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Junger Flieder blüht meist nicht

Was tun, wenn der Flieder nicht (mehr) blüht? Ursachen und Lösungen

Der Hauptgrund für eine Anpflanzung des Flieders ist dessen betörende Blüte, die allerdings leider nur eine kurze Zeit währt. Dennoch ist der Blütenstrauch vor seine üppige, einen intensiven Duft verströmende Blütenpracht bekannt und beliebt - umso auffälliger ist es dann, wenn selbige ausbleibt. Wie stellen Ihnen die häufigsten Ursachen für dieses eigentlich untypische Verhalten vor.

Haben Sie Geduld bei jungen Fliedern – oder pflanzen Sie Edelflieder

Wenn der erst jüngst gepflanzte Flieder noch ohne Blüten bleibt, hat das ganz natürliche Ursachen und Sie brauchen lediglich etwas Geduld: Gerade Wildflieder sowie andere wurzelechte Sorten brauchen nach der Pflanzung bis zu drei Jahre, bevor sie Blütenknospen ansetzen und damit eine Blüte zu erwarten ist. Bei manchen Exemplaren kann es sogar noch länger dauern, schließlich gibt es auch im Pflanzenreich regelrechte Spätzünder. Solange die Jungpflanze wächst und jedes Jahr neue kräftige Triebe ausbildet, ist alles im grünen Bereich. Können Sie jedoch nicht so lange auf die Fliederblüte verzichten, sollten Sie Edelflieder pflanzen. Dieser entwickelt schon an ganz jungen Pflanzen erste Blüten tragende Triebe.

Ursachen für fehlende Blüten

Kommt das zu geringe Alter für die ausbleibende Blüte nicht in Frage, etwa weil der betreffende Flieder sonst immer sehr zuverlässig geblüht hat, kommt eventuell eine der folgenden Ursachen in Frage.

Ungeeigneter Standort

Flieder braucht für eine üppige Blüte viel Sonne – je mehr Licht der Strauch erhält, desto mehr Blüten bildet er aus. Fehlt dagegen die Sonne, bleibt auch die sonst typische Pracht im Frühjahr aus. Dies gilt nicht nur dann, wenn Sie den Flieder an einen zu schattigen Standort gesetzt haben, sondern auch in einem zu dunklen und eventuell regnerischen Frühjahr.

Ungeeigneter Boden

Auch der Boden kann die Ursache für die fehlende Blüte sein, etwa weil er zu stark verdichtet ist und die Wurzeln sich nicht richtig ausbreiten können. Häufig tritt diese Form der Blütenlosigkeit in den Gärten frisch gebauter Häuser in Erscheinung, da die Baumaschinen den dortigen Boden stark verdichtet haben. Wählen Sie für Flieder einen lockeren, gut durchlässigen und leicht alkalischen bis neutralen Boden, notfalls helfen Sie mit viel Kalk einfach nach.

Falscher Rückschnitt

Wenn überhaupt, sollten Sie Flieder immer erst nach der Blüte schneiden, da Sie bei einem späteren Schnitt im Herbst oder auch im Frühjahr Gefahr laufen, die Blütentriebe zu kappen. Flieder blüht immer an den mindestens aus dem Vorjahr stammenden Trieben.

Falsche Pflege (v. a. zu wenig oder zu viel Düngung)

Dass die Blüte bei einer nicht ausreichenden Nährstoffversorgung nur sehr gering oder sogar ganz ausfällt, dürfte den meisten völlig logisch erscheinen. Aber auch eine Überdüngung kann diesen Effekt haben, weshalb Sie sich hinsichtlich der Dosierung immer an die Anweisungen des Herstellers halten sollten.

Pilzinfektion (v. a. Fliederseuche)

Flieder ist sehr anfällig für eine pilzliche Infektion, Wird diese nicht behandelt, kann die Blüte ebenfalls ausbleiben – einfach weil der Strauch zu sehr mit der Abwehr der Krankheit beschäftigt ist. Schneiden Sie einen befallenen Strauch tief bis ins gesunde Holz zurück, dann können Sie in etwa zwei Jahren wieder eine Fliederblüte genießen.

Tipps

Auch eine durch Staunässe hervorgerufene Wurzelfäule kann dafür sorgen, dass der Flieder ohne Blüten bleibt. In diesem Fall hilft jedoch nur die Rodung des betroffenen Strauches.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Tatyana Bragina/Shutterstock

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