Gartengestaltung

Blumentöpfe bepflanzen: So geht’s richtig

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Von der Auswahl des idealen Blumentopfs bis zur fachgerechten Bepflanzung – dieser Ratgeber bietet umfassende Informationen, um Ihre Pflanzen optimal zu pflegen und ein blühendes Paradies zu schaffen. Erfahren Sie alles über die richtige Drainage, die Wahl des geeigneten Substrats und wertvolle Tipps zur Pflanzenauswahl und -anordnung.

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Haben Pflanzen im Blumentopf viel Platz, gedeihen sie besser

Den passenden Blumentopf finden

Die Wahl des richtigen Blumentopfs legt den Grundstein für das Wohlbefinden Ihrer Pflanzen. Berücksichtigen Sie dabei folgende Aspekte:

  • Material und Standort: Im Außenbereich sollten Sie auf witterungsbeständige und robuste Materialien wie Fiberglas, Edelstahl, Beton, Cortenstahl, Holz, Ton oder Polyrattan setzen. Im Innenbereich bieten sich neben diesen auch dekorative Optionen wie Rattan oder Keramik an.
  • Größe: Der Topf sollte ausreichend Platz für das Wurzelwachstum bieten, idealerweise mindestens 3 cm breiter als der vorherige Topf. Zu große Töpfe können sich jedoch negativ auf die Blüten- und Fruchtbildung auswirken.
  • Form: Wählen Sie die Topfform passend zum Wuchs Ihrer Pflanze. Hohe, schlanke Töpfe eignen sich beispielsweise für Pflanzen mit geringem Wurzelwerk, während niedrige Töpfe für flachwurzelnde oder kleinere Pflanzen ideal sind.
  • Wasserabzug: Achten Sie im Außenbereich unbedingt auf Abflusslöcher, um Staunässe zu vermeiden. Im Innenbereich können Sie bei Töpfen ohne Abflusslöcher durch eine Drainageschicht und moderate Wassergaben für einen guten Wasserabfluss sorgen.

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Drainage für gesunde Wurzeln

Eine funktionierende Drainage ist essenziell, um Staunässe zu verhindern und ein gesundes Wurzelwachstum zu gewährleisten.

  • Materialien: Blähton, Kies oder Tonscherben leiten überschüssiges Wasser ab und schützen die Wurzeln vor Staunässe. Blähton ist besonders empfehlenswert, da er leicht und effizient ist.
  • Schichtdicke: Passen Sie die Schichtdicke der Drainage an die Topfgröße an. Kleine Töpfe benötigen etwa 1 cm Blähton, während mittelgroße bis große Töpfe eine 5 bis 12 cm dicke Schicht erfordern. In hohen, schmalen Gefäßen kann eine Kombination aus Kies und Blähton sinnvoll sein.
  • Vlies: Ein wasser- und wurzeldurchlässiges Vlies zwischen Drainage und Erde verhindert das Ausschwemmen der Erde und ein Verstopfen der Abflüsse.

Die richtige Erde wählen

Die Wahl des passenden Substrats ist entscheidend für das Gedeihen Ihrer Pflanzen.

  • Standard-Blumenerde: Diese vielseitige Erde eignet sich für eine Vielzahl von Pflanzen und bietet eine ausgewogene Mischung aus Humus, Nährstoffen und strukturgebenden Komponenten.
  • Spezialerde: Für Pflanzen mit besonderen Ansprüchen, wie Moorbeetpflanzen oder Orchideen, gibt es spezielle Erden, die auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind.
  • Torffreie Alternative: Aus Umweltschutzgründen sollten Sie torffreie Erden auf Basis von Kokosfasern oder anderen nachhaltigen Materialien in Betracht ziehen.
  • Spezialsubstrate für Zimmerpflanzen: Einige Zimmerpflanzen, wie Kakteen oder Orchideen, benötigen spezielle Substrate, die ihren spezifischen Anforderungen gerecht werden.

Pflanzen einsetzen: Schritt für Schritt

  1. Wurzeln vorbereiten: Tauchen Sie den Wurzelballen vor dem Einpflanzen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  2. Drainage anlegen: Füllen Sie eine Schicht Blähton oder Kies in den Topf.
  3. Erde einfüllen: Befüllen Sie den Topf zu einem Drittel mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
  4. Pflanzen einsetzen: Lösen Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf, ritzen Sie den Wurzelballen leicht an und setzen Sie sie in den neuen Topf.
  5. Auffüllen und Gießen: Füllen Sie den Topf mit Erde auf, lassen Sie einen Gießrand frei und gießen Sie die Pflanze anschließend gründlich.

Pflanzenauswahl und Anