Ficus Benjamini

Ficus Benjamini: Tipps für eine erfolgreiche Überwinterung

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Der Ficus Benjamini benötigt auch im Winter die richtige Pflege, um gesund und kräftig zu bleiben. Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps zur optimalen Überwinterung Ihres Ficus Benjamini, von der Wahl des Standorts über die richtige Bewässerung bis hin zur Vorbeugung von Schädlingsbefall.

Birkenfeige überwintern
Den Winter verbringt der Ficus Benjamini an einem wohl temperierten Ort in der Wohnung

Optimale Temperatur für die Überwinterung

Während der Wintermonate benötigt der Ficus Benjamini eine Ruhephase, in der er kühlere Temperaturen bevorzugt. Idealerweise sollte die Temperatur zwischen 15°C und 18°C liegen. Er verträgt kurzfristig auch niedrigere Temperaturen bis zu 10°C, jedoch sollten Sie vermeiden, dass die Temperatur langfristig unter 12°C fällt, da dies zu Schäden führen kann.

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Geeigneter Standort

Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist im Winter besonders wichtig, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Die Temperatur sollte konstant zwischen 18°C und 25°C liegen, Zugluft und Kältebrücken sind zu vermeiden. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist vorteilhaft, weshalb Küche oder Bad geeignete Standorte sein können. Falls dies nicht möglich ist, hilft regelmäßiges Besprühen der Pflanze.

Richtiges Gießen

Im Winter benötigt der Ficus Benjamini weniger Wasser. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen, aber vermeiden Sie Staunässe. Gießen Sie etwa alle 14 Tage und führen Sie vor jeder Bewässerung die Fingerprobe durch. Verwenden Sie kalkarmes, zimmerwarmes Wasser und entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer.

Luftfeuchtigkeit

Trockene Heizungsluft kann Ihrem Ficus zu schaffen machen. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie die Pflanze regelmäßig mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser besprühen oder einen Luftbefeuchter in der Nähe aufstellen. Alternativ können Sie Wasserschalen aufstellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Eine ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 % und 60 %, wobei der Ficus bis zu 30 % tolerieren kann, jedoch unter Stress leidet.

Düngen im Winter

Während der Winterruhe benötigt der Ficus Benjamini keine zusätzlichen Nährstoffe. Beginnen Sie erst im Frühjahr wieder mit dem Düngen, wenn die Pflanze zu wachsen beginnt. Übermäßiges Düngen im Winter kann der Pflanze schaden. Es reicht, den Ficus von Oktober bis Februar nur alle sechs bis acht Wochen in stark reduzierter Menge zu düngen, falls überhaupt notwendig.

Blattverlust im Winter

Blattverlust während der Wintermonate ist häufig und meist unbedenklich. Die Pflanze passt sich den veränderten Licht- und Temperaturbedingungen an, indem sie ältere Blätter abwirft. Ursachen können Lichtmangel, Trockenheit, unregelmäßige Wassergaben oder Temperaturschwankungen sein. Solange die Pflanze gesund bleibt und neue Blätter bildet, besteht kein Grund zur Sorge.

Schädlinge im Winter

Trockene Heizungsluft kann das Immunsystem des Ficus Benjamini schwächen, wodurch er anfälliger für Schädlinge wie Spinnmilben, Schildläuse, Wollläuse und Thripse wird. Regelmäßige Kontrollen und vorbeugende Maßnahmen wie das Besprühen der Pflanze können helfen, einen Befall zu verhindern. Bei einem starken Befall sind geeignete Pflanzenschutzmittel oder manuelle Entfernung notwendig.

Vermehrung des Ficus Benjamini

Die Vermehrung gelingt am besten durch Kopfstecklinge. Schneiden Sie im Frühjahr etwa 15 cm lange Triebspitzen ab, entfernen Sie die unteren Blätter und setzen Sie die Stecklinge in feuchtes Torf-Sand-Gemisch oder Kokosfasersubstrat. Decken Sie den Topf mit Folie ab und stellen Sie ihn an einen halbschattigen, warmen Ort. Nach zwei bis vier Wochen sollten sich neue Wurzeln bilden, und die Stecklinge können in normale Blumenerde umgetopft werden.

Umtopfen des Ficus Benjamini

Der Ficus Benjamini benötigt alle zwei bis vier Jahre einen neuen Topf, um sein Wachstum zu fördern und die Erde aufzufrischen. Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Verwenden Sie hochwertige Blumenerde und wählen Sie einen neuen Topf, der maximal 6 cm größer ist als der alte.