Repräsentative Arten der fleischfressenden Pflanzen

Zu den fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren) zählen alle Arten, die ihre Nährstoffe nicht nur aus dem Pflanzsubstrat, sondern auch aus Fallen beziehen. In diese Fallen locken sie Insekten, die sie anschließend verdauen, um Nährstoffe auszulösen. Es gibt mehrere repräsentative Arten, die in unseren Breiten hauptsächlich als Zimmerpflanzen gezogen werden.

Fleischfressende Pflanzen repräsentative Sorten
Die Venusfliegenfalle ist die wohl bekannteste Fleischfressende Pflanze
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Repräsentative Arten der fleischfressenden Pflanzen

  • Fettkraut (Pinguicula)
  • Kannenpflanze (Nepenthes)
  • Sonnentau (Drosera)
  • Schlauchpflanze (Sarracenia)
  • Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula)

Die Fangvorrichtungen der repräsentativen Arten

Die wichtigsten Arten der fleischfressenden Pflanzen unterscheiden sich nicht nur in Aussehen und Größe. Auch die Art ihrer Fangfallen ist sehr unterschiedlich. Es gibt fünf verschiedene Fallentypen:

  • Klebefallen (Sonnentau, Fettkraut)
  • Klappfallen (Venusfliegenfalle)
  • Saugfallen (Wasserschläuche)
  • Fallgrubenfallen (Kannenpflanze, Schlauchpflanzen)
  • Reusenfallen (verschiedene Schlauchpflanzen)

Fleischfressende Pflanzenarten im Haus pflegen

Alle fleischfressenden Pflanzen, die Sie als Zierpflanze oder zur Insektenvernichtung im Haus ziehen, haben bestimmte Ansprüche an Standort und Pflege. Zum Teil erfordert die Pflege einiges an Vorwissen, damit die Pflanzen gedeihen.

Am einfachsten zu ziehen ist das Fettkraut. Es ist für Pflanzenfreunde, die in das Hobby der Karnivorenzucht einsteigen möchten, besonders gut geeignet.

Alle anderen repräsentativen Arten der fleischfressenden Pflanzen bevorzugen spezielle Standorte, an denen es feucht ist und höhere Temperaturen herrschen. Für das normale Blumenfenster eignen sich diese Sorten nicht.

Fleischfressende Pflanzen benötigen spezielle Erde

Keine fleischfressende Pflanze sollten Sie in normaler Gartenerde oder in Blumenerde züchten. Diese Erden enthalten viel zu viele Nährstoffe und verdichten sich sehr schnell.

Für Karnivoren gibt es spezielle Karnivorenerde zu kaufen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenig nahrhaft, dafür aber sehr locker ist. Als Ersatz kann auch Orchideenerde verwendet werden, wenn diese nur schwach gedüngt ist.

Experten stellen ihr eigenes Pflanzsubstrat für Karnivoren her. Der Hauptbestandteil ist Torf (Weißtorf), der mit Quarzsand, Blähton, Torfmoos und sogar Styroporkugeln gemischt wird.

Fleischfressende Pflanzen richtig gießen

Das Pflanzsubstrat von fleischfressenden Pflanzen darf niemals ganz austrocknen. Die meisten repräsentativen Arten vertragen Staunässe nur kurzzeitig. Es empfiehlt sich, grundsätzlich eine Drainage im Topf anzulegen.

Die Töpfe mit den Karnivorenarten werden in Untersetzer gestellt. In diese wird das Gießwasser eingefüllt, und zwar so, dass ein Wasserstand von ein bis zwei Zentimetern erreicht wird. Diese Gießtechnik wird Anstau-Verfahren genannt.

Wurde das Wasser vom Substrat aufgesogen, warten Sie zwei Tage und gießen dann neues Wasser nach. Alle repräsentativen Arten mögen es nicht, wenn sie von oben gegossen werden.

Fleischfressende Pflanzen niemals mit Leitungswasser gießen

Kalkhaltiges Leitungswasser vertragen fleischfressende Pflanzen nicht. Verwenden Sie stets Regenwasser. Wenn kein Regenwasser vorhanden ist, gießen Sie mit stillem Mineralwasser.

Tipps

Fleischfressende Pflanzen müssen Sie nicht zusätzlich mit Insekten füttern. Zusätzliche Futtergaben sind überflüssig und sogar eher schädlich. Wenn Sie füttern, dann jeweils nur ein Beutetier, und zwar ausschließlich lebende Insekten.

Text: Sigrid Hestermann
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