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Geranien richtig umtopfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Geranien erfreuen sich großer Beliebtheit, doch um ihre Blütenpracht zu erhalten, ist regelmäßiges Umtopfen unerlässlich. Dieser Ratgeber bietet Ihnen eine umfassende Anleitung zum Umtopfen von Geranien, von der Wahl des richtigen Zeitpunkts bis zur optimalen Pflege nach dem Umsetzen.

Pelargonien umtopfen
Die Geranie braucht viel Platz zum Wachsen

Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen

Damit sich Ihre Geranien optimal entwickeln und üppig blühen, ist das Umtopfen ein entscheidender Faktor. Der ideale Zeitpunkt hierfür liegt im Frühling, genauer gesagt zwischen Mitte März und Mitte Mai. In dieser Phase ist das Wachstum der Pflanzen besonders aktiv, was durch den Wechsel in ein neues Substrat zusätzlich gefördert wird. Wer sich am Mondkalender orientiert, kann die Wurzelbildung und das Anwachsen der Geranien weiter begünstigen. Wählen Sie zum Umtopfen im Frühling eine Phase des zunehmenden Mondes, um sicherzustellen, dass Ihre Pflanzen bestmöglich vom Umsetzen profitieren und Sie im Sommer mit einer reichen Blütenpracht belohnen.

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Anzeichen dafür, dass Geranien umgetopft werden müssen

Mehrere Indizien deuten darauf hin, dass es an der Zeit ist, Ihre Geranien umzutopfen:

  • Durchwurzelung: Ein stark durchwurzelter Topf ist eines der deutlichsten Anzeichen. Wenn der Wurzelballen den gesamten Topf ausfüllt und Wurzeln aus den Abflusslöchern herauswachsen, bietet der aktuelle Topf nicht mehr genügend Raum.
  • Substratqualität: Auch die Verschlechterung der Substratqualität ist ein Indikator. Alte und verdichtete Erde kann Wasser und Nährstoffe schlechter speichern und leiten, was das Wachstum und die Blüte beeinträchtigt.
  • Wachstumsstagnation: Zeigt Ihre Geranie eine deutlich verringerte Wachstumsrate oder eine abnehmende Blütenproduktion? Dies kann darauf hindeuten, dass die Nährstoffversorgung nicht mehr optimal ist und die Wurzeln mehr Raum benötigen.
  • Krankheitsanzeichen: Sollten die Blätter Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten wie Gelbfärbung, Flecken oder Schädigung durch Geranienrost aufweisen, kann dies bedeuten, dass die Pflanzen durch Stress anfälliger sind. Ein Umtopfen in frische Erde kann ihnen neue Kraft schenken.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen von Geranien

1. Vorbereitung: Wählen Sie einen neuen Topf, der etwa zwei- bis dreimal so groß ist wie der aktuelle, um ausreichend Platz für das Wurzelwachstum zu bieten. Achten Sie darauf, dass der Topf über Drainagelöcher verfügt, um Staunässe zu vermeiden. Bereiten Sie frisches, gut durchlässiges Substrat vor, idealerweise eine hochwertige Blumenerde, die für eine optimale Nährstoffversorgung sorgt.

2. Entnahme aus dem Topf: Lösen Sie die Geranie vorsichtig aus ihrem alten Topf. Klopfen Sie dazu sanft auf den Topfboden und halten Sie gleichzeitig den Wurzelballen fest, um ihn zu schützen.

3. Wurzelkontrolle und -vorbereitung: Untersuchen Sie den Wurzelballen auf Schäden oder Krankheitsanzeichen. Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Wurzelteile mit einer sauberen Schere. Ein leichtes Zurückschneiden gesunder Wurzeln kann das Wachstum neuer Wurzeln fördern.

4. Umtopfen: Füllen Sie den Boden des neuen Topfes mit einer Schicht frischer Erde. Setzen Sie die Geranie mittig ein und füllen Sie den Topf mit weiterer Erde auf, bis der Wurzelballen vollständig bedeckt ist. Drücken Sie die Erde leicht an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.

5. Wässern: Gießen Sie die umgetopfte Geranie gründlich, bis Wasser aus den Drainagelöchern austritt. Dies sorgt für eine gute Anfeuchtung des Substrats und hilft der Pflanze, sich im neuen Topf einzuleben.

6. Nachsorge und Standort: Stellen Sie die Geranie an einen hellen Ort ohne direkte Mittagssonne. Eine Balance aus Licht und mäßiger Feuchtigkeit fördert ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte.

