Feige

Feigenbaum erfroren? So können Sie ihn retten

Artikel zitieren

Einmal nicht aufgepasst und schon hat ein Feigenbaum (Ficus carica) zu viel Frost abbekommen. Schlimmstenfalls sind alle Triebe abgestorben. Rettungslos verloren ist der mediterrane Überlebenskünstler darum noch lange nicht. Lesen Sie hier die besten Tipps, wie Sie einen scheintoten Feigenbaum retten.

feigenbaum-retten
Ein kräftiger Rückschnitt kann den Feigenbaum retten
AUF EINEN BLICK
Wie kann ich meinen Feigenbaum retten?
Den erfrorenen Feigenbaum rettet ein radikaler Rückschnitt im Juni. Abgestorbene, schlaff herabhängende Triebe schneiden Sie zurück ins grüne, lebende Holz, notfalls bis kurz über dem Wurzelbereich. Anschließend düngen Sie mit Kompost. Ein geretteter Feigenbaum wird bis zum Spätsommer wieder austreiben.

Wann ist ein Feigenbaum abgestorben?

Ein Feigenbaum ist abgestorben, wenn seine Triebe und Knospen bis zum Herbst nicht austreiben. Eine ausgepflanzte Feige ist ab dem dritten Standjahr erfahrungsgemäß nie vollkommen abgestorben. In einem harten Winter können Feigenbäume in Deutschland bis zum Wurzelbereich zurückfrieren und unverdrossen wieder ausschlagen.

Lesen Sie auch

Im zeitigen Frühjahr kann am Feigenbaum nach einer frostigen Nacht der Austrieb erfroren sein. Junges Holz bis 4 cm Durchmesser ist dann abgestorben. Ältere, dickere Astpartien haben den Frostschaden zumeist überlebt, erkennbar am grünen Holzgewebe unter der Rinde.

Wie kann ich einen erfrorenen Feigenbaum wiederbeleben?

Den erfrorenen Feigenbaum im Garten rettet ein kräftiger Rückschnitt. Eine Kübel-Feige sollten Sie zusätzlich umtopfen. Bester Zeitpunkt ist im Mai und Juni. Im Frühsommer können Sie totes und lebendes Holz am besten unterscheiden. So machen Sie es richtig:

  • Abgestorbene Triebe zurückschneiden bis ins gesunde, grüne Holz, notfalls bis wenige Zentimeter über dem Boden.
  • Feigenbaum im Garten nach dem Rückschnitt düngen mit Kompost und Hornspänen.
  • Kübel-Feige umtopfen und bis nach der Schafskälte Anfang Juni nachts einräumen.

Wie kann ich verhindern, dass ein Feigenbaum erfriert?

Beste Vorbeugung gegen Frostschäden am ausgepflanzten Feigenbaum ist ein Winterschutz. Stülpen Sie eine Frostschutzhaube über die Krone. Den Stamm umwickeln Sie mit Jute (9,00€ bei Amazon*) oder Vlies. Damit ein Feigenbaum an der Hauswand nicht erfriert, stellen Sie einen Zaun aus Bastmatten vor die Triebe, ausgepolstert mit Stroh oder Laub. Die Baumscheibe mulchen Sie mit Laub und Nadelreisig oder Rindenmulch.

Weil eine Feige im Kübel schon ab -5° Celsius erfrieren kann, sollten Sie die Pflanze frostfrei überwintern.

Tipp

Kaliumdünger verbessert die Winterhärte

Als Hauptnährstoff leistet Kalium einen wichtigen Beitrag zur Fruchtbildung am Feigenbaum und senkt im Zellwasser den Gefrierpunkt. Ihrer Feige im Garten kommen die Vorzüge zugute, wenn Sie den Baum im August düngen mit Kalimagnesia (Patentkali) oder den Wurzelbereich überbrausen mit Kalium-reicher Beinwelljauche. Sommerfeigen legen im Spätsommer ihre Knospen für die nächstjährige Ernte an und sind mit der Extraportion Kalium besonders winterhart.

Bilder: 1981 Rustic Studio / stock.adobe.com