Von Venusfliegenfallen gibt es nur eine einzige Art

Im Gegensatz zu anderen fleischfressenden Pflanzen, von denen es viele unterschiedliche Arten gibt, ist die Venusfliegenfalle mit nur einer einziger Art vertreten. Der botanische Name lautet Dionaea muscipula. Die Pflanze gehört zu den Sonnentaugewächsen und zeichnet sich durch ihre Klappfallen aus.

Venusfliegenfalle Sorten
Es gibt nur eine Venusfliegenfallen-Arte

Natürliches Vorkommen von Venusfliegenfallen

Die Venusfliegenfalle kommt natürlich nur in einer einzigen Region in den Vereinigten Staaten vor, nämlich in North und South Carolina. Die ersten Pflanzen wurden 1768 in der Literatur erwähnt.

Die Klappfallen schnappen blitzschnell zu

Besonders charakteristisch sind die Fangfallen der Venusfliegenfalle, die sich von anderen Arten der fleischfressenden Pflanzen deutlich unterscheiden.

Venusfliegenfallen bilden Fallen, die die Form eines Fangeisens haben. Die Innenseite färbt sich leuchtend rot und zieht dadurch Beutetiere wie Bienen, Mücken, Ameisen und Spinnen an. Sobald diese die Innenseite berühren, klappt die Falle in Blitzgeschwindigkeit zu. Diese Bewegung ist eine der schnellsten, die im gesamten Pflanzenreich bekannt ist.

Die Beute wird durch Sekrete verdaut. Dieser Vorgang dauert ein paar Tage. Anschließend öffnet sich die Falle wieder. Nach sieben Öffnungen ist die Lebenszeit einer Fangfalle beendet. Sie trocknet dann aus. Die Venusfliegenfalle hat bis dahin allerdings bereits viele neue Fallen gebildet.

Die Blüte der Venusfliegenfalle

Die Venusfliegenfalle wird in erster Linie wegen ihrer Fangfallen gezüchtet. Die Pflanze bringt aber auch Blüten hervor, die an 30 bis 50 Zentimeter langen Stielen wachsen.

Die Blüten sind weiß und grün gehalten. Sie sind bedingt selbstfruchtend.

Venusfliegenpflanzen werden als Zimmerpflanze kultiviert

In ihrer Heimat ist die Venusfliegenpflanze bedingt winterhart. In hiesigen Breiten wird die Pflanze als Zimmerpflanze kultiviert, da sie Frosttemperaturen nicht gut verträgt.

Die Pflege der Venusfliegenfalle ist im Gegensatz zu anderen Arten der fleischfressenden Pflanzen etwas aufwendiger. Das gilt vor allem für die Luftfeuchtigkeit, die die Venusfliegenfalle benötigt.

Die Überwinterung ist heikel, da die Venusfliegenfalle kühlere, aber sehr gleichmäßige Temperaturen braucht. Ein günstiger Winterstandort ist deshalb in einem Terrarium.

Tipps

Anders als viele Arten der Karnivoren braucht die Venusfliegenfalle längere Zeit, um Blüten zu bilden. Erst nach drei oder vier Jahren blüht sie zum ersten Mal. Aus Ablegern vermehrte Pflanzen blühen dagegen schon sehr zeitig.

Text: Sigrid Hestermann

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