Cymbidium

Warum blüht meine Cymbidium-Orchidee nicht? Tipps & Tricks

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Cymbidien verzaubern mit ihren eleganten Blüten, doch die Orchideenart stellt besondere Ansprüche an ihre Pflege. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Cymbidium-Kultivierung für eine erfolgreiche Blütenpracht.

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Die Cymbidium braucht bestimmte Temperaturen, um zu blühen

Die Bedeutung von Temperaturunterschieden für die Blütenbildung

Cymbidium-Orchideen benötigen spezifische Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, um erfolgreich Blüten zu bilden. Dieses Temperaturgefälle regt die Knospenproduktion an und ist besonders in den Übergangszeiten wichtig. In beheizten Wohnräumen ohne diese Unterschiede zeigen Cymbidien häufig keine Blütenbildung.

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Halten Sie Cymbidien tagsüber bei Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Nachts sollte die Temperatur um 8 bis 10 Grad Celsius gesenkt werden, idealerweise auf 10 bis 14 Grad Celsius. Dies simuliert die natürlichen Lebensbedingungen und fördert die Blütenbildung.

Im Spätsommer und Herbst, vor dem Erscheinen der Blütenstiele, ist eine nächtliche Abkühlung besonders wichtig. Im Sommer können Cymbidien ins Freie gestellt werden, wo natürliche Temperaturschwankungen diesen Prozess unterstützen. Schützen Sie die Pflanze jedoch vor Nachtfrösten und holen Sie sie rechtzeitig ins Haus.

Auch bei Innenaufstellung müssen diese Temperaturunterschiede eingehalten werden. Stellen Sie die Cymbidium in einen kühlen, aber hellen Raum, um die nächtlichen Abkühlungen zu erzielen.

Die Einhaltung dieser Temperaturregime ist entscheidend für die Förderung einer gesunden Blütenbildung und ermöglicht es den Cymbidien, ihre prachtvollen Blüten jedes Jahr aufs Neue zu präsentieren.

Standortwahl für die Cymbidium

Die Standortwahl ist entscheidend für das Wohlbefinden Ihrer Cymbidium. Ein heller, frostfreier, aber unbeheizter Raum, wie ein Wintergarten oder ein Treppenhaus, eignet sich ideal, um die erforderlichen Temperaturunterschiede zu gewährleisten.

Während der Sommermonate sollte die Cymbidium ins Freie gestellt werden. Ein halbschattiger Platz im Garten oder auf dem Balkon, der vor direkter Mittagssonne geschützt ist, ist optimal. Die Pflanzen benötigen viel Licht, vertragen jedoch keine pralle Sonneneinstrahlung, die zu Blattverbrennungen führen kann. Beginnen Sie langsam mit der Eingewöhnung an die Freilandbedingungen, um Stress für die Pflanze zu vermeiden.

Achten Sie darauf, dass der Standort ausreichend Frischluft bietet, aber vor starkem Wind geschützt ist. Zugluft kann der Pflanze schaden. Während der kühlen Herbstnächte – idealerweise bei Temperaturen um 10 °C für zwei bis vier Wochen – unterstützen Sie die Blütenbildung. Ein heller Platz bei etwa 15 bis 18 °C tagsüber und 10 bis 15 °C nachts ist dann ideal.

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihre Cymbidium und fördern die jährliche Blütenpracht der Pflanze.

Cymbidium im Knospenstadium

Sobald Ihre Cymbidium-Orchidee Blütenstängel entwickelt und erste Knospen sichtbar werden, sollten starke Temperaturschwankungen vermieden werden. Es ist entscheidend, dass die Umgebungstemperatur während des Knospenstadiums konstant unter 14 Grad Celsius bleibt. Überschreiten die Temperaturen diesen Wert, riskieren Sie, dass die Knospen abfallen und die Pflanze keine Blüten ausbildet.

Platzieren Sie die Pflanze in einem kühlen, aber frostfreien Raum mit ausreichender Frischluftzufuhr. Vermeiden Sie dabei Zugluft sowie starke Temperaturunterschiede, die den empfindlichen Knospen schaden könnten. Ideale Standorte sind Wintergärten oder unbeheizte Treppenhäuser, die tagsüber ausreichend Licht und nachts kühlere Temperaturen bieten.

Diese Maßnahmen helfen, dass Ihre Cymbidium-Orchidee ihre Knospen erfolgreich zur Blüte bringt.

Unterstützung der Blütenbildung im Juli

Um die Blütenbildung Ihrer Cymbidium im Juli zu fördern, sollten Sie bestimmte Maßnahmen ergreifen. Zu diesem Zeitpunkt benötigt die Pflanze besondere Bedingungen, um Kräfte für die Blütenbildung zu sammeln.

Stellen Sie im Juli die Wassergaben vorübergehend ein. Dadurch wird die Pflanze angeregt, ihre Energie auf die Blütenbildung zu konzentrieren. Auch das Düngen sollte in dieser Phase ausgesetzt werden. Dies hilft der Cymbidium, sich auf die Entwicklung der Blütenstiele zu fokussieren, anstatt Nährstoffe in das vegetative Wachstum zu investieren.

Achten Sie darauf, dass die cymbidium-typischen Temperaturschwankungen weiterhin beibehalten werden. Die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht sollte etwa 8 bis 10 Grad Celsius betragen. Ideal sind Tagestemperaturen zwischen 16 und 20 Grad Celsius, während die Nachttemperaturen auf 10 bis 14 Grad Celsius abgesenkt werden sollten.

Durch diese Anpassungen schaffen Sie ideale Bedingungen für Ihre Cymbidium und fördern eine prachtvolle Blütenbildung ab dem Herbst.

Das richtige Substrat für Cymbidium-Orchideen

Für Cymbidium-Orchideen ist es entscheidend, das richtige Substrat zu wählen, um ein gesundes Wachstum und eine üppige Blütenpracht zu fördern. Verwenden Sie niemals einfache Blumenerde. Cymbidien benötigen spezielle Orchideenerde mit folgenden Eigenschaften:

  • Durchlässigkeit: Orchideenerde ist locker und krümelig, was eine gute Belüftung der Wurzeln ermöglicht. Dies verhindert Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann.
  • Nährstoffarmut: Das Substrat sollte nährstoffarm sein und gleichzeitig Feuchtigkeit speichern können.
  • Zusammensetzung: Ideal ist eine Mischung, die Kiefern- oder Tannenrinde, Torf, Sand und gegebenenfalls kleine Styroporperlen enthält. Alternativ kann handelsübliche Orchideenerde verwendet werden.
  • Drainage: Sorgen Sie dafür, dass das Pflanzgefäß über ausreichende Drainagelöcher verfügt. Legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton an, um überschüssiges Wasser abfließen zu lassen.

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie die optimalen Bedingungen für Ihre Cymbidium-Orchideen.

Regelmäßiges Umtopfen von Cymbidium

Cymbidium-Orchideen entwickeln sich zügig und benötigen regelmäßig neues Substrat, um optimal zu wachsen und zu blühen. Ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre verhindert die Verdichtung des Substrats und sorgt für gute Wurzelbelüftung.

Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist nach der Blüte, wenn die Wachstumsperiode beginnt. Wässern Sie die Cymbidium vor dem Umtopfen gründlich und entfernen Sie den alten Topf vorsichtig. Spülen Sie die Wurzeln gründlich ab, um sie von altem Substrat zu befreien.

Wählen Sie einen neuen Topf, der nur wenige Zentimeter größer ist als der alte. Cymbidium-Orchideen bevorzugen enge Pflanzgefäße. Legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Topfboden an und füllen Sie den neuen Topf mit lockerem Orchideensubstrat. Setzen Sie die Pflanze mittig ein und füllen Sie die Hohlräume vorsichtig mit Erde auf. Drücken Sie das Substrat nicht zu fest an.

Nach dem Umtopfen sollten Sie die Cymbidium einige Tage lang nicht gießen, damit die Pflanze Zeit hat, sich zu erholen. Ein Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser fördert die Feuchtigkeitsaufnahme und die Regeneration. Erst nach etwa einer Woche können Sie wieder mit dem normalen Gießrhythmus beginnen.

Diese Maßnahmen tragen maßgeblich dazu bei, dass die Pflanzen sich gut entwickeln und jedes Jahr aufs Neue ihre prächtigen Blüten zeigen.

Die richtige Gießtechnik für Cymbidium

Während der Wachstumsphase benötigen Cymbidium-Orchideen eine gleichmäßige Wasserzufuhr, ohne jedoch Staunässe zu riskieren. Achten Sie darauf, dass das Substrat zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknet. Gießen Sie die Pflanze etwa einmal wöchentlich kräftig, wobei überschüssiges Wasser gut ablaufen können muss.

Um Staunässe zu minimieren, ist gelegentliches Tauchen sinnvoll. Dazu nehmen Sie die Pflanze aus dem Übertopf und stellen sie in einen Eimer mit kalkarmem Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Lassen Sie das überschüssige Wasser gut abtropfen, bevor Sie die Pflanze zurück in ihren Übertopf stellen.

Während der Sommermonate empfiehlt es sich, die Cymbidium zusätzlich täglich mit kalkarmem Wasser zu besprühen, insbesondere wenn die Pflanze im Freien steht. Dies simuliert die hohe Luftfeuchtigkeit ihrer natürlichen Umgebung und hilft, Schädlinge wie Spinnmilben fernzuhalten. Achten Sie dabei darauf, nicht über die Blüten zu sprühen, um Schäden zu vermeiden.

Im Winter, wenn die Pflanze in eine Ruhephase übergeht, sollten Sie die Wassergaben deutlich reduzieren, ohne das Gießen komplett einzustellen. Während dieser Zeit reicht es meist aus, die Pflanze alle zwei Wochen leicht zu wässern.

Mit diesen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihre Cymbidium gut versorgt ist und optimale Bedingungen für gesundes Wachstum und prächtige Blütenbildung hat.

Düngung der Cymbidium

Für eine erfolgreiche Kultivierung und Blütenbildung Ihrer Cymbidium-Orchideen ist eine regelmäßige und gut angepasste Düngung unerlässlich. Verwenden Sie einen speziellen Orchideendünger, der die besonderen Nährstoffbedürfnisse dieser Pflanzen erfüllt.

Im Frühling und Sommer sollten Sie die Orchidee wöchentlich mit einem Flüssigdünger versorgen, den Sie dem Gießwasser hinzufügen. Nutzen Sie eine leicht erhöhte Dosierung – geringfügig mehr als auf der Verpackung angegeben. Diese regelmäßige Nährstoffzufuhr unterstützt das Wachstum und beugt Schädlingsbefall vor.

Während der Herbst- und Wintermonate können Sie das Düngen auf einen monatlichen Rhythmus reduzieren. In dieser Phase reicht es aus, der Cymbidium nur gelegentlich Nährstoffe zuzuführen, da die Pflanze weniger Energie für Wachstum und Blütenproduktion benötigt.

Vermeiden Sie Überdüngung, da dies zu sogenannten Nährstoffverbrennungen führen kann. Nutzen Sie daher stets eine reduzierte Stärke des Düngers im Vergleich zur üblichen Anwendung.

Mit diesen Maßnahmen sichern Sie eine optimale Nährstoffversorgung Ihrer Cymbidium-Orchidee, unterstützen ihr gesundes Wachstum und fördern eine reiche Blütenbildung.

Hohe Luftfeuchtigkeit für die Cymbidium

Cymbidium-Orchideen gedeihen am besten bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von etwa 60 bis 80 Prozent. Um diese Bedingungen zu schaffen, können Sie mehrere Maßnahmen ergreifen:

  • Wasserschalen aufstellen: Platzieren Sie mit Wasser gefüllte Schalen in der Nähe der Pflanze. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit, indem das Wasser langsam verdunstet.
  • Blähton verwenden: Füllen Sie den Übertopf mit feuchten Blähtonkügelchen und stellen Sie den Pflanzentopf darauf. Das Wasser in den Kügelchen verdunstet langsam und sorgt für eine konstante Luftfeuchtigkeit.
  • Besprühen der Pflanzen: Besprühen Sie die Cymbidium regelmäßig mit kalkarmem, zimmerwarmen Wasser. Dies ist besonders in den Wintermonaten wichtig, wenn trockene Heizungsluft die Luftfeuchtigkeit senken kann. Besprühen Sie die Pflanze idealerweise einmal täglich, jedoch ohne direkten Kontakt mit den Blüten.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen gewährleisten Sie, dass Ihre Cymbidium-Orchidee in einer optimal befeuchteten Umgebung wächst, was entscheidend für ihre Gesundheit und Blütenbildung ist.

Bilder: guentermanaus / Shutterstock