Die Beachtung dieser Schritte führt zu einem erfolgreichen Umtopfen Ihrer Geranien und trägt zu einem kräftigen Wachstum und üppiger Blütenbildung bei.

Pflege nach dem Umtopfen

  • Gießen: Nach dem Umtopfen ist eine durchdringende Wässerung wichtig, damit sich das Substrat setzt und die Pflanzen stabilisieren können. Anschließend gießen Sie nur bei Bedarf, um Staunässe und Austrocknen zu vermeiden. Beobachten Sie die Feuchtigkeit des Substrats und passen Sie die Wassergaben entsprechend an.
  • Düngen: Beginnen Sie mit der Düngung etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Umtopfen, da frisches Substrat in der Regel ausreichend Nährstoffe enthält. Verwenden Sie einen auf die Bedürfnisse von Blühpflanzen abgestimmten Dünger, um ein optimales Wachstum und Blütenbildung zu unterstützen.
  • Ausputzen: Regelmäßiges Entfernen von verblühten Blüten und abgestorbenen Blättern fördert nicht nur ein ästhetisches Erscheinungsbild, sondern auch die Energieverteilung für neues Wachstum und Blütenbildung.

Rückschnitt beim Umtopfen

Ein wohlüberlegter Rückschnitt spielt beim Umtopfen eine wichtige Rolle für die Gesundheit und das Wachstum Ihrer Geranien. Halten Sie sich an die folgenden Richtlinien, um Ihre Pflanzen optimal zu fördern:

  • Triebe kürzen: Verkürzen Sie alle Triebe auf eine einheitliche Länge von etwa zehn Zentimetern. Dies fördert eine kompakte Wuchsform und die Bildung von Seitentrieben.
  • Blattknoten beachten: Setzen Sie den Schnitt immer einen Fingerbreit über einem Blattknoten an, um das Risiko eines Schädlings- und Krankheitsbefalls zu verringern und die Ausbildung neuer Triebe zu fördern.
  • Triebspitzen entfernen: Entfernen Sie die Triebspitzen, um die Pflanze zur Bildung von mehr Seitentrieben anzuregen, was zu einem buschigeren Wuchs führt.
  • Entfernung von Laub und Blüten: Entfernen Sie den Großteil der Blätter und alle Blüten, um den Verlust von Feuchtigkeit zu reduzieren und das Risiko von Krankheiten und Schädlingsbefall während der Überwinterungsphase und unmittelbar nach dem Umtopfen zu minimieren.

Die Umsetzung dieser Schritte für einen effektiven Rückschnitt beim Umtopfen unterstützt die Gesundheit und das vitale Wachstum Ihrer Geranien.

Vermehrung durch Stecklinge

Für eine erfolgreiche Vermehrung Ihrer Geranien durch Stecklinge folgen Sie diesen Schritten:

  1. Stecklinge vorbereiten: Wählen Sie im Sommer kräftige Triebe und schneiden Sie diese in ca. 10 cm lange Abschnitte. Entfernen Sie die unteren Blätter, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren und gleichzeitig die Wurzelbildung zu fördern. Sämtliche Blütenstiele und Knospen sollten ebenfalls entfernt werden, um die Energie auf die Wurzelentwicklung zu lenken.
  2. Stecklinge bewurzeln: Stecken Sie die vorbereiteten Stecklinge etwa zwei Zentimeter tief in mit Anzuchterde gefüllte Pflanzgefäße. Eine hohe Luftfeuchtigkeit unterstützt die Wurzelbildung, wofür sich der Einsatz einer Folienhaube empfiehlt. Die Erde sollte stets leicht feucht gehalten werden.
  3. Standort: Platzieren Sie die Stecklinge an einem warmen, geschützten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine helle Umgebung fördert das Wachstum ohne dass die jungen Pflanzen verbrennen.
  4. Bewurzelung beobachten: Nach einigen Tagen bis Wochen beginnen sich Wurzeln zu bilden. Überprüfen Sie regelmäßig den Fortschritt und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht.
  5. Einpflanzen: Sobald die Stecklinge kräftig bewurzelt sind, pflanzen Sie sie in einzelne Töpfe mit frischer Blumenerde um. Nun behandeln Sie die jungen Pflanzen wie ausgewachsene Geranien.

Durch das Befolgen dieser Schritte sichern Sie sich eine erfolgreiche Vermehrung Ihrer Geranien und genießen deren Blütenpracht in der nächsten Saison.