Feige

Stinkender Feigenbaum? So beheben Sie das Problem

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Feigenbäume sind pflegeleicht und robust, doch können sie manchmal einen unangenehmen Geruch entwickeln. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen dafür, zeigt Lösungen auf und gibt Tipps zur Vorbeugung.

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Bei Topffeigen steckt oft Wurzelfäule hinter dem Gestankt

Ursachen für den Geruch

Die Hauptursachen für den unangenehmen Geruch eines Feigenbaums sind:

  • Wilde Feigensorte: Einige wilde Feigenarten, wie ‚Afghanistica‘ oder ‚Tacoma Violet‘, sind auf die Bestäubung durch Feigenwespen angewiesen. Diese Insekten kommen in unseren Breitengraden nicht vor. Um sie dennoch anzulocken, verströmen die Blüten einen intensiven Geruch, der oft an Katzenurin erinnert und als unangenehm empfunden wird.
  • Staunässe: Feigenbäume im Kübel oder auch im Freiland können bei Staunässe Wurzelfäule entwickeln. Dies führt zu einem fauligen, modrigen Geruch.

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Lösungen für das Geruchsproblem

Je nach Ursache des Geruchs gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Problem zu beheben:

Lösungen bei wilden Feigen

  • Auspflanzen ins Freiland: Im Freiland verteilt sich der intensive Geruch besser und wird weniger störend wahrgenommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Geruch in Wohnräume dringt, ist geringer.
  • Standortwahl: Wählen Sie für den Feigenbaum einen abgelegenen Bereich des Gartens, wo der Geruch nicht stört, z. B. in einer entfernten Gartenecke oder nahe der Grundstücksgrenze.

Lösungen bei Staunässe

  • Umtopfen: Feigenbäume im Kübel sollten in ein größeres Gefäß mit frischer, durchlässiger Erde umgetopft werden, um Wurzelfäule zu verhindern.
  • Drainage: Eine gute Drainage im Topf oder Pflanzloch ist essenziell, um Staunässe zu vermeiden und die Pflanze gesund zu halten.
  • Gießen: Der Feigenbaum sollte so gegossen werden, dass die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen kann.

Identifizierung des Geruchs

Um die Ursache des Geruchs zu ermitteln, sollten folgende Punkte überprüft werden:

  • Feigensorte: Handelt es sich um eine wilde Feigenart, die auf Bestäubung durch Feigenwespen angewiesen ist, oder um eine selbstfruchtende Sorte?
  • Standort: Befindet sich der Feigenbaum im Kübel oder im Freiland?
  • Bodenfeuchtigkeit: Besteht im Wurzelbereich des Feigenbaums ein Problem mit Staunässe oder ist der Boden trocken?
  • Geruch: Wie genau nimmt sich der Geruch des Feigenbaums wahr – riecht er stechend, faulig oder modrig?

Weitere Ursachen für den Geruch

Es gibt weitere Faktoren, die einen unangenehmen Geruch beim Feigenbaum verursachen können:

  • Überdüngung: Eine zu hohe Düngergabe kann die Erde sauer machen, was zu einem unangenehmen Geruch führt.
  • Tierische Hinterlassenschaften: Urin oder Kot von Tieren können ebenfalls einen starken Geruch verursachen.
  • Milchsaft: Beim Zerreiben der Blätter setzt der Feigenbaum Milchsaft frei, der ebenfalls einen intensiven, teils unangenehmen Geruch haben kann.

Vorbeugung

Um Geruchsprobleme beim Feigenbaum zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  • Wahl der Feigensorte: Selbstfruchtende Feigensorten verströmen keinen intensiven Geruch und eignen sich besser für die Nähe von Wohnräumen.
  • Richtiges Gießen: Staunässe unbedingt vermeiden, da sie zu Wurzelfäule und Geruchsentwicklung führt.
  • Gute Drainage: Eine gute Drainage im Topf oder Pflanzloch einrichten, um Wasserstau zu verhindern.
  • Standortwahl: Den Feigenbaum an einem sonnigen und geschützten Standort pflanzen, idealerweise an einer Hauswand auf der Südseite.
Bilder: 1981 Rustic Studio / stock.adobe.com