Fleischfressende Pflanzen nur mit Regenwasser gießen!

Fleischfressende Pflanzen vertragen überhaupt keinen Kalk. In Leitungswasser ist grundsätzlich zu viel Kalk enthalten. Als Wasser sollten Sie deshalb ausschließlich Regenwasser verwenden. Was Sie sonst noch beim Gießen von Karnivoren beachten müssen.

Fleischfressende Pflanzen wässern
Fleischfressende Pflanzen dürfen nicht mit Leitungswasser gegossen werden
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Fleischfressende Pflanzen mit Regenwasser gießen

Kalk ist der Tod nahezu aller Karnivorenarten. Gießen mit Regenwasser ist deshalb das Beste, was Sie für Ihre fleischfressenden Pflanzen tun können. Es enthält keinen Kalk und ausreichend Mineralien für eine gesunde Entwicklung der Pflanzen.

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Haben Sie kein Regenwasser zur Hand, können Sie als Ersatz stilles Mineralwasser geben. Zur Not geht auch destilliertes Wasser.

Um den Kalk aus dem Leitungswasser zu entfernen, reicht es nicht aus, das Wasser abstehen zu lassen oder zu kochen. Verzichten Sie deshalb beim Gießen gänzlich auf Leitungswasser.

Karnivoren im Anstau-Verfahren gießen

Fleischfressende Pflanzen dürfen niemals ganz austrocknen. Staunässe vertragen sie aber auch nicht. Deshalb gießen Sie Karnivoren am besten im Anstau-Verfahren.

Dafür stellen Sie den Topf in einen höheren Untersetzer. Dieser wird mit Regenwasser gefüllt, bis der Wasserstand circa zwei Zentimeter hoch ist. Wurde die Feuchtigkeit restlos vom Substrat aufgesogen, warten Sie zwei Tage und gießen dann erneut Regenwasser in den Untersetzer.

Pflanzen nicht direkt gießen

Vermeiden Sie es, beim Gießen die oberirdischen Pflanzenteile zu wässern.

Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu niedrig, können Sie sie durch das Aufstellen von Schalen mit Wasser auf der Heizung oder dem Fensterbrett etwas erhöhen.

Lüften Sie regelmäßig, damit sich durch die hohe Feuchtigkeit kein Schimmel bilden kann.

Tipps

Fleischfressende Pflanzen gedeihen am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit. Größere Arten wie Kannenpflanzen sollten Sie daher regelmäßig mit Wasser besprühen. Bei anderen Sorten ist das nicht notwendig.

Text: Sigrid Hestermann

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