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Wenn der Flieder nicht austreibt, kann das verschiedene Ursachen haben

Flieder treibt nicht aus – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Im Grunde ist der Flieder (bot. Syringa - nicht zu verwechseln mit dem Sommerflieder) ein unverwüstliches Gewächs, das oft mit den widrigsten Bedingungen bestens zurechtkommt und sogar fleißig den Garten mit seinen Wurzelschösslingen zuwuchert. Doch selbst für diesen Strauch gibt es Härten, die einen Wiederaustrieb im Frühjahr verhindern. Welche das sind und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Wenn der Flieder nicht austreibt – die häufigsten Ursachen

Sollte Ihr Flieder im Frühjahr mal etwas länger brauchen, dann beobachten Sie ihn zunächst einmal. Manchmal braucht der Strauch einfach etwas länger, beispielsweise wenn Sie ihn gerade erst stark zurückgeschnitten oder sogar auf den Stock gesetzt haben. In vielen Fällen stecken jedoch Probleme im Wurzelbereich hinter dem ausbleibenden Austrieb.

Wühlmäuse

Diese kleinen Nager stellen in vielen Gärten ein massives Problem dar, da sie mit Vorliebe die Pflanzenwurzeln fressen und so zahlreiche Gartengewächse zum Absterben bringen. Ein Befall ist zunächst von außen nicht erkennbar, erst wenn der Flieder abstirbt oder eben im Frühjahr nicht mehr austreibt, lässt sich der Schaden bei einer Begutachtung der Wurzeln erkennen. In diesem Fall können Sie für den Flieder nichts mehr tun, außer ihn vollständig auszugraben und die Wühlmausplage gezielt zu bekämpfen. Junge Flieder können Sie mit einer Wurzelsperre einpflanzen und schlagen so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Harter Winter mit starkem Frost

Zwar ist der Gewöhnliche Flieder winterhart und kommt problemlos durch die kalte Jahreszeit, doch in sehr strengen und frostigen Wintern mit extrem tiefen Temperaturen kann selbst dieser robuste Strauch erfrieren. Problematisch wird es vor allem dann, wenn extremer, trockener Frost (also ohne schützende Schneedecke) mit strahlendem Sonnenschein zusammentrifft. Bei dieser Konstellation sind Frostschäden unvermeidlich. Kontrollieren Sie die Äste und Zweige des Flieders, ob sie unter der Rinde noch grün sind. Schneiden Sie den Strauch bis knapp über den Boden hinunter und versorgen Sie ihn mit reifem Kompost.

Schwerer Boden / Staunässe

Insbesondere in schweren, lehmhaltigen Boden tritt Staunässe häufig auf, ganz besonders häufig nach regenreichen Sommern bzw. einem nasskalten Winter. Flieder verträgt keine nassen Füße, zudem siedeln sich an den ständig im Wasser stehenden Wurzeln Fäulnisbakterien und Pilze an – mit der Folge, dass der Strauch abstirbt. Treibt ein betroffener Flieder aus diesem Grund bereits nicht mehr aus, ist er nicht mehr zu retten.

Tipps

Erste Anzeichen einer Erkrankung des Flieders sind Blattverfärbungen, die auf eine pilzliche oder bakterielle Infektion hindeuten.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Tatyana Bragina/Shutterstock

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