Geranien Rückschnitt
Verblühtes sollte regelmäßig rausgeschnitten werden

Geranien richtig schneiden

Die meisten Menschen kultivieren ihre Geranien lediglich eine Saison lang, um sie dann im Herbst wegzuwerfen. Stattdessen können Sie die Pflanzen ohne großen Aufwand überwintern, wofür allerdings ein kräftiges Zurückschneiden notwendig ist - auf diese Weise erhöhen Sie die Überlebenschancen der nicht winterharten Blumen und sorgen überdies dafür, dass sie im Folgejahr umso schöner wieder austreiben. Ein weiterer Rückschnitt ist zudem im Frühjahr notwendig.

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Kräftiger Rückschnitt im Herbst

Der herbstliche Rückschnitt wird noch vor dem ersten Frost, idealerweise etwa Mitte bis Ende Oktober, durchgeführt und fällt recht radikal aus. Es werden nämliche sämtliche Blätter, Blüten und Knospen entfernt, so dass nur das blanke Gerippe übrigbleibt. Auch dieses kürzen Sie schließlich um etwa die Hälfte bis zwei Drittel ein. Der Grund für diesen Kahlschlag liegt darin, dass die Pflanze so im Winter nur wenig Feuchtigkeit verliert, nicht gegossen werden muss und trotzdem nicht vertrocknet. Außerdem minimiert dieser Schnitt die Gefährdung durch Bakterien und Pilze.

Erneuter Rücksschnitt im Frühjahr

Trotz des radikalen herbstlichen Zurückschneidens wird im Frühjahr oft ein zweiter Rückschnitt fällig, bei dem Sie Geiltriebe – dabei handelt es sich um lange, dünne und kraftlose Neuaustriebe – entfernen. Geiltriebe entstehen, wenn die Pflanze, wie im Winter üblich, zu wenig Licht und Nährstoffe erhält. An diesen Trieben können sich keine Blüten entwickeln, außerdem werden sie im Laufe des Sommers verkümmern und ein Einfallstor für Bakterien und andere Krankheitskeime bilden.

Woran Sie tote Triebe erkennen

Außerdem sollten Sie beim Frühjahrsschnitt tote Pflanzenteile entfernen, wobei Sie allerdings mit Bedacht vorgehen sollten. Gerade ältere, verholzte Geranientriebe sehen oftmals tot aus, sind es aber nicht. Damit Sie nicht aus Versehen die falschen Stängel zurückschneiden, sollten Sie im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher gehen und die vermeintlich abgestorbenen Triebe testen:

  • Nehmen Sie den zweifelhaften Trieb zwischen zwei Finger
  • und drücken Sie leicht zu.
  • Lebende Triebe fühlen sich fest an,
  • tote dagegen sind weich, oft auch morsch.
  • Sind Sie sich unsicher, schneiden Sie einfach ein kleines Stück ab.
  • Ist der Trieb innen saftig, so lebt er.
  • Tote Triebe sehen auch von innen vertrocknet aus
  • und sind zumeist innen hohl.

Wurzelschnitt nicht vergessen

Im Zuge des Frühjahrsschnitts werden nicht nur die oberirdischen Triebe, sondern auch das Wurzelwerk kräftig zurückgeschnitten. Entfernen Sie großzügig faserige, dünne Wurzeln sowie faulige und abgestorbene Bereiche. Auch die Haupt- und Stammwurzeln sollten Sie ein Stück zurückschneiden. Diese Maßnahme lichtet und verjüngt den Wurzelstock; sorgt zudem dafür, dass neue Wurzeln kräftig zu Wachstum angeregt werden – umso kräftiger und schöner wachsen schließlich die oberirdischen Pflanzenteile.

Tipps

Neben den beschriebenen Schnittmaßnahmen sollten Sie außerdem regelmäßig Verblühtes herausbrechen bzw. wegschneiden. Auf diese Weise minimieren Sie nicht nur die Gefahr von Krankheiten, sondern sorgen auch dafür, dass die Pflanze ihre Energie in die Ausbildung neuer Blüten investiert.

Text: Ines Jachomowski

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