Sonnentau pflanzen, pflegen und vermehren

Lesen Sie hier einen kommentierten Sonnentau-Steckbrief mit Infos zu Wachstum, Blatt, Blüte und schönen Arten. Wie Sie die fleischfressende Pflanze richtig pflanzen und pflegen, erklären viele Tipps und Tricks.

sonnentau
Sonnentau fühlt sich in Mooren besonders wohl

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Drosera
  • Familie: Sonnentaugewächse (Droseraceae)
  • Vorkommen: Eurasien, Südamerika, Südafrika
  • Wuchstyp: fleischfressende Pflanze
  • Wuchshöhe: 10 cm bis 100 cm
  • Blatt: formenreich
  • Blüte: Wickel
  • Frucht: Kapsel
  • Überdauerungsorgan: Hibernakel
  • Giftigkeit: ungiftig
  • Winterhärte: winterhart oder frostempfindlich
  • Verwendung: Moorbeet, Topfgarten, Zimmerpflanze, Heilpflanze

Wachstum

Sonnentau bildet mit mehr als 200 facettenreichen Arten die zweitgrößte Gattung fleischfressender Pflanzen, auch Karnivoren genannt. Drosera-Arten kommen nahezu weltweit vor. Die Hauptverbreitungsgebiete erstrecken sich über Südamerika, Südafrika und Australien. Einige wenige Überlebenskünstler besiedeln Europa, Asien und Nordamerika bis an den Rand der Arktis. Ungeachtet der Artenvielfalt und kosmopolitischen Vorkommen lassen sich wesentliche Eigenschaften des Sonnentau-Wachstums auf einen Nenner bringen:

  • Wuchstyp: unorthodoxe Staude als fleischfressende Pflanze (Karnivore) mit klebrigen Fangblättern und kleinen Blüten am langen Stängel.
  • Wuchsform: rosettenbildend, aufrecht, sehr selten kletternd.
  • Wuchshöhe: 10 cm bis 100 cm, kletternde Arten bis 300 cm
  • Wurzelsystem: schwach ausgeprägt; dient primär der Wasseraufnahme und Verankerung im Bodengrund.
  • Überdauerungsorgan: Hibernakel (Winterknospe) oder selten eine Knolle.
  • Gärtnerisch interessante Eigenschaften: heimische Arten winterhart und pflegeleicht, exotische Arten anspruchsvoller, ungiftig, langlebig, extravagante Beet-, Balkon- und Zimmerpflanze.

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Blatt

Ein Sonnentau-Blatt ist beweglich und dient primär als Insektenfalle mit Klebeeffekt. Auf diese Funktion sind Form und Beschaffenheit ausgerichtet mit folgenden Merkmalen:

  • Blattform: gestielt oder sitzend, rundlich, spatelig, länglich-linealisch bis schmal-grasartig.
  • Besonderheit: bewegliche, mit zuckrig-klebrigen Sekreten überzogene Tentakeln auf der Blattoberfläche und am Blattrand, die im Sonnenlicht verheißungsvoll schimmern.
  • Blattfarbe: grün mit weißlichen Tentakeln, die sich bei intensiver Sonneneinstrahlung rot färben.
  • Lebensphasen: heimische Arten laubabwerfend, tropische Arten immergrün.

So funktioniert der Fangmechanismus: Vom Schimmer angelockte Insekten bleiben an den klebrigen Tentakeln hängen. Zur besseren Haftung neigen sich die Tentakel zum Insekt. Die gefangenen Opfer sterben an Erschöpfung oder ersticken. Nunmehr schüttet die Pflanze bestimmte Verdauungs-Enzyme aus. In den folgenden Stunden rollt sich das Fangblatt ein und umschließt die Beute, bis sie vollständig verdaut ist. Übrig bleiben die unverdaulichen Reste. Folgendes Video demonstriert den faszinierenden Prozess:

Rundblättriger Sonnentau auf Beutejagd im Hochmoor

Blüte

Im sicheren Abstand zu den klebrigen Fangblättern thronen die Blüten des Sonnentaus. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme verhindert die fleischfressende Pflanze, dass Bestäuberinsekten in die Falle geraten. Alle wichtigen Merkmale einer Drosera-Blüte im Kurzüberblick:

  • Blütenstand: Wickel aus mehreren Einzelblüten am bis zu 40 cm langen Stängel.
  • Einzelblüte: fünfzählig, strahlenförmig, bis 1,5 cm im Durchmesser.
  • Besonderheit: heliotrop (Blüte wendet sich zur Sonne).
  • Blütenfarbe: weiß, hellviolett, rosa oder rot.
  • Blütenökologie: zwittrig

Sonnentau-Arten

In Europa existieren drei Drosera-Arten, die sich auch für eine ganzjährige Kultivierung im Garten eignen. Einige exotische Sonnentau-Arten werden hierzulande als Zimmerpflanzen sehr geschätzt. Folgende Tabelle gibt einen kompakten Überblick:

Sonnentau-Arten Rundblättriger Sonnentau Langblättriger Sonnentau Mittlerer Sonnentau Sternsonnentau Kap-Sonnentau
Botanischer Name Drosera rotundifolia Drosera anglica Drosera intermedia Drosera peltata Drosera capensis
Wuchshöhe (ohne Blüten) 10 cm 15 cm 10 cm 25 cm 10 cm
Blattform lang gestielt, rund gestielt, linealisch bis verkehrt-eiförmig gestielt, spatelig gestielt, elliptisch-konkav ungestielt, grasähnlich
Blattgröße (L/B) 5-18 mm 15-35 mm, 2-5 mm 2-4 mm, 4-8 mm 4-16 mm, 1-8 mm 70 mm, 5 mm
Blütezeit Juni bis August Juni bis Juli Juli bis August Frühjahr Dezember bis Januar
Blütenfarbe weiß weiß weiß weiß hellviolett
Winterhärte winterhart winterhart winterhart frostempfindlich frostempfindlich

Interessant für die Kultivierung als Zimmerpflanze ist fernerhin: Südafrika-Sonnentau (Drosera aliciae) mit bis zu 40 Zentimeter hohen, roten Blütenständen, die im Winter erblühen über einer 6 Zentimeter kleinen Rosette aus 30 Fangblättern.

Verwendung

Die Herkunft entscheidet für die Verwendungsmöglichkeiten des Sonnentaus im Hobbygarten. Lassen Sie sich von diesen Ideen inspirieren:

  • Anmutiger Blickfang im Moorbeet (z. B. frostharter Rundblättriger Sonnentau).
  • Dekorative Uferpflanze für Gartenteich und Bachlauf (z. B. winterharter Langblättriger Sonnentau).
  • Extravagante Topfpflanze auf dem Süd-Balkon (z. B. kälteverträglicher Mittlerer Sonnentau).
  • Effektvoller Hingucker im schönen Blumentopf auf der Fensterbank (z. B. exotischer Sternsonnentau).
  • Sehenswerte Zimmerpflanze für den temperierten Wintergarten (z. B. winterblühender Kap-Sonnentau).

Eingeweihten Kräuterkundlern ist Sonnentau als historische Heilpflanze ein Begriff. Seit dem 12. Jahrhundert werden Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) und Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) als Naturheilmittel verwendet gegen krampfartigen Husten. Für medizinische Zwecke werden die bei uns streng geschützten Pflanzen in der Regel aus Madagaskar importiert.

Sonnentau pflanzen

Sonnentau zu kaufen, ist ein schwieriges Unterfangen. Die wenigen Karnivoren-Fachhändler haben Drosera nur sporadisch im Angebot. Am einfachsten gelingt das spannende Pflanz-Projekt über den Weg einer Vermehrung durch Stecklinge oder Aussaat. Wie Sie Sonnentau draußen und drinnen erfolgreich pflanzen, erfahren Sie in diesen Pflanz-Tipps:

Stecklinge

So mühelos ist Sonnentau durch Stecklinge zu vermehren:

  1. Fangblatt von der Mutterpflanze abschneiden.
  2. Blatt in 1-2 cm lange Teilstücke zerschneiden.
  3. Kleine Anzuchttöpfe (7,00€ bei Amazon*) befüllen mit einem Mix aus Kokosfasersubstrat und Sand.
  4. Substrat anfeuchten mit feiner Brause aus kalkfreiem Wasser.
  5. Blatt-Stecklinge waagerecht mit der Unterseite auf das Substrat legen und andrücken.
  6. Anzuchttöpfchen in wassergefüllte Untersetzer stellen.
  7. Am hellen, warmen Standort leicht feucht halten, nicht düngen.

Innerhalb von drei bis sechs Wochen entstehen kleine Wölbungen auf den Blattoberflächen, aus denen sich im weiteren Verlauf neue Sonnentau-Pflanzen bilden.

Aussaat

Sonnentau-Samen können Sie den reifen Kapselfrüchten entnehmen oder als zertifiziertes Saatgut kaufen. Die staubfeinen, schwarzen Samen sind lichtkeimend. So meistern Sie die Aussaat mit Erfolg:

  1. Saatschale befüllen mit Karnivorenerde und Kokoserde zu gleichen Teilen.
  2. Saaterde anfeuchten mit zimmerwarmem, entkalktem Wasser.
  3. Samen ausstreuen und andrücken.
  4. Schale mit einem wassergefüllten Untersetzer ins Zimmergewächshaus stellen.
  5. Am sonnigen, warmen Standort den Wasserspiegel auf 1-2 cm Höhe halten.

Unter diesen Bedingungen nimmt die Keimung zwischen zwei und vier Wochen in Anspruch. Steht kein Zimmergewächshaus zur Verfügung, stülpen Sie bitte eine transparente Haube oder Plastiktüte über die Saatschale. Tägliches Lüften beugt Schimmelbildung effektiv vor. Wenn die Blätter der Keimlinge miteinander kollidieren, pikieren Sie die jungen Sonnentau-Pflanzen in eigene Töpfe.

Standort

Das sind die idealen Rahmenbedingungen für Sonnentau im Garten, auf dem Balkon oder als Zimmerpflanze:

  • Sonniger bis sehr heller Standort.
  • Subtropische und tropische Arten bei Temperaturen von mindestens 15° bis 20° Celsius, gerne bis 30° Celsius.
  • Ausgepflanzte, winterharte Drosera-Arten bevorzugen nährstoffarmen, sumpfig-feuchten Boden.
  • Idealerweise eine luftfeuchte Lage mit 40 bis 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.
  • Optimaler Boden-pH-Wert: 3,5 bis 4,5

Sonnentau im Garten pflanzen – Die besten Tipps

  • Beste Pflanzzeit für Sonnentau als Gartenpflanze ist im Frühling während der Monate April und Mai.
  • Anzuchttopf oder Kaufcontainer vor der Pflanzung in Teich- oder Regenwasser stellen.
  • Das Pflanzloch ist im Durchmesser 1,5-mal größer, als Wurzelballen mit Winterknospen.
  • Optimale Pflanzstelle: wassergesättigter Bodengrund ohne Staunässe inmitten von Torfmoosen zum Schutz vor Austrocknung.

Sonnentau im Topf pflanzen – Tipps & Tricks

Die richtige Pflanztechnik zielt darauf ab, dass sich Sonnentau selbst an einem Wasservorrat bedienen kann. Wie das gelingt, lesen Sie in diesen Tipps & Tricks:

  • Bestes Topfsubstrat ist spezielle Karnivorenerde (Blumenerde ist ungeeignet).
  • Sonnentau in einen Topf mit hohem Untersetzer pflanzen.
  • Karnivorenerde einfüllen über einer Drainage aus Blähton oder Lavagranulat.(14,00€ bei Amazon*)
  • Sonnentau nicht angießen, sondern Untersetzer mit Wasser füllen.

Im Anschluss an die Pflanzung sollte sich die Pflanze für eine Woche am halbschattigen Standort regenerieren, bevor sie ihren Platz an der Sonne einnimmt.

Exkurs

Füttern verboten

Besorgte Hobbygärtner möchten ihren Sonnentau füttern, damit der florale Magen nicht knurrt. Das ist nicht notwendig. Drosera sind extrem genügsam. Eine Fruchtfliege oder Trauermücke ab und zu deckt den Nahrungsbedarf vollkommen ab. Nur die aktiv gefangenen Beutetiere werden auch verdaut. Die Ablage toter Insekten auf den Tentakeln löst innerhalb kurzer Zeit fatale Schimmelbildung aus. Dem spricht nicht entgegen, Sonnentau einmalig ein lebendes Beutetier zu kredenzen, um den spannenden Fangprozess live mitzuerleben.

Sonnentau pflegen

Sonnentau hat eine Aversion gegen hartes Leitungswasser. Um die Nährstoffversorgung kümmert sich die Karnivore selbst. Mit einer Schere macht die fleischfressende Pflanze keine Bekanntschaft. Topf-Drosera profitieren von einer sachkundigen Überwinterung. Krankheiten und Schädlinge sind mit Hausmitteln einfach zu bekämpfen. Wissenswerte Pflege-Tipps für Sonnentau drinnen und draußen:

Gießen

  • Sonnentau im Beet zu jeder Jahreszeit konstant feucht halten ohne Staunässe.
  • Topf-Drosera von unten gießen, indem der Untersetzer ständig mit Wasser gefüllt ist.
  • Als Gießwasser gesammeltes Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser verwenden.
  • Extra-Tipp: zwecks Erhöhung der Luftfeuchtigkeit während der Heizperiode Zimmerpflanzen nicht besprühen, sondern neben einen Luftbefeuchter stellen.

Düngen

Drosera-Arten müssen nicht gedüngt werden. Wie alle fleischfressenden Pflanzen, bezieht auch Sonnentau lebenswichtige Nährstoffe aus dem Fang seiner Beutetiere.

Schneiden

Schneiden zählt nicht zur Sonnentau-Pflege. Laubabwerfende Arten ziehen vor dem Winter ihre Blätter ein. Warten Sie diesen Prozess bitte geduldig ab, denn es werden wertvolle Nährstoffe in die Winterknospen (Hibernakel) verlagert. Vollständig abgestorbene Blätter zupfen Sie einfach ab. Auf diese Weise ist auch bei immergrünen, tropischen Drosera-Arten zu verfahren, sofern einmal ein altes Fangblatt eingezogen wird.

Überwintern

Im Freiland ausgepflanzter, heimischer Sonnentau benötigt keinen besonderen Winterschutz. Getopfte Drosera-Arten beanspruchen hingegen grundsätzlich ein frostfreies Winterquartier. So überwintern Sie Sonnentau richtig:

  • Sonnentau im Topf einräumen ab einem Temperaturminimum von 15° Celsius.
  • Ganzjährige Zimmerpflanzen im Oktober/November umplatzieren.
  • Winterquartier: hell und kühl bei 10° bis 12° Celsius.
  • Winter-Pflege: sparsamer gießen, nicht besprühen, nicht düngen, bei Lichtmangel zusätzlich beleuchten.

Wussten Sie, dass Trockenstress die häufigste Ursache ist, wenn draußen ausgepflanzte Sonnentau-Arten den Winter nicht überleben? Aus diesem Grunde sollten Sie die fleischfressenden Pflanzen an milden Tagen gießen, auch wenn lediglich die Winterknospen zu sehen sind.

Krankheiten und Schädlinge

Listige Schädlinge tricksen die Fangblätter von Sonnentau einfach aus. Durch Pflegefehler geschwächte Pflanzen sind anfällig für Krankheiten. Folgende Tabelle listet häufige Schadbilder, nennt typische Ursachen und gibt Tipps für ungiftige Gegenmaßnahmen:

Schadbild Ursache Gegenmaßnahme
Blattunterseiten übersät mit winzigen Insekten Blattläuse bekämpfen mit Seifen-Wasser-Lösung
Braune Blattspitzen Trockene Luft Untersetzer mit Wasser füllen, Luftbefeuchter aufstellen
Gelbe Blattverfärbung hoher pH-Wert, zu hartes Gießwasser umtopfen in Karnivorenerde, gießen mit kalkfreiem Wasser
Mehlig-grauer Blattbelag Schimmel Befallenes abschneiden, fortan von unten gießen
Ehemals rötliche Blätter vergrünen Lichtmangel Standortwechsel in die Sonne oder künstlich beleuchten

Beliebte Sorten

Diese Sorten runden Ihre Sonnentau-Sammlung dekorativ ab:

  • Kap-Sonnentau ‚Alba‘: Drosera capensis trägt weiße Sternenblüten inmitten der Winterzeit.
  • Drosea roseana: Mini-Sonnentau mit einer Wuchshöhe von 5-10 mm und zierlichen, weißen Blüten.
  • Skorpion-Sonnentau (Drosera scorpioides): seltener Zwerg-Sonnentau mit 10 cm Wuchshöhe und rosafarbenen Blüten, dessen Habitus an einen Skorpion erinnert.
  • Fadenförmiger Sonnentau (Drosera filiformis): winterharter Sonnentau aus Nordamerika, 15-40 cm lange, fadenförmige Fangblätter, rote Tentakeln, hellviolette Blüten, wunderschöner Blickfang für Moorbeet und Teichufer.

FAQ

Mein Kap-Sonnentau war Frost ausgesetzt. Ist die Pflanze noch zu retten?

Sonnentau-Arten sind hart im Nehmen. Das gilt für winterharte und tropische Drosera gleichermaßen. Erleidet Kap-Sonnentau (Drosera capensis) einen Kälteschock, sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Doch es gibt Hoffnung. Dank ihrer regenerativen Eigenschaften treibt die Karnivore aus den Wurzeln wieder aus. Schneiden Sie alle erfrorenen Blätter und Blütenstände ab. Vorteilhaft für einen vitalen Neuaustrieb sind optimale Kulturbedingungen am sonnigen, warmen Standort bei angenehmen Zimmertemperaturen.

Sind fleischfressende Pflanzen gefährlich?

Nein, von fleischfressenden Pflanzen geht keine Gefahr aus. Hartnäckig kursieren Schauergeschichten von menschenfressenden Pflanzen, die jeglicher Grundlage entbehren. Tatsächlich sind Karnivoren weder für Menschen noch für Haustiere gefährlich oder giftig. Lediglich für kleine Insekten geht eine Begegnung mit Sonnentau und Artgenossen nicht gut aus.

Wann sollte man Sonnentau umtopfen?

Bester Zeitpunkt zum Umtopfen von Sonnentau ist im Frühjahr, wenn sich die winterliche Ruhepause dem Ende zuneigt. Für langsam wachsende Drosera-Arten ist diese Pflege-Maßnahme nicht in jedem Jahr erforderlich. Im Zweifel warten Sie, bis die ersten Wurzelstränge aus dem Bodenloch wachsen oder das Substrat in sich zusammensackt. Wählen Sie den neuen Kulturtopf bitte nicht zu groß. Es genügt, wenn zwischen Blattrosette und Topfrand ein bis zwei Fingerbreit Platz ist.

Welche Anfänger-tauglichen Sonnentau-Arten eignen sich für die Moorbeet-Pflanzung?

Fleischfressende, winterharte Sonnentau-Arten wachsen im Moorbeet besonders prächtig. Dort gibt es Licht, Platz und Nahrung im Überfluss. Für Anfänger geeignet sind insbesondere die drei einheimischen Arten Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Langblättriger Sonnentau (Drosera anglica) und Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia). Gerne gesellt sich pflegeleichter Fadenförmiger Sonnentau (Drosera filiformis) dazu, der in seiner nordamerikanischen Heimat gelernt hat, klirrendem Frost zu trotzen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Little daisy/Shutterstock
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