haut hat, sollte beim Schneiden der Ranunkel vorsichtshalber Handschuhe tragen. Die Pflanzenteile und insbesondere der Pflanzensaft können zu Reizungen und Ausschlägen der Haut führen.

Auch eine Heilpflanze

Vergessen wird oftmals, dass Ranunkeln nicht nur schöne Giftpflanzen, sondern auch Heilpflanzen sind. Doch das soll kein Appell sein, die Pflanze zu beernten und in den heimischen vier Wänden in Selbstregie heilkundlich zu verwenden. Das gehört in die Hände von Fachleuten! Nur so viel: Im getrockneten und aufbereitetem Zustand kann die Ranunkel bei Rheuma, Arthritis und Hautkrankheiten helfen.

Tipps

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich an der Ranunkel vergiften, ist relativ gering. Jedoch besteht eine erhöhte Gefahr für Haustiere wie Katzen und Hunde. Stellen Sie das Gewächs daher am besten außerhalb deren Reichweite!

Text: Anika Gütt

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