Geranien überwintern: Hell oder dunkel?

Ob stehend, hängend oder kletternd: Geranien gehören zu den beliebtesten Balkonpflanzen überhaupt. Die pflegeleichten Blumen sind in zahlreichen Farben erhältlich und blühen unermüdlich. Allerdings werden die nicht winterharten Pflanzen im Winter meist entsorgt, dabei lassen sie sich recht unkompliziert überwintern.

Geranien im Winter
Edelgeranien können im Hellen als Zimmerpflanze überwintert werden
  • “Echte” Geranien sind nicht winterhart, der heimische Storchschnabel (Geranium) hingegen schon
  • Geranien sollten im Winter hell und trocken
  • Geranien können auch ohne Erde dunkel, z.B. im Keller, überwintert werden

Sind Geranien winterhart?

So mancher Hobbygärtner ist verwirrt, wenn das Gartencenter “winterharte Geranien” anpreist. Gibt es plötzlich eine neue Sorte der beliebten Balkonblumen, die tatsächlich im Garten bleiben können?

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Leider muss die Antwort auf diese Frage stets “nein” lauten, denn bei den winterharten Geranien handelt es sich um die bei uns heimischen Storchschnäbel, die botanisch als Geranium bezeichnet werden. Bei der Balkonpflanze handelt es sich stattdessen um Pelargonien, die Bezeichnung “Geranie” ist lediglich dem Volksmund zuzuordnen.

Nichtsdestotrotz bleiben wir auch in diesem Artikel beim gewohnten Namen, immerhin hat sich dieser über die Jahrzehnte eingebürgert. Die Geranie stammt ursprünglich aus Südafrika, wo sie an ein warmes und trockenes Klima gewohnt sind. Kein Wunder also, dass die Pflanzen einen typischen deutschen Winter – nass und kalt – nicht überstehen.

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Geranien sind nicht winterhart

Geranien haben den weiten Weg aus Südafrika hierher nicht hinter sich gebracht, um nach nur einer Saison auf dem Kompost zu landen.

Geranienarten in der Übersicht

Allerdings ist Geranie nicht gleich Geranie, denn es gibt eine ganze Reihe verschiedener Arten und noch einen viel größeren Sortenreichtum. Hinsichtlich ihrer Verwendung unterscheiden sich die verschiedenen Formen, auch bedürfen manche während der kalten Jahreszeit mehr Licht und höhere Temperaturen.

SortengruppeLateinischer ArtnameWuchsformWuchshöheBesonderheitenÜberwinterung
Aufrecht stehende GeranienPelargonium zonale (Hybridformen)stehendbis ca. 40 Zentimetergroße Vielfalt an Blütenfarben und -formengut, vorzugsweise dunkel und kühl
Hängegeranien (“Französische Geranien”)Pelargonium peltatumhängendbis 150 Zentimeter lange Triebegroße Vielfalt an Blütenfarben und -formengut, vorzugsweise dunkel und kühl
Kletter-GeranienPelargonium zonale (Hybridformen)kletterndbis ca. 100 Zentimeterbenötigen Kletterhilfe (z. B. Spalier)gut, vorzugsweise dunkel und kühl
DuftgeranienPelargonium odoratastehendbis 40 Zentimeterkleine, zweifarbige und duftende Blüten, “Moskito-Geranien”, halten Mücken und Wespen ferngut, vorzugsweise dunkel und kühl
SchmetterlingsgeranienPelargonium crispumstehendbis 30 Zentimeterüppige, zweifarbige Blütenprachtgrundsätzlich möglich, aber schwierig, werden oft von Pilzkrankheiten befallen
Edelgeranien (“Englische Geranien”)Pelargonium grandiflorumstehendbis 40 Zentimeterbesonders schöne Blüten, vor allem als Zimmerpflanze geeignetgrundsätzlich ja, aber hell und warm
BeetgeranienHybridsorten aus stehenden und hängenden Artenkugelförmig, leicht überhängendbis 40 Zentimetervornehmlich als Bodendecker geeignetgut, vorzugsweise dunkel und kühl

Geranien überwintern – Sinnvoll oder nicht?

