Fleischfressende Pflanzen im Terrarium
Hinter Glas lässt sich einfacher das Klima herstellen, das Fleischfressende Pflanzen bevorzugen

Fleischfressende Pflanzen im Glas pflegen

Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren) brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Zimmer lässt sich diese nicht unbedingt herstellen. Viele Hobbygärtner pflegen empfindliche Arten deshalb im Terrarium oder in einem geschlossenen Glas. Was bei der Haltung von fleischfressenden Pflanzen im Glas zu beachten ist.

Ohne Drainageschicht geht es nicht

Nahezu alle Arten der fleischfressenden Pflanzen kommen in der Natur an sehr feuchten Standorten vor. Trotzdem vertragen die wenigsten längere Phasen mit Staunässe. In einem geschlossenen Glas gibt es jedoch kein Abzugsloch, durch das überschüssiges Wasser ablaufen könnte.

Legen Sie deshalb auf dem Boden des Glases eine ausreichend dicke Drainageschicht an. Gut geeignet sind Blähton oder das im Handel erhältliche Seramis.

Das richtige Pflanzsubstrat einfüllen

Als Pflanzsubstrat verwenden Sie spezielle Erde für Karnivoren. Pflanzen Sie fleischfressende Arten niemals in normale Gartenerde oder Blumenerde aus dem Baumarkt.

Die meisten Sorten der fleischfressenden Pflanzen wurzeln nicht sehr tief. Deswegen muss die Erdschicht nicht zu stark sein.

Setzen Sie die Pflanzen vorsichtig in das Substrat, sodass die Wurzeln bedeckt sind. Decken Sie das Gefäß mit einer Glasscheibe oder durchsichtiger Plastikfolie ab.

Welcher Standort ist für das Glas ideal?

Das Glas mit den fleischfressenden Pflanzen muss möglichst hell aufgestellt werden. Karnivoren lieben auch direkte Sonnenbestrahlung.

Allerdings können die Temperaturen innerhalb eines geschlossenen Glases oder Terrariums durch die Sonne sehr hoch steigen. Die Pflanzen verbrennen regelrecht.

Achten Sie gerade im Hochsommer darauf, dass sich innerhalb des Glases nicht zu große Hitze entwickeln kann.

Karnivoren im Glasgefäß pflegen

Die wichtigste Pflegemaßnahme ist das Gießen. Sobald das Substrat oben abgetrocknet ist, geben Sie den Pflanzen Wasser. Verwenden Sie ausschließlich Regenwasser, da kalkhaltiges Leitungswasser schädlich für fleischfressende Pflanzen ist.

Das Düngen und Füttern der Karnivoren ist nicht notwendig, selbst wenn das häufig geraten wird.

Im Pflanzsubstrat sind ausreichend Nährstoffe vorhanden, sodass die fleischfressenden Pflanzen keine zusätzlichen Nährstoffe benötigen. Falls Sie zu Anschauungszwecken gern einmal füttern möchten, verwenden Sie ausschließlich kleine, lebende Insekten und geben Sie nur ein Beutetier auf einmal.

Tipps

Karnivoren sind meist nicht schnellwüchsig. Dennoch sollten Sie die Erde im Glas wenigstens alle zwei Jahre austauschen. Dadurch erhalten die Pflanzen neue Nährstoffe.

Text: Sigrid Hestermann

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