Bonsai Lärche – ein Nadelbaum im dekorativen Miniformat

Eine Lärche, die sich frei entfalten darf, wird mit den Jahren riesengroß. So will sie aber nicht jeder haben. Regelmäßig wird die Schere geschwungen, um den Baum klein zu halten. Dabei muss auch die Pflege passgenau auf ihn zugeschnitten sein.

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Eine Lärche lässt sich gut als Bonsai erziehen

Warum diese Formveränderung?

Wer Bäume liebt, wird für jede verfügbare Platzgröße eine geeignete Art finden, die mit ihrem natürlichen Wuchs dort gedeihen kann. Der Bonsai ist in erster Linie eine gärtnerische Spielerei und weniger eine Notwendigkeit.

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Die Bonsai Lärche schaut zwar wie ein Baum aus, doch sie ist zumeist ein Zimmergewächs, auch wenn die gute Winterhärte ihr einen dauerhaften Freilandaufenthalt möglich macht.

Tipps

Für den Fall, dass Sie selbst einen Bonsai ziehen möchten: Die schnittverträgliche Japanische Lärche ist für diese Schnitterziehung am besten geeignet.

Bonsai kaufen oder selbst formen?

Gut aussehende Bonsais sind im Onlinehandel schon für 50 Euro erhältlich. Sie haben bereits eine Grundform erhalten, deswegen stellt der weitere Schnittaufwand auch für Laien eine machbare Herausforderung.

Wer Freude an der Gestaltung hat, kann mit einer kleinen Junglärche starten und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Es bleibt abzuwarten, ob das Ergebnis das Wunschbild erfüllt, individuell wird es allemal.

Bonsai richtig schneiden

Der Bonsaischnitt ist eine Kunst für sich, denn die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer sich darin versuchen möchte, sollte sich in entsprechende Fachliteratur vertiefen. Die Lärche lässt sich mit der geeigneten Technik Schnitttechnik in unterschiedliche Formen bringen, z. B. in:

  • Zwillingsstamm
  • Kaskade
  • Waldform

Wer einen Bonsai kauft, der schon seine Endform erreicht hat, braucht nur regelmäßig den Neuaustrieb abzuzupfen.

Der optimale Standort

Der Bonsai mag es genau wie die große Lärche sehr sonnig. Sein Topf darf in einem Zimmer aber auch im Freien stehen. Im Winter muss er nicht einmal ein schützendes Quartier beziehen, denn die Lärche bleibt auch als Bonsai winterhart.

Gießen und Düngen

Das Erdreich eines Bonsais muss ganzjährig gleichmäßig feucht sein. Der regelmäßige Griff zur Gießkanne ist unumgänglich, wobei der Zeitabstand und die Gießmenge von der Jahreszeit beeinflusst werden. Im Winter muss sparsamer gegossen werden, während der Topf an heißen Tagen auch ein längeres Wasserbad nehmen darf.

Für Bonsais gibt es im Handel spezielle Bonsaidünger, deren Nährstoffkombination optimal auf die Ansprüche der Minipflanzen abgestimmt ist.

  • ab Mai alle zwei Wochen düngen
  • sobald der erste Austrieb sichtbar ist
  • Düngen erst im September einstellen

Bonsai Lärche umtopfen

Obwohl die Lärche jahrelang nicht sichtbar wächst, benötigt sie dennoch hin und wieder eine neue Behausung. Ihr „unsichtbares“ Wurzelwerk ist nämlich durchaus als starkwüchsig zu bezeichnen.

  • alle zwei bis drei Jahre umtopfen
  • kurz vor dem Austrieb im Frühjahr
  • alternativ im Spätherbst
  • Akadama als Bonsaierde nutzen

Für das Umtopfen ist kein neuer und größere Topf notwendig. Lediglich die Wurzeln werden zurückgeschnitten und das alte Substrat durch neues ersetzt.

Krankheiten und Schädlinge

Der Minilärche kann von Woll- und Schmierläusen befallen werden. Regelmäßige Kontrollen helfen, den Befall frühzeitig zu entdecken und mit geeigneten Maßnahmen zu bekämpfen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Mick Harper/Shutterstock

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