Geranien sind jedes Jahr für wenig Geld und in einer riesigen Auswahl in jedem Gartencenter und sogar im Discounter erhältlich. Da stellt sich natürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Überwinterns, schließlich ist dies mit etwas Aufwand verbunden. Tatsächlich gibt es einige sehr gute Gründe dafür, wie das folgende Video eindrücklich zeigt:

Youtube

Wer die Blumen überwintert und nicht jedes Jahr neue Pflanzen für Balkon oder Garten kauft, trägt somit aktiv zum Umweltschutz bei – schließlich müssen dann im Frühjahr nicht erneut weitgereiste Geranien gekauft und eingepflanzt werden, nur um im Herbst wieder auf dem Kompost zu landen. Des Weiteren lassen sich die Pflanzen recht unkompliziert sogar im dunklen Keller lagern und können so viele Jahre lang immer wieder den Balkon oder das Gartenbeet verschönern. Wenn Sie die Geranien zudem ohne Rückschnitt überwintern, werden aus den einst kleinen Pflanzen über die Jahre große, üppige Büsche.

Geranien richtig überwintern

Bis weit in den Herbst hinein zeigen Geranien ihre Blütenpracht, sollten allerdings noch vor dem ersten Frost auf das Winterquartier vorbereitet werden. Das Überwintern der robusten Gewächse ist unkompliziert, denn

  • Geranien brauchen nur wenig Wasser: Feuchtigkeit wird in den fleischigen Stängeln und Blättern gespeichert
  • können erdlos überwintert werden: nach einem kräftigen Rückschnitt überwintern die Pflanzen sogar ganz ohne Erde im dunklen, kühlen Keller
  • lassen sich auch im Blumenkasten (13,19€ bei Amazon*) überwintern: sofern im Pflanzgefäß keine anderen Blumenarten stehen und die Geranien unter sich bleiben

Welche Möglichkeiten Sie zum Überwintern der beliebten Blumen Sie haben und wie diese am besten funktionieren, haben wir in den nun folgenden Abschnitten für Sie zusammengetragen.

Muss man Geranien vor dem Überwintern unbedingt zurückschneiden?

Grundsätzlich können Sie Geranien vor dem Einwintern zurückschneiden – oder es einfach bleiben lassen. Ein Rückschnitt ist vor dem Einräumen ins Winterquartier nicht notwendig, lediglich noch vorhandene Blüten und Blütenknospen sollten Sie besser abknipsen. Diese kosten der Pflanze während der Überwinterung zu viel Kraft. Allerdings dürfen nicht zurückgeschnittene Pflanzen auf keinen Fall an einen dunklen Platz gestellt werden: Sie brauchen aufgrund ihrer Blattmasse Licht und auch mehr Feuchtigkeit. Stellen Sie diese Geranien also an einen

  • kühlen Standort mit fünf bis zehn Grad Celsius Temperatur
  • hellen Platz, beispielsweise direkt hinter ein Fenster in einem nicht beheizten Raum
  • nicht direkt sonnigen Standort, da dieser das Wachstum beeinflusst

Ein Rückschnitt ist nur dann erforderlich, wenn die Pflanzen dunkel überwintern sollen oder müssen. Außerdem hat sich die Methode bei Platzmangel – beispielsweise in einer Mietwohnung, in der auch die Keller oft nicht viel Raum zur Unterbringung bieten – bewährt.

Beste Methode: Schritt für Schritt erläutert

Am einfachsten ist allerdings die im folgenden Abschnitt erläuterte Methode, die sich schon vielfach bewährt hat:

  1. Geranien aus dem Pflanzgefäß austopfen
  2. Dabei möglichst keine Wurzeln beschädigen
  3. und viele Feinwurzeln erhalten – diese sind wichtig für die Wasser- und Nährstoffversorgung
  4. anhaftende Erde entfernen
  5. Geranie mit einer scharfen Gartenschere zurückschneiden
  6. alle Triebe auf eine Länge von etwa zehn Zentimeter einkürzen
  7. pro Seitentrieb sollten zwei bis drei Knospen übrig bleiben
  8. diese sind als verdickte Knoten erkennbar
  9. einen Großteil der Blätter entfernen, da diese anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind
  10. jeweils mehrere Geranien in einen großen Blumenkübel packen
  11. und die Wurzeln locker mit einem Sand-Erde Gemisch bedecken
  12. Kübel an einen dunklen und kühlen Standort stellen
  13. optimal sind fünf bis zehn Grad Celsius

In Bezug auf die Helligkeit am Überwinterungsstandort gilt als Faustregel, dass es umso heller sein muss je wärmer es ist. Ansonsten treiben die Pflanzen rasch mit langen, dünnen und kraftlosen Trieben aus, die Sie im Falle des Falles immer beseitigen sollten.

Geranie stutzen

Geranien im Winter richtig pflegen

Ansonsten gibt es hinsichtlich der winterlichen Pflege nicht allzu viel zu beachten. Auf eine Düngung können Sie getrost verzichten – schließlich befindet sich die Pflanze praktisch im Kälteschlaf – aber das gelegentliche Gießen ist essenziell. Zurückgeschnittene und dunkel überwinternde Geranien benötigen lediglich alle drei bis vier Wochen etwas Wasser, wobei das Substrat stets nur leicht feucht gemacht werden darf. Halten Sie die Gewächse im Zweifelsfall lieber zu trocken als zu nass, da Staunässe eine viel größere Gefahr darstellt als Trockenheit.

Stecklinge schneiden und überwintern – So geht’s

Das beim Rückschnitt anfallende Pflanzenmaterial brauchen Sie nicht unbedingt auf dem Kompost oder mit dem Hausmüll entsorgen. Stattdessen können Sie gezielt etwa zehn bis 15 Zentimeter große Stecklinge schneiden und so Ihre Pflanzen vermehren auf der Fensterbank vermehren. Die Stecklingsvermehrung gelingt bei Geranien ebenfalls ganz unkompliziert:

  • Verwenden Sie bevorzugt noch junge Triebe.
  • Diese sollten etwa zwei bis drei junge, noch nicht vollständig entwickelte Blätter besitzen.
  • Zupfen Sie diese vorsichtig von der Pflanze ab.
  • Oder schneiden Sie sie mit einem scharfen und sauberen Messer ab.
  • Füllen Sie kleine Anzuchttöpfe (14,90€ bei Amazon*) mit einem nährstoffarmen Anzuchtsubstrat.(9,05€ bei Amazon*)
  • Dieses haben Sie zunächst im Backofen oder in der Mikrowelle keimfrei gemacht.
  • In der Mikrowelle genügen wenige Minuten bei hoher Wattzahl.
  • Stecken Sie die Geranien-Stecklinge einzeln ins Substrat.
  • Befeuchten Sie die Erde.
  • Stellen Sie die Töpfchen an einen hellen und warmen Standort.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.
  • Vermeiden Sie Zugluft oder sonstige plötzliche Temperaturschwankungen.
  • Düngen Sie die Stecklinge nicht.

Bis zum Frühjahr haben sich die jungen Pflanzen bewurzelt und können in ganz reguläre Pflanzerde eingetopft und gepflegt werden.

Wann sollte man Geranien ins Winterquartier einräumen?

Den richtigen Zeitpunkt für das Einräumen ins Winterquartier zu finden, ist nicht so einfach. Schließlich soll die Überwinterungsphase nur so lange wie nötig und so kurz wie möglich andauern, damit die Pflanzen nicht unnötig in Stress geraten. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, hängt ganz konkret von verschiedenen Faktoren ab: Einerseits sind für eine Beurteilung die Region und das Klima, in der Sie leben, von großer Bedeutung, andererseits die aktuelle Wetterlage. In Gebieten, wo die Winter früh im Jahr kommen und zudem rasch kalt werden, sollten die Blumen schon im September eingeräumt werden. In milderen Landstrichen hingegen – beispielsweise an der Küste oder in den Weinanbaugebieten – können Sie sich damit je nach Wetterlage bis Oktober oder gar November Zeit lassen. Wichtig ist vor allem, dass die Geranien noch vor dem ersten Frost ins Haus kommen und so ernsthafte Kälteschäden vermieden werden.

Wie kann ich Geranien noch überwintern?

Neben den beiden beschriebenen Möglichkeiten gibt es weitere, um Geranien gut durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Jede der hier vorgestellten Varianten hat ihrer speziellen Vor- und Nachteile, so dass Sie die für sich am besten geeignete herausfinden können. Doch Vorsicht: Nicht jede Überwinterungsmethode eignet sich gleichermaßen bzw. hat dieselben Erfolgsquoten.

Im Blumenkasten oder Kübel

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Kühl und hell sollte die Geranie im Winter stehen

Nun lässt sich ein Geranien-Hochstämmchen vor dem Winter schlecht zurückschneiden, um dann im Frühjahr wieder auszutrieben: In diesem Fall hätten Sie nämlich keinen Hochstamm mehr, sondern einen ganz normalen Geranienbusch. Lassen Sie die Pflanze also in ihrem Pflanzgefäß und überwintern Sie sie wie folgt:

  • heller Standort (z. B. im nicht geheizten Treppenhaus)
  • kühle Temperaturen
  • optimal zwischen fünf und zehn Grad Celsius
  • plötzliche Temperaturstürze und Zugluft vermeiden
  • wenig gießen
  • nicht düngen

Tipps

Natürlich können Sie auch ganz normale Geranien auf diese Weise überwintern, allerdings nur, wenn diese nicht mit anderen Pflanzenarten zusammen in einem Pflanzgefäß gehalten wurden. In diesem Fall sollten Sie die Geranien austopfen und separat in ein frisches Sand-Erde Gemisch setzen.

Im Erdloch

Sofern Sie keinen Keller haben und in einer wintermilden Region leben, können Sie die Geranien auch in einem Erdloch überwintern lassen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn es nicht kälter als etwa minus zwei Grad Celsius wird – anderenfalls erfrieren die empfindlichen Gewächse. Und so funktioniert die Methode:

  1. Graben Sie ein ca. 80 Zentimeter tiefes Erdloch.
  2. Dieses sollte an einer wenig begangenen und vor allem trockenen Stelle im Garten liegen.
  3. Vermeiden Sie einen dauerfeuchten Standort!
  4. Legen Sie das Erdloch mit Ästen, Reisig und / oder Stroh aus.
  5. Topfen Sie die Geranien aus und entfernen Sie die Erde.
  6. Schneiden Sie die Pflanzen auf ca. zehn Zentimeter zurück.
  7. Entfernen Sie alle Blätter.
  8. Geben Sie die so präparierten Geranien ins Erdloch.
  9. Bedecken Sie die Pflanzen mit einer Kokos- oder Strohmatte.
  10. Füllen Sie das Loch mit der ausgehobenen Erde wieder auf.

Im Beutel

Bei dieser Methode werden die Wurzeln der Geranie in eine Plastiktüte verpackt, so dass die Pflanzen bei einer wurzelnackten Überwinterung nicht austrocknen. Sie kommen also gänzlich ohne Erde und Blumentopf aus, zudem sollten Sie sie kopfüber aufhängen. Hierzu eignet sich ein dunkler, kühler Raum – neben dem Keller kann das auch der Dachboden oder das Gartenhaus sein – am besten. Hauptsache, die hängende Geranie ist vor Frost geschützt. Und so funktioniert die Überwinterung in der Tüte:

  1. Geranien austopfen und zurückschneiden.
  2. Es dürfen keine Erde und keine Blätter mehr vorhanden sein.
  3. Plastiktüte mit einigen Luftlöchern versehen.
  4. Geeignet ist beispielsweise eine Frischhaltetüte.
  5. Wurzeln in diese einpacken.
  6. Tüte mit einem Band oder Gummi festbinden.
  7. Geranie kopfüber an einem dunklen und kühlen Ort aufhängen.

In Zeitungspapier

Anstelle in eine Kunststofftüte können Sie die Geranien auch in mehrere Lagen Zeitungspapier wickeln und die Pflanzen so vor Kälte und Austrocknung schützen. Auch hier müssen Sie die Blumen kräftig zurückschneiden und die Blätter sowie die Erde entfernen. Bündeln Sie jeweils drei bis vier Pflanzen zu einem Paket, welches Sie an einem frostfreien, aber kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Hierfür eignet sich ein Keller, aber auch die Garage, der Dachboden oder ein (ungeheiztes) Gartenhaus.

Im Wohnzimmer

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Geranien sollten besser an einem kühlen Ort überwintert werden

Eine Überwinterung im Wohnzimmer ist bei Geranien grundsätzlich möglich, aber schwierig. Der Grund hierfür liegt in der ungünstigen Kombination aus warmer Heizungsluft und Lichtmangel, der sich durch die kurzen Tage zwangsläufig ergibt. In der Folge sind warm überwinterte Geranien häufig von Krankheiten und Schädlingen geplagt. Geben Sie also möglichst immer einer kühlen Überwinterung den Vorzug. Doch dies funktioniert nicht immer, dann beachten Sie bitte diese Hinweise:

  • Geranie an einen möglichst hellen Standort stellen.
  • Installieren Sie gegebenenfalls ein Pflanzenlicht.
  • Platzieren Sie die Pflanze nicht direkt über einer Heizung.
  • Vermeiden Sie plötzliche Temperaturschwankungen, z. B. beim Lüften.
  • Gießen Sie wenig, aber häufiger als bei einer dunklen Überwinterung.
  • Düngen Sie nicht!

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Ausräumen im Frühjahr?

Zum Ende des Winters hin stellt sich die Frage, wann die Geranien wieder aus ihrem Winterquartier ausziehen können. Grundsätzlich sollten Sie dies so früh wie möglich erledigen, insbesondere dann, wenn Sie die Blumen stark zurückgeschnitten haben. In diesem Fall brauchen sie etwas Vorlaufzeit, um im zeitigen Frühjahr wieder auszutreiben. Am einfachsten geschieht dies im Gewächshaus oder in einem Wintergarten, funktioniert aber auch auf der heimischen Fensterbank. Und so gehen Sie dabei vor:

  • Pflanzen aus dem Winterquartier holen.
  • Setzen Sie die Geranien in frisches, nährstoffreiches Substrat.
  • Befeuchten Sie die Pflanzerde.
  • Stellen Sie die frisch eingepflanzten Geranien an einen hellen Standort.
  • Dieser sollte jedoch nicht allzu warm sein.
  • Am besten eignet sich zunächst ein wenig oder ungeheiztes Zimmer mit etwa 12 bis 15 Grad Celsius.
  • Stellen Sie die Pflanzen nicht in die volle Sonne.
  • Gewöhnen Sie die Geranien zunächst an einen helleren und wärmeren Standort.
  • Erhöhen Sie allmählich die Temperaturen.

Nach draußen dürfen die Blumen jedoch erst, wenn es draußen warm und sonnig genug ist – frühestens im April sollten Sie die Geranien nach draußen stellen. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt, um wieder mit der Düngung zu beginnen.

Tipps

Holen Sie die Pflanzen abends noch herein, da nächtliche Fröste sie ebenfalls bedrohen. Erst nach den Eisheiligen ab Mitte bis Ende Mai dürfen sie dann ganz und gar nach draußen.

Gibt es Unterschiede beim Überwintern der verschiedenen Geranienarten?

Zuguterletzt sei noch erwähnt, dass es bei der Überwinterung der bereits zu Beginn einmal erwähnten verschiedenen Geranienarten teils große Unterschiede gibt. So gelten die beschriebenen Regeln und Überwinterungsmethoden grundsätzlich nur für Geranien der Arten

  • Pelargonium zonale (stehende und Kletter-Geranien)
  • Pelargonium peltatum (Hängegeranien)
  • und Pelargonium odorata (Duftgeranien)

Problematisch kann insbesondere bei den (Tiroler) Hängegeranien die Tatsache sein, dass die Blühwilligkeit der Pflanzen nach dem Überwintern nachlassen kann. Stehende Sorten zeigen diesbezüglich keine Auffälligkeiten. Edelgeranien, die auch als Englische Geranien bezeichnet werden, dürfen hingegen auf keinen Fall dunkel überwintern. Sie werden vor allem als Zimmerpflanzen kultiviert und fühlen sich ganzjährig an einem hellen und warmen Standort wohl. Hier ist jedoch während der Wintermonate die Installation einer Pflanzenlampe sinnvoll, um den winterlichen Lichtmangel auszugleichen.

Geranien nach dem Winter richtig pflegen

Damit Ihre Geranien nach dem langen Winter kräftig durchtreiben, helfen Sie ihnen mit den folgenden Pflegemaßnahmen am besten auf die Sprünge:

  • Umtopfen in frisches, nährstoffreiches Substrat spätestens im März / April
  • am besten eignet sich bereits vorgedüngte Erde
  • Wintertriebe zurückschneiden, ebenso kranke oder abgestorbene Pflanzenteile
  • ebenso bei den Wurzeln: dünne und abgestorbene Wurzeln abschneiden
  • Gießmenge allmählich steigern, nicht übergießen
  • etwa vier Wochen nach dem Eintopfen mit dem Düngen beginnen

Stellen Sie die Geranien zudem nicht gleich in die pralle Sonne, sondern gewöhnen Sie sie zunächst an den neuen Standort. Ansonsten drohen aufgrund eines Sonnenbrands Blattschäden in Form von unschönen braunen Flecken.

Häufig gestellte Fragen

Warum bekommen meine Geranien im Winterquartier gelbe Blätter?

Bekommen Geranien im Winter plötzlich gelbe Blätter, so kann das unterschiedliche Ursachen haben. Dahinter kann (bei einer warmen Überwinterung) ein Nährstoffmangel stecken, aber auch ein Wassermangel oder ein zu häufiges Gießen. Des Weiteren kommt ein Frostschaden (z. B. nach dem Lüften) infrage oder ein Schädlingsbefall.

Hilfe, die Geranien sind voller Blattläuse. Was tun?

Schädlinge wie Blattläuse, aber auch Thripse, Weiße Fliegen, Spinnmilben und andere sind nach einer Überwinterung keine Seltenheit. Die Pflanze ist geschwächt und wird daher schneller von den lästigen Tierchen befallen. Nun heißt es, schnell zu handeln: Bekämpfen Sie die Schädlinge mit einem geeigneten Mittel und pflegen Sie die befallene Geranie sorgfältig, damit sie sich schnell erholt. Insbesondere gegen Blattläuse hilft es, die Blätter und Triebe der Pflanze abzuwaschen – etwa mit einem Wasser-Öl-Gemisch – oder sie abzuduschen.

Wie oft kann man Geranien überwintern?

Grundsätzlich gibt es keine Begrenzung in der Anzahl der Überwinterungen, solange die Geranien gesund und kräftig bleiben. So mancher pflegt die seinen schon seit 20 oder mehr Jahren – Geranien können also recht alt werden.

Sind Geranien und Petunien dasselbe? Wie kann man diese Pflanzen überwintern?

Auch wenn die Pflanzennamen “Pelargonie” und “Petunie” recht ähnlich klingen, handelt es sich doch um unterschiedliche Arten. Die farbenprächtig und mit großen Blüten blühenden Petunien zählen zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) und stammen ursprünglich aus dem tropischen Südamerika. Sie sind ebenfalls nicht winterhart, lassen sich aber ebenso wie Geranien bei fünf bis zehn Grad Celsius und stark zurückgeschnitten gut überwintern.

Tipps

Da Geranien und Petunien zudem recht ähnliche Ansprüche an ihren Standort und ihre Haltung haben, lassen sie sich wunderbar gemeinsam in einem Balkonkasten kultivieren.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbilder: Fonsi/Shutterstock, stock-holm/Shutterstock, ULD photo life/Shutterstock

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