Die Blätter des Eukalyptus

Eukalyptus Blätter begeistern den Gärtner mit ihrem bläulichen Schimmer. Auch in der Medizin besitzen sie einen hohen Stellenwert aufgrund ihrer heilenden Inhaltsstoffe. Erfahren Sie auf dieser Seite alles Wissenswerte rund um die Belaubung des australischen Laubbaums.

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Die Blätter sind von Sorte zu Sorte verschieden

Was kann man mit Eukalyptus Blättern machen?

Die silbrig-blau schimmernden, wechselständig angeordneten Blätter des Eukalyptus sind sicherlich einer der Gründe, weshalb der Exot eine beliebte Zimmerpflanze ist. Die Blätter enthalten ätherische Öle, die beispielsweise bei Erkältungskrankheiten innerlich wie äußerlich angewendet werden können.

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Wie sehen Eukalyptus Blätter aus?

Es gibt rund 600 verschiedene Arten von Eukalyptusbäumen, deren Blätter sich zum Teil sehr unterscheiden. Es werden juvenile und Altersblätter unterschieden.

  • Blaugummibaum (Eukalyptus globulus): Blätter sind beim jungen Baum noch rechteckig und silbrig-blau, später dann sichelförmig, grün und bis zu 50 Zentimeter lang.
  • Roter Eukalyptus, Rotgummibaum (Eukalyptus camaldulensis): längliche, bis zu 30 Zentimeter lange Blätter mit glattem Rand, grün oder grüngrau
  • Weißer Gummibaum, Eisenrindenbaum (Eukalyptus leucoxylon): zugespitzte, gräulich- oder blaugrüne Blätter

Das aromatische Eukalyptusöl befindet sich kleinen Hohlräumen innerhalb der Blätter.

Merkmale unterschiedlicher Eukalyptus Arten

Mit der folgenden Übersicht lernen Sie, unterschiedliche Eukalyptus Arten anhand der Erscheinung ihrer Blätter auseinander zu halten.

Der Blaugummibaum (Eukalyptus Globulus)

  • je zwei Blätter umschließen einen Zweig
  • eiförmig und grün
  • wechselständige Anordnung
  • glatter Blattrand

Der Gesprenkelte Eukalyptus Corymbia maculata)

  • länglich beziehungsweise eiförmig
  • grün glänzend
  • glatter, leicht gewellter Blattrand
  • bis zu 20 cm Länge

Der Rote Eukalyptus (Eucalyptus camaldulensis)

  • eiförmig beziehungsweise länglich
  • grün bis grau-grün
  • bis zu 30 cm Länge
  • glatter Blattrand

Der Schnee Eukalyptus (Eucalyptus pauciflora subsp niphophila)

  • länglich, oval
  • grau-grün, weißlich schimmernd
  • glatter Blattrand

Der Silber Dollar Eukalyptus (Eucalyptus polyanthemos)

  • blau-grün
  • rund
  • leichte Kerben im Blattrand

Der Tasmanische Schnee Eukalyptus

  • oval, länglich
  • grau-grün, weißlich schimmernd
  • glatter Blattrand

Veränderungen der Blätter mit zunehmendem Alter

Die Blätter des Eukalyptus weisen eine sogenannte Heterophyllie auf. Das bedeutet, dass sie sich im Laufe des Lebens in Form und Farbe verändern. Besonders beim Tasmanischen Schnee Eukalyptus können Sie diese Eigenschaft deutlich beobachten. Ein weiteres Beispeile liefert der Eukalyptus Globulus:

Blätter in jungen Jahren

  • gegenständige Anordnung
  • rund oder eiförmig
  • ohne Blattstiel
  • ganzrandig
  • matt grau-grün

Blätter im hohen Alter

  • Blattstiele mit schmal abgeflachtem, kanalförmigen Querschnitt
  • glänzend grün

Hitzeresistenz

Ursprünglich stammt der Eukalyptus aus dem warmen Australien und Tasmanien. Damit das Wasser in den Blattadern aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung nicht verdunstet, sind die Blattspreiten um 90°C gedreht.

Anwendung in der Medizin

Nicht nur Koalas knabbern gerne an den Blättern des Eukalyptus. Auch für den Menschen spielen die heilenden Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle. Zumeist verwenden Apotheker den Eukalyptus Globulus für die Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln. Die enthaltenden ätherischen Öle

  • befreien die Nase bei Schnupfen
  • wirken entkrampfend
  • erleichtern das Abhusten bei Schleim in der Lunge
  • bekämpfen Bakterien
  • besitzen einen kühlenden Effekt auf der Haut

Vor allem der Wirkstoff Cineol ruft den heilenden Nutzen hervor. Jedoch kann eine Überdosis zu Magenkrämpfen führen, weshalb Sie Eukalyptus Extrakte stets nach Packungsbeilage, Rat Ihres Arztes und ausschließlich in verdünnter Ration einnehmen sollten.

Tipp

Was tun, wenn Eukalyptus seine Blätter verliert?

Der Eukalyptus verliert seine Blätter aus verschiedenen Gründen. Vor eventuellen Maßnahmen sollten Sie also zunächst einmal Ursachenforschung betreiben. Häufig stecken entweder eine falsche Überwinterung bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen bzw. ein ungeeigneter Standort hinter dem Blattverlust.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: I'm friday/Shutterstock