Der richtige Topf für eine Venusfliegenfalle

Eine Venusfliegenfalle bildet kein sehr starkes Wurzelwerk aus. Dennoch sollte der Topf ausreichend groß sein, damit zum einen Staunässe vermieden wird und zum anderen die Pflanze Platz hat, um sich auszubreiten. Das richtige Pflanzgefäß für Venusfliegenfallen.

Venusfliegenfalle im Kübel
Die Venusfliegenfalle ist eine anspruchsvolle Topfpflanze

So groß sollte der Topf für eine Venusfliegenfalle sein

Der ideale Topf für eine Venusfliegenfalle hat einen Durchmesser, der der Höhe der Pflanze entspricht. Er darf auch ruhig ein wenig größer sein.

Die Tiefe sollte so bemessen sein, dass Sie unten eine Drainage einbringen können. Außerdem braucht der Topf mindestens ein großes oder mehrere kleine Abzugslöcher, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Töpfe aus wassersaugenden Materialien wie Ton müssen vor dem Pflanzen gut gewässert werden, damit sie dem Substrat die Feuchtigkeit nicht entziehen.

Welches Substrat ist geeignet?

Zum Füllen des Topfes sollten Sie niemals einfache Gartenerde verwenden, da diese zu viele Nährstoffe enthält und außerdem nicht luftig genug ist.

Im Fachhandel erhalten Sie spezielle Pflanzsubstrate für Karnivoren, zu denen die Venusfliegenfalle gehört. Sie können auch Orchideenerde verwenden, die allerdings nur schwach gedüngt sein darf.

Experten stellen sich ihr Pflanzsubstrat selbst zusammen. Hauptbestandteile sind:

  • Torf (Weißtorf)
  • Torfmoos
  • Quarksand
  • Blähton
  • Styroporkugeln

Drainage anlegen!

Venusfliegenpflanzen mögen es gern feucht, sie stehen aber nicht gern mit den Wurzeln direkt im Wasser. Legen Sie deshalb im unteren Teil des Topfes eine Drainage aus Kieseln oder grobkörnigem Sand an.

Topf in Untersetzer stellen

Stellen Sie den Topf in einen Untersetzer. Hier hinein geben Sie Regenwasser, bis der Wasserstand ein oder zwei Zentimeter hoch ist. Ist das Wasser aufgesogen, warten Sie zwei Tage und gießen dann erneut.

Sorgen Sie für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sollte zwischen 40 und 60 Grad konstant sein.

Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Ungünstig ist ein zugiger Platz, da es hier schnell zu kühl wird. Im Sommer dürfen Sie die Venusfliegenfalle auch nach draußen bringen, wenn Sie die Pflanze langsam umgewöhnen.

Tipps

Bei der Züchtung einer Venusfliegenfalle im Terrarium ist Vorsicht geboten. Durch direkte Sonnenbestrahlung entstehen sehr hohe Temperaturen, die im Laufe der Nacht stark sinken. Schwankende Temperaturen mag eine Venusfliegenfalle aber gar nicht.

Text: Sigrid Hestermann

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