Geranie

Geranien selber ziehen: So gelingt die einfache Vermehrung

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Geranien aus Samen selbst zu ziehen, ist ein lohnender Prozess, der von der Aussaat bis zur Blütenpracht Freude bereitet. Dieser Artikel führt Sie Schritt für Schritt durch alle Phasen der Anzucht und Pflege.

Nach dem Wurzeln werden die Jungpflanzen in größere Gefäße gepflanzt

Geraniensamen ernten

Um Geraniensamen selber zu ernten, benötigen Sie Geduld und den richtigen Zeitpunkt. Nach der Blütezeit, die von Mai bis Oktober reicht, beginnen die Geranien, Samen zu bilden. Diese reifen in der Regel im Herbst, wenn die Blütenstände nicht abgeschnitten wurden.

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Erntezeitpunkt erkennen

Die Samen sind erntereif, wenn die Samenkapseln trocken und braun sind. Eine aufgesprungene Samenhülle signalisiert, dass die Samen bereit zur Ernte sind.

Samen ernten

Schneiden Sie die trockenen Samenstände vorsichtig ab und zerreiben Sie diese über einer Schale mit den Fingern, um die Samen aufzufangen. Verwenden Sie ein engmaschiges Sieb, um die Samen von den Fruchtschalen zu trennen.

Aufbewahrung

Bewahren Sie die Samen in einem dunklen, luftdichten Glas an einem kühlen Ort auf, um sie bis zur nächsten Aussaat vital und geschützt zu halten.

Geraniensamen kaufen

Sollten Sie keine eigenen Geranienpflanzen besitzen oder eine spezielle Sorte bevorzugen, können Sie Geraniensamen im Fachhandel oder online erwerben. Der Kauf bietet Ihnen die Gewissheit, sortenreine Samen zu erhalten.

Beachten Sie, dass Geranien auch unter ihrem botanischen Namen Pelargonium bekannt sind. Es ist ratsam, die Samen frühzeitig, etwa im Herbst oder Winter, zu bestellen, um rechtzeitig mit der Aussaat im Januar oder Februar beginnen zu können, damit die Pflanzen optimal auf die Freilandsaison vorbereitet sind.

Aussaat von Geraniensamen

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat liegt in den Monaten Januar bis Februar. Verwenden Sie dafür spezielle Anzuchterde, die nährstoffarm ist und eine feine Struktur aufweist. Diese erleichtert den Keimlingen den Start erheblich.

Geranien sind Lichtkeimer

Geraniensamen benötigen Licht zum Keimen. Legen Sie die Samen auf die Anzuchterde und bedecken Sie diese nur dünn mit Substrat.

Die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Stellen Sie die Aussaatgefäße an einen hellen und warmen Ort mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, können Sie die Töpfe mit transparenter Folie abdecken oder ein Zimmergewächshaus (9,00€ bei Amazon*) nutzen. Vergessen Sie nicht, die Abdeckung täglich zu lüften.

Gießen der Geraniensamen

Halten Sie das Substrat stets leicht feucht, aber nicht nass. Ein Zerstäuber hilft, die Feuchtigkeit zu regulieren.

Keimung der Geraniensamen

Geraniensamen keimen innerhalb von 10 bis 20 Tagen. Es ist wichtig, konstant eine Temperatur von 20 bis 25 Grad Celsius beizubehalten. Sobald die Keimlinge eine gewisse Größe erreicht haben, entfernen Sie die Folienabdeckung und pflegen die Pflanzen weiter an einem hellen, aber kühleren Ort bei etwa 18 bis 20 Grad Celsius, um die Bildung von Geiltrieben zu vermeiden.

Umtopfen der Geranien-Sprösslinge

Etwa vier Wochen nach der Keimung müssen die Geranien-Sprösslinge umgetopft werden, da sie nun nährstoffreichere Erde benötigen.

Vorbereitung

Bereiten Sie ausreichend große Pflanzgefäße und nährstoffreiche, gut durchlässige Blumenerde vor.

Vorsichtiges Pikieren

Entnehmen Sie die Keimlinge aus der Anzuchtschale und trennen Sie diese vorsichtig, um die feinen Wurzeln nicht zu beschädigen. Setzen Sie die Keimlinge in die vorbereiteten Töpfe und bedecken Sie die Wurzeln sorgfältig mit Erde.

Pflege nach dem Umtopfen

Gießen Sie die umgetopften Sprösslinge behutsam an und halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Ort und beginnen Sie nach etwa sechs Wochen mit einer milden Düngung.

Abhärtung der Geranienpflanzen

Bevor die Geranien ins Freie gesetzt werden, sollten sie schrittweise an die Außenbedingungen gewöhnt werden. Stellen Sie die Pflanzen täglich für einige Stunden nach draußen und erhöhen Sie die Aufenthaltsdauer allmählich. Achten Sie darauf, die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Wind zu schützen.

Auspflanzen der Geranienpflanzen

Nach den Eisheiligen im Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, können die Geranien ins Freie gepflanzt werden.

Bodenvorbereitung

Lockern Sie den Boden gründlich auf und verbessern Sie die Durchlässigkeit durch die Zugabe von Kompost oder Sand.

Pflanzung

Setzen Sie die Pflanzen so in den Boden, dass der Wurzelballen bedeckt ist, der Wurzelhals jedoch sichtbar bleibt. Halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein.

Angießen

Gießen Sie die frisch gepflanzten Geranien großzügig an und halten Sie die Erde in den folgenden Wochen stets leicht feucht, um eine gute Wurzelbildung zu fördern.

Pflege der Geranienpflanzen

Geranien benötigen regelmäßiges Gießen, die richtige Düngung und das Entfernen verwelkter Blüten, um ihre Blühfreudigkeit zu erhalten.

Gießen

Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig und durchdringend, aber vermeiden Sie Staunässe. Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes Regenwasser oder normales Leitungswasser.

Düngen

Während der Wachstumsperiode von Frühling bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung alle zwei Wochen mit einem geeigneten Flüssigdünger ratsam. Alternativ können Sie Langzeitdünger verwenden, der die Pflanzen konstant mit Nährstoffen versorgt.

Verwelkte Blüten entfernen

Regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten fördert die Bildung neuer Blüten. Einige hängende Geranien-Sorten stoßen verwelkte Blüten eigenständig ab.

Standort und Überwinterung

Stellen Sie die Geranien an einen sonnigen Standort. Während der Überwinterung benötigen die Pflanzen wenig Wasser; gießen Sie sparsam und setzen Sie die Düngergaben aus.

Mit diesen Pflegetipps werden Ihre Geranien prächtig blühen und vital bleiben.

Bilder: Frank Kirkegaard Hansen / iStockphoto