Engerlinge

Engerlinge mit Knoblauch bekämpfen: So geht’s!

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Engerlinge können im Garten erheblichen Schaden anrichten. Knoblauch bietet eine natürliche Methode, um diese Schädlinge fernzuhalten und Ihre Pflanzen zu schützen. Dieser Artikel beschreibt, wie Sie Knoblauch effektiv einsetzen können, um Engerlinge zu bekämpfen und Ihre Pflanzen gesund zu halten.

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Knoblauch hält Engerlinge und andere Schädlinge fern

Wie wirkt Knoblauch gegen Engerlinge?

Der intensive Geruch von Knoblauch wirkt abschreckend auf verschiedene Käferarten, die ihre Eier im Boden ablegen. Aus diesen Eiern schlüpfen später die gefräßigen Engerlinge, welche die Wurzeln Ihrer Pflanzen schädigen können. Indem Sie Knoblauch großflächig zwischen Ihren Beeten pflanzen, legen Sie sozusagen einen „Duftteppich“ aus, der die Käfer von der Eiablage abhält.

Besonders effektiv ist Knoblauch gegen:

  • Maikäfer und Junikäfer: Diese Arten haben einen mehrjährigen Entwicklungszyklus, daher variiert ihr Auftreten im Garten.
  • Gartenlaubkäfer: Mit seinem jährlichen Lebenszyklus ist der Gartenlaubkäfer ein Dauergast, gegen den Knoblauch ganzjährig Schutz bietet.

Die vorbeugende Wirkung des Knoblauchs unterbricht den Lebenszyklus der Engerlinge, bevor er überhaupt beginnt, und schützt so Ihre Pflanzen auf natürliche Weise.

Der richtige Zeitpunkt für die Knoblauchpflanzung

Um die Engerlinge erfolgreich zu bekämpfen, ist der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung des Knoblauchs entscheidend:

  • Maikäfer und Junikäfer: Da diese Käfer im Mai und Juni aktiv sind, empfiehlt es sich, den Knoblauch bereits ab Mitte Februar zu pflanzen. So ist der Schutz rechtzeitig vor der Eiablage aufgebaut.
  • Gartenlaubkäfer: Gegen den Gartenlaubkäfer können Sie Knoblauch flexibel das ganze Jahr über pflanzen. Je früher Sie den Knoblauch setzen, desto besser ist der Schutz vor einer Eiablage im Boden.

Wo kann Knoblauch im Garten gepflanzt werden?

Knoblauch ist nicht nur ein effektiver Schutz gegen Engerlinge, sondern fördert auch das Wachstum vieler Pflanzen. Beachten Sie jedoch, dass einige Arten den Knoblauch als Nachbarn weniger schätzen.

Gute Nachbarn für Knoblauch:

  • Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Himbeeren und Stachelbeeren werden durch den Knoblauch vor Pilzkrankheiten und Schädlingen geschützt.
  • Möhren profitieren von der abschreckenden Wirkung des Knoblauchs auf die Möhrenfliege.
  • Auch Rote Bete, Sellerie und Tomaten wachsen in der Gesellschaft von Knoblauch gesünder.

Pflanzen, die Abstand zu Knoblauch bevorzugen:

Stangenbohnen, Kohlarten und Erbsen sollten nicht in unmittelbarer Nähe zu Knoblauch gepflanzt werden, da dieser ihr Wachstum hemmen kann.

Indem Sie die Vorlieben Ihrer Pflanzen berücksichtigen, schaffen Sie ein harmonisches Miteinander in Ihrem Garten und verbessern Ihre Ernteerträge.

Die vielfältigen Vorteile von Knoblauch im Garten

Knoblauch bietet Ihnen eine Vielzahl von Vorteilen, die weit über den Schutz vor Engerlingen hinausgehen:

  • Natürliche Schädlingsabwehr: Knoblauch hilft bei der Bekämpfung von Blattläusen, Spinnmilben und anderen gängigen Schädlingen.
  • Pilzkrankheiten vorbeugen: Knoblauch wirkt vorbeugend gegen Mehltau und andere Pilzkrankheiten.
  • Gesunder Boden: Knoblauch kann die Bodenstruktur verbessern und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen fördern.

Mit Knoblauch schaffen Sie nicht nur einen natürlichen Schutzschild für Ihre Pflanzen, sondern fördern auch ein gesundes und blühendes Gartenökosystem.

Knoblauch-Sud einfach selber machen

Ein Knoblauch-Sud ist schnell und einfach hergestellt und bietet Ihnen eine effektive Methode zur Schädlings- und Pilzbekämpfung.

Sie benötigen:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Liter Wasser
  • Sprühflasche

Zubereitung:

  1. Schälen und zerkleinern Sie die Knoblauchzehen.
  2. Kochen Sie das Wasser auf und übergießen Sie den Knoblauch damit.
  3. Lassen Sie die Mischung abgedeckt mindestens 15 Minuten ziehen.
  4. Seihen Sie den Sud ab und füllen Sie ihn in eine Sprühflasche.

Besprühen Sie Ihre Pflanzen gründlich mit dem Sud, insbesondere die Unterseiten der Blätter. Wiederholen Sie die Anwendung nach 7 bis 9 Tagen, um eine anhaltende Wirkung zu erzielen.

Bilder: donikz / Shutterstock