Steckbrief des Eukalyptus

Eukalyptus? Da kommt Ihnen bestimmt zunächst einmal der aromatisch duftende Hustenbonbon in den Sinn. Aber der australische Laubbaum besitzt noch viel mehr interessante Eigenschaften als nur die Wirkung seiner ätherischen Öle. Allein die rund 600 verschiedenen Sorten machen den Baum zu etwas ganz Besonderem. Der Steckbrief auf dieser Seite "steckt" voller spannender Informationen über den Eukalyptus.

eukalyptus-steckbrief
Mit Eukalyptusbäumen verbinden wir vor allem eins: Koalas

Allgemeines

  • Synonyme: Tasmanischer Blaugummibaum, Fieberbaum
  • Gattung: Eucalyptus
  • Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
  • Arten weltweit: rund 600
  • Verströmt einen intensiven Geruch, der Insekten vertreibt
  • Giftig?: ja, geringfügig
  • Mögliche Kultivierungsformen: Freiland, Kübel, Zimmerpflanze
  • Vermehrung: über Samen

Namensherleitung

Wussten Sie schon, dass sich die Bezeichnung Eukalyptus auf die Erscheinung seiner Blüte bezieht. Der Name ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet “schöne (eu) Kappe (kalyptus)”. Die Anordnung von Stempel und Staubblättern erinnern nämlich an eine Kappe.

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Besondere Sorten

  • Eukalyptus gunii: geringes Wachstum (40 cm pro Jahr), winterfest

Herkunft, Vorkommen und Verbreitung

  • Herkunft: Tasmanien, Australien
  • Hauptsächliches Verbreitungsgebiet: Mittelmeerraum

Standort

  • Wächst bis in 1000 Meter Höhenlagen
  • Liebt sonnige Standorte
  • Wächst auch auf trockenen Böden
  • Verdrängt als Pionierbaum zum Teil heimische Vegetation

Habitus

  • Maximale Wuchshöhe: 30-35 Meter (unter guten Voraussetzungen sogar bis zu 100 Meter)
  • Schnelles Wachstum

Früchte

  • Fruchtart: Kapselfrüchte
  • Farbe: braun
  • Form: abgeflacht, kleine Zapfen, kegelförmig
  • Ventilartige Öffnungen an den Enden, die der Samenfreigabe dienen
  • Werden auch als gumhuts bezeichnet

Blüte

  • Geschlecht: zwittrig, einhäusig
  • Farbe: weiß bis cremefarben, rot oder gelb
  • Blütezeit: von Mai bis Juli
  • Form: Dolde
  • Bestäubung: durch Vögel und Insekten

Blätter

  • Anordnung: gegenständig
  • Form: länglich oder rund (je nach Art)
  • Blattrand: leicht gekerbt, gezahnt oder glatt (je nach Art)
  • Heterophyllie (Blätter verändern sich mit zunehmendem Alter hinsichtlich Farbe und Form)
  • Ohne Blattstiel
  • Farbe: hell, grün, bei manchen Arten bläulich weiß schimmernd
  • Glänzend
  • Um 90° gedreht, um zu intensiver Einstrahlung vorzubeugen

Rinde

  • Glatt
  • Hell
  • Bildet Schuppen, die abblättern
  • Bildet jährlich eine neue Borkenschicht

Verwendung

  • Zur Holznutzung
  • Zur Linderung von Erkältungen (Tee oder Dragee), befreit die Atemwege bei Bronchitis
  • Ätherische Öle für Sauna und Dampfbäder
  • In Cremes oder als Badezusatz
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Roberto La Rosa/Shutterstock

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