Wie lassen sich Maikäfer-Engerlinge identifizieren und bekämpfen?

Die Larven von Maikäfern zählen zu den schädlichsten unter den sogenannten Engerlingen. An der Rasenfläche oder an Zier- und Nutzpflanzen im Garten können sie nennenswerten Schaden anrichten. Um sie zu erkennen und ihre Schadwirkung zu begrenzen, gibt es aber durchaus effektive Möglichkeiten.

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Maikäfer-Engerlinge sehen Junikäfer-Engerlingen zum Verwechseln ähnlich

Das Schadpotenzial von Maikäfer-Engerlingen

Von allen Engerling-Arten, die in unseren mitteleuropäischen Breiten vorkommen, sind Maikäferlarven die gefürchtetsten. Denn sie fressen sich während ihrer drei- bis vierjährigen unterirdischen Entwicklungsphase an den zarten Wurzeln aller möglichen Zier- und Nutzpflanzen dick und rund. Bei vermehrtem Aufkommen kann das vor allem im Gartenrasen und in Gemüsebeeten einen gewissen Schaden anrichten.

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Im Vergleich zu Zeiten vor 1950 ist die Maikäfer-Häufung allerdings nicht mehr wirklich bedrohlich. Weil die Tiere nämlich regelmäßig für Ernteausfälle und Baumverkahlungen sorgten, wurden sie bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark bekämpft und fast ausgerottet. Heute sind die Schadausmaße, vor allem in Privatgärten, deshalb eher moderat.

Zum Merken:

  • Maikäferlarven gehören zu den schädlichsten Engerling-Arten
  • Maikäferaufkommen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen
  • Schäden in Privatgärten deshalb moderat

Wie erkennt man Maikäfer-Engerlinge?

Maikäfer-Engerlinge zeigen ein sehr Engerling-typisches Erscheinungsbild: Mit einer Länge von 5-6 Zentimetern sind sie mittelgroß und dadurch auch recht gut auffindbar. Ihr dicker, raupenartig segmentierter Körper ist C-förmig gekrümmt. Beim Aufsammeln zieht er sich noch stärker zusammen. Die Körperfarbe von Maikäfer-Engerlingen ist gelblich-cremeweiß, der leicht verdickte Hinterleib dunkel und der Kopf braun. An der Brust setzen 3 lange, geknickte Beinpaare an, die dem Engerling als Grabwerkzeug dienen.

Schadbild und Bekämpfung

Typische Indizien für einen Maikäfer-Engerling-Befall sind vertrocknet aussehende, einfach ablösbare Inseln im Gartenrasen und absterbende Zier- und Gemüsepflanzen im Beet. Wenn Sie den Boden unter einer abgestorbenen Raseninsel aufgraben, können Sie das zerfressene Wurzelwerk und wahrscheinlich auch die Engerlinge ausmachen. Als erste Maßnahme ist ein solches Umgraben und manuelles Entfernen der Schädlinge sinnvoll.

Zur gezielten und restlosen Bekämpfung empfiehlt es sich, räuberische Nematoden auf die Larven anzusetzen. Solche können Sie zum Beispiel im Internet bestellen. Sie parasitieren die Engerlinge und töten sie zuverlässig ab.

Vorbeugung

Um sich gar nicht erst den Ärger mit den gefräßigen Maikäfer-Engerlingen einzuhandeln, sind auch Vorbeugungsmaßnahmen sinnvoll. Vor allem eine gründliche, regelmäßige Bodenpflege ist hier das A und O. Um adulten Maikäfern die Eiablage im Rasen zu erschweren, sollten Sie ihn regelmäßig mähen und vertikutieren. Dadurch kräftigen Sie die Grasnarbe.

In Beeten hilft es, fleißig zu jäten und gegebenenfalls während der Flugzeiten der ausgewachsenen Käfer, also im Mai und Juni, Insektenschutznetze darüber aufzuspannen. Das gilt natürlich nur für die Maikäferjahre, die sich gemäß der Larvenentwicklungszeit etwa alle vier Jahre wiederholen.

Um adulte Maikäfer grundsätzlich fernzuhalten, sollten Sie außerdem auf Nachtbeleuchtungen im Garten verzichten. Sie locken die sich am Licht orientierenden Käfer an und fördern ihre Niederlassung und Eiablage.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Alexandr Nagornyh/Shutterstock

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