Geranie

Geranien und Wasser: Wie viel benötigen sie wirklich?

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Geranien zeigen Wassermangel nicht sofort an, dennoch ist regelmäßiges Gießen für üppiges Wachstum und reiche Blütenpracht unerlässlich. Dieser Artikel erläutert die verschiedenen Methoden zur Feststellung des Wasserbedarfs, die richtige Gießtechnik und -menge sowie die Vermeidung von Staunässe.

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Geranien sind sehr durstige Blumen

Erkennen des Wasserbedarfs bei Geranien

Anders als viele andere Sommerblumen zeigen Geranien nicht sofort Anzeichen von Wassermangel. Ihre Herkunft aus den südafrikanischen Steppen hat sie an Trockenperioden angepasst, sodass sie Feuchtigkeit in ihren Stängeln und Blättern speichern können. Trotz ihrer Robustheit wird ein Wasserdefizit die Blütenbildung und das allgemeine Wachstum beeinträchtigen. Hier erfahren Sie, wie Sie den Wasserbedarf Ihrer Geranien erkennen:

  • Fingerprobe: Stecken Sie Ihren Finger einige Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken und warm an, ist es Zeit zu gießen.
  • Erdbeschaffenheit: Ist die Erde kühl und feucht, benötigen die Pflanzen kein Wasser.
  • Topfrand: Löst sich die Erde vom Topfrand, wurde der optimale Zeitpunkt zum Gießen verpasst.
  • Gewicht des Pflanzgefäßes: Heben Sie das Gefäß an. Fühlt es sich leicht an, ist die Erde trocken und die Geranien benötigen Wasser.

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Besonders nach Regenfällen und an heißen Tagen sollten Sie die Feuchtigkeit der Erde kontrollieren. Dichtes Laub kann verhindern, dass genügend Wasser die Wurzeln erreicht.

Optimale Gießzeiten für Geranien

Die besten Zeiten zum Gießen von Geranien sind der Morgen und der frühe Abend. In diesen Zeiten ist die Verdunstung geringer, sodass die Pflanzen das Wasser besser aufnehmen können. Vermeiden Sie das Gießen am späten Abend, da die Blätter über Nacht abtrocknen sollten, um Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Richtige Gießtechnik für Geranien

Eine optimale Gießtechnik sorgt dafür, dass Ihre Geranien gesund bleiben und kräftig blühen:

  • Gießkanne ohne Brausekopf: Dies ermöglicht, das Wasser sanft auf die Erde zwischen den Pflanzen zu gießen, ohne das Laub zu benetzen.
  • Umgebungswarmes Wasser: Wasser sollte die Umgebungstemperatur haben, damit die Pflanzen keinen Kälteschock erleiden.
  • Wasser direkt auf die Erde: Gießen Sie so, dass Blätter und Blüten trocken bleiben, um Krankheiten und Verbrennungen zu vermeiden.

Gießmenge und Häufigkeit

Die optimale Gießmenge variiert je nach Pflanzgefäßgröße, Temperatur und Sonneneinstrahlung. Pro Gießvorgang wird etwa zehn Prozent des Topfvolumens empfohlen. An besonders heißen Sommertagen kann es notwendig sein, morgens und abends zu gießen. Die Erde sollte durchfeuchtet, jedoch nicht durchnässt sein. Lassen Sie die Erde zwischen den Gießvorgängen leicht antrocknen, um Staunässe zu verhindern.

Vermeidung von Staunässe

Staunässe kann zu Wurzelfäule führen und ist schädlich für Geranien. Folgende Maßnahmen helfen, Staunässe zu vermeiden:

  • Drainage: Verwenden Sie Pflanzgefäße mit Abflusslöchern.
  • Drainageschicht: Legen Sie eine Schicht aus Kies oder Tonscherben am Boden des Pflanzgefäßes an.
  • Gießverhalten: Gießen Sie nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Prüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit der Erde.
  • Staunässe beheben: Entfernen Sie sofort stehendes Wasser aus dem Untersetzer.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Gesundheit Ihrer Geranien zu erhalten.

Bewässerungssysteme

Bewässerungssysteme können das Gießen erleichtern:

  • Gefäße mit Wasserspeicher: Diese versorgen die Pflanzen bedarfsgerecht mit Feuchtigkeit.
  • Automatische Bewässerungssysteme: Diese geben das Wasser automatisch ab und eignen sich besonders bei längerer Abwesenheit.
  • DIY-Lösungen: Umfunktionierte PET-Flaschen können als einfache Bewässerungssysteme dienen.

Diese Systeme helfen, die Wasserversorgung Ihrer Geranien sicherzustellen und erleichtern die Pflege bei Abwesenheit.

Gießen und Düngen kombinieren

Geranien sind Starkzehrer und benötigen neben Wasser auch regelmäßige Düngergaben. Beim Flüssigdüngen werden wöchentlich oder alle 14 Tage spezielle Geraniendünger dem Gießwasser beigemischt.

Bilder: PHILIPIMAGE / Shutterstock