Die passende Einfassung für den Gemüsegarten

Einfassungen sind niedrige Barrieren, die die einzelnen Beete von den Wegen sowie vom Rest des Gartens nicht nur optisch abgrenzen (und dementsprechend für ein ordentliches Erscheinungsbild sorgen), sondern außerdem Unkräuter und Schädlinge draußen halten und die Pflege des Nutzgartens zudem erleichtern. Des Weiteren soll eine Einfassung dafür sorgen, dass der wertvolle fruchtbare Boden innerhalb der Beetflächen bleibt.

Gemüsegarten Umrandung
Eine Einfassung aus Holz sieht edel aus

Lebende Einfassungen

Besonders schön wirken lebendige Beeteinfassungen aus verschiedenen Pflanzen. Für diese müssen Sie allerdings etwas breitere Streifen als für metallene bzw. andere unbelebte Umrahmungen einplanen. Außerdem verlangen lebendige Einfassungen natürlich auch ihr Maß an Pflege.

Beetumrandungen für Bauerngärten

Typisch für traditionelle Bauerngärten sind dichte, maximal 30 Zentimeter hohe Buchshecken. Manche Gärtner schätzen als Alternative zu dieser immergrünen Barriere auch den ebenfalls wintergrünen Gamander (Teucrium chamaedrys). Buchs wie Gamander müssen regelmäßig geschnitten werden, denn eine zu hohe Hecke raubt den Gemüsepflanzen die notwendige Sonne.

Hilft auch gegen Schädlinge: Einfassung aus Kräutern

Eine aromatisch duftende Einfassung, die nebenbei auch Schädlinge verwirren und vom Gemüse abhalten kann, lässt sich mit ausdauernden Kräutern wie Salbei, Thymian, Winterbohnenkraut und niedrigen Ysopsorten gestalten. Höher wachsende und damit Schatten spendende Arten wie Lavendel, Heiligen- und Weinkraut eignen sich dagegen eher für eine Umfassung größerer Nutzgartenbereiche.

Sommerblumen als Kontrast zum Gemüse

Auch Stauden und Sommerblumen eignen sich sehr gut für die Beeteinfassung, sofern sie nicht allzu hoch werden. Polsterphlox und Katzenminze ergeben attraktive blühende Umrandungen, müssen aber im Zaum gehalten und oft nach einigen Jahren geteilt werden. Unter den kurzlebigen Sommerblumen sind vor allem Studentenblumen und Ringelblumen bewährte Einfassungspflanzen – und zwar nicht nur, weil sie hübsch aussehen, sondern auch, weil sie zur Reduzierung von Nematoden im Boden beitragen können.

Unbelebte Einfassungen

Eine ganz einfache Variante einer unbelebten Einfassung sind hochkant eingegrabene Platten, Ziegelsteine oder auch Bretter. Wer es professioneller mag, kann auch auf das umfangreiche Angebot des Fachhandels zurückgreifen. Hier finden sich beispielsweise robuste und langlebige Beetkanten aus Kunststoff oder Metall, die teils auch schon als Schneckenschutzzaun ausgelegt sind. Auch kurze, halbrunde Holzpalisaden werden gern zur Beeteinfassung genutzt, sind allerdings nicht annähernd so langlebig wie metallene oder Materialien aus Kunststoff.

Tipps

Einfassungspflanzen müssen recht dicht gesetzt werden; wobei Sie natürlich auch hier die empfohlenen Mindestabstände nicht aus den Augen verlieren sollten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Del Boy/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.