Einen alten Flieder verjüngen – Darauf müssen Sie achten

Bei einem älteren Flieder bilden sich Blätter und Blüten weniger üppig und die Basis verkahlt. Ein gründliches Zurückschneiden, das Ende Mai nach der Blüte erfolgen sollte, schafft Abhilfe.

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Um das Verkahlen vom Flieder zu verhindern, ist es ratsam, ihn ab und an gründlich zurückzuschneiden

So führen Sie einen Verjüngungsschnitt bei einem alten Flieder durch

Bei einem überalterten Flieder hilft nur noch ein radikaler Rückschnitt:

  • Schneiden Sie alle Äste in 60 bis 80 Zentimeter Höhe über dem Boden ab.
  • Im Laufe des folgenden Sommers werden sich zahlreiche neue Triebe bilden.
  • Entfernen Sie im nächsten Jahr alle Äste, die nach innen wachsen.
  • Außerdem schneiden Sie alle Triebe weg, die die Form des Strauches stören.
  • Schneiden Sie den Flieder in den folgenden Jahren nur leicht zurück.
  • Es genügt, die welken Blüten zu entfernen.
  • Dadurch hat der Strauch genug Zeit, sich zu erholen.

Höchstwahrscheinlich wird Ihr Flieder nach diesem Radikalschnitt vermehrt aus den Wurzeln austrieben. Die Wurzelausläufer können im Umkreis von mehreren Metern in Erscheinung treten und sollten umgehend entfernt werden, da sie der Mutterpflanze Kraft rauben. Um die Schösslinge nachhaltig zu entfernen, müssen Sie sie ausgraben und direkt an ihrer Basis herausreißen. Ein Abschneiden an der Oberfläche (beispielsweise indem Sie mit dem Rasenmäher darüber gehen) führt meist nur dazu, dass noch mehr Ausläufer gebildet werden.

So verhindern Sie die Vergreisung eines Flieders

Ist der Flieder erfolgreich verjüngt, sollten Sie nach einigen Jahren die erneute Vergreisung durch einen regelmäßigen Rückschnitt verhindern. Indem Sie alte Äste wegnehmen, regen Sie die Bildung neuer Zweige an – was wiederum den angenehmen Nebeneffekt hat, dass der Flieder umso prächtiger blüht. Der jährliche Rückschnitt sollte wie folgt vorgenommen werden:

  • Entfernen Sie verwelkte Blüten, indem Sie knapp unter der Blüte und über einem nach außen gerichteten Auge schneiden.
  • Entfernen Sie abgestorbene Äste
  • sowie alle Äste und Zweige, die sich überkreuzen oder nach innen wachsen.
  • Setzen Sie die Gartenschere möglichst nah am Ansatz an.
  • Nehmen Sie gegebenenfalls Äste heraus, die die Form des Strauches stören.
  • Das ist etwa bei sehr weit abstehenden Ästen der Fall.
  • Schneiden oder sägen Sie auch diese über einer nach außen gerichteten Verzweigung ab.
  • Entfernen Sie die Wurzelschösslinge, die am Fuß des Strauches austreiben.

Tipps

Beim Rückschnitt anfallendes Schnittgut kann zur Vermehrung sowie zum Veredeln genutzt werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Mihail Guta/Shutterstock

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