Hängegeranien leicht selbst vermehren

Die auch als Efeupelargonien bezeichneten Hängegeranien lieben Sonne, Wärme und nährstoffreiche Erde. Sie sollten im Sommer wöchentlich mit einem Spezialdünger für Blütenpflanzen versorgt werden, damit sie bis zum ersten Frost blühen. In frostgefährdeten Gegenden sollten die empfindlichen Pflanzen im kühlen Gewächshaus oder Wintergarten überwintern. Hängegeranien lassen sich zudem leicht vermehren.

Hängegeranien Stecklinge
Hängegeranien lassen sich am einfachsten über Stecklinge vermehren

Vermehrung durch Stecklinge

Hängepelargonien – wie die nicht mit den Storchschnäbeln zu verwechselnden Geranien eigentlich richtig heißen – werden im Spätsommer / Frühherbst über Stecklinge vermehrt. Der Grund hierfür liegt in der Beschaffenheit der zu diesem Zeitpunkt bereits halbreifen Triebe – sind diese nämlich zu weich und noch grün, verschimmeln sie schnell und der Vermehrungsversuch schlägt fehl. Schneiden Sie also im August / September

  • etwa 10 Zentimeter lange, nicht blühende Triebe.
  • Entfernen Sie die unteren Blätter direkt an der Blattachsel
  • und belassen Sie lediglich die obersten Blätter am Steckling.
  • Nun lassen Sie die frisch getrockneten Triebe für zwei Stunden trocknen.
  • Pflanzen Sie nun die Stecklinge in eine Mischung aus Kompost- und Blumenerde,
  • wobei Sie auch mehrere Triebe in einen Topf setzen können.
  • Dabei dürfen sich die Stecklinge jedoch nicht berühren.
  • Bewässern Sie die frisch gepflanzten Stecklinge gründlich
  • und stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte darüber.

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Die Jungpflanzen können einzeln eingetopft werden, sobald sich neue Blätter zeigen. Anschließend werden die jungen Hängegeranien kühl überwintert.

Vermehrung durch Aussaat

Relativ simpel ist auch das Ziehen der Hängegeranien aus Samen, die Sie entweder selbst gesammelt oder gekauft haben. Dabei ist ein Vorziehen bereits ab Januar möglich, sollte aber spätestens im Februar erfolgen.

  • Füllen Sie das Anzuchtgefäß mit Anzucht- oder Blumenerde.
  • Pflanzen Sie die Geraniensamen dort hinein,
  • bedecken Sie sie aber nur dünn mit dem Substrat.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht
  • und stellen Sie das Pflanzgefäß in ein Zimmergewächshaus.
  • Alternativ können Sie auch eine durchsichtige Plastiktüte darüber stülpen.
  • Die Pflänzchen werden vereinzelt, sobald sich die ersten Blättchen zeigen.
  • Stellen Sie sie an einen hellen und nicht zu warmen Platz.
  • Beginnen Sie ab Ende April / Anfang Mai mit der Abhärtung der Jungpflanzen.
  • Stellen Sie sie tagsüber auf den Balkon und holen Sie sie nachts herein.

Nach den Eisheiligen können Sie die jungen Hängegeranien schließlich an ihren endgültigen Standort versetzen.

Tipps

Ältere Hängegeranien ab einem Alter von etwa vier bis fünf Jahren lassen sich übrigens auch durch eine Teilung vermehren.

Text: Ines Jachomowski

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