Ranunkel überwintern
In milden Regionen kann die Ranunkel draußen überwintert werden

Ranunkel – bedingt winterhart

Es ist Herbst. Nicht nur die Saison der meisten Obstpflanzen, sondern auch die Saison der Ranunkeln ist nun vorüber. Um auch im nächsten Jahr wieder Freude an den Ranunkeln zu haben, sollten Sie über ihre Winterhärte Bescheid wissen!

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Die meisten Sorten sind nicht frostsicher

Auch wenn es so manch ein Händler probagiert: Ranunkeln sind hierzulande nicht ausreichend frosthart. Die meisten Sorten vertragen keinen Frost bzw. nur wenige Grade unter 0. Einige wenige Exemplare sind immerhin noch bis circa -10 °C frosthart. Die Verträglichkeit dieser Minimaltemperaturen sollte man jedoch nicht auf die Probe stellen. Schnell sind die Knollen erfroren und die Pflanzen hinüber…

In milden Regionen draußen überwintern

Sie leben in einer klimatisch milden Region wie beispielsweise in Rheinland-Pfalz, im Saarland oder der Bodenseeregion? Oder Sie vertrauen auf Bauernregeln und der bevorstehende Winter soll garantiert mild verlaufen? Dann können Sie die Ranunkeln draußen überwintern.

Damit die etwa 5 cm tief liegenden Knollen im Winter etwas geschützt sind, empfiehlt es sich, sie mit einer wärmenden Schicht zu bedecken. Gut geeignet sind hierfür Reisig, Kompost oder Vlies. Legen Sie das Material großzügig über den Bereich der Knollen.

Gefährdete Exemplare, die eines Schutzes bedürfen

Nicht alle Ranunkeln müssen überwintert werden. Vor allem junge Pflanzen, frisch gesäte Ranunkeln, Ranunkeln, die in rauen Lagen stehen und jene Exemplare, die im Topf, Kasten oder Kübel draußen auf dem Balkon oder der Terrasse stehen, sollte man überwintern.

Die Zwiebeln ausgraben und überwintern

Neben der Möglichkeit, die Knollen draußen abzudecken, können Sie die Überwinterung Indoor vollziehen. So geht’s:

  • im Spätherbst
  • Knolle aus der Erde holen
  • von Erde und vertrockneten Pflanzenteilen befreien
  • 1 bis 2 Tage zum Antrocknen hinlegen
  • an einem frostfreien Ort überwintern

Das Überwinterungsquartier sollte nicht nur frostfrei sein. Wichtig ist darüber hinaus, dass es kühl (6 bis 8 °C sind optimal), dunkel, trocken und luftig ist. Gut geeignet sind Keller. Legen Sie die Knollen beispielsweise in eine Holzkiste, einen Topf mit Erde oder schlagen Sie sie in Papier ein und legen Sie sie in eine Schale.

Das richtige Timing

Wenn die Blätter und Blüten abgeworfen sind, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Knollen zum Überwintern auszugraben. Das ist in der Regel gegen Mittte/Ende Oktober der Fall.

Die Überwinterung endet im Frühjahr etwa im März. Die Zwiebeln werden circa 5 Stunden lang in kaltes Wasser gelegt. Anschließend werden sie 5 cm tief in Erde gesetzt. Ab Ende April können die Pflanzen wieder ins Freiland gepflanzt werden.

Tipps

Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Knollen zum Überwintern auszugraben, nutzen Sie gleich die Gelegenheit zum Vermehren! Entfernen Sie die Brutzwiebeln, die an der Wurzelknolle gebildet wurden! Im Frühjahr können Sie sie einpflanzen.

Text: Anika Gütt

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