Ficus benjamini retten – So gelingt der Plan

Die Ursachen sind vielfältig - das Ergebnis immer gleich. Gerät eine Birkenfeige in Bedrängnis, wirft sie alle grünen Blätter ab. Das ist beileibe kein Grund die exotische Zimmerpflanze im Müll zu entsorgen. Mit der richtigen Strategie können Sie Ihre Benjamini retten. Die folgende Anleitung erklärt, wie es gelingt.

Birkenfeige retten
Umtopfen kann den Ficus Benjamini manchmal vor dem Untergang retten

Erste-Hilfe-Maßnahmen – So beginnt die Rettungsaktion

Unabhängig davon, ob die Birkenfeige vertrocknet, übergossen, krank oder mit Läusen befallen ist – die Abfolge der Rettungsmaßnahmen beginnt mit diesen Maßnahmen:

  • Die Benjamini austopfen mit möglichst geringer Zugkraft
  • Einen verklebten, verdichteten Wurzelballen mit dem Messer vom Topfrand lösen
  • Das Substrat mit den Fingern vollständig von den Wurzeln entfernen oder abbrausen

Mit einer desinfizieren, scharfen Schere schneiden Sie nunmehr alle kranken, abgestorbenen Wurzeln heraus. Geht mehr als 30 Prozent des Wurzelvolumens verloren, schneiden Sie die Zweige proportional dazu um ein Drittel zurück. Bitte bedenken Sie den giftigen, klebrigen Milchsaft Ihrer Birkenfeige. Schützen Sie Hände, Arme, Kleidung und den Arbeitsbereich vor einem Kontakt mit dem Pflanzensaft. Flecken auf Textilien und Teppichen können zumeist nicht mehr entfernt werden.

Umtopfen weckt Benjamini zum Leben – So geht es

Reinigen und desinfizieren Sie den bisherigen Kübel gründlich. Verwenden Sie den Topf nur dann, wenn er über eine Bodenöffnung als Wasserablauf verfügt. Darüber legen Sie eine 2 bis 3 cm dicke Schicht aus Blähton oder Tonscherben als Drainage an. Ein luft- und wasserdurchlässiges Vlies verhindert, dass Substratkrümel die Drainage verstopfen.

Topfen Sie Ihre geplagte Birkenfeige in eine hochwertige, torffreie Kübelpflanzenerde mit Kokosfasern, Rindenhumus und Lavagranulat. Die Wurzelscheibe sollte am Ende wenige Zentimeter unter dem Topfrand stehen, damit beim Gießen nichts überschwappt. Gießen Sie die Benjamini durchdringend an und stellen sie an einen halbschattigen, warmen Fensterplatz.

Sind nach 6 Wochen die Nährstoffvorräte in der Pflanzenerde verbraucht, düngen Sie im Sommer alle 2 und im Winter alle 6 Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen.

Tipps

Können Sie als Ursache für die Probleme an Ihrer Ficus Benjamini Schädlinge oder Krankheiten diagnostizieren? Dann stellen Sie die betroffene Pflanze unter Quarantäne, um dort die Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Dank dieser Umsicht können Sie die Infektion benachbarter Zimmerpflanzen unterbinden.

Text: Paula Jansen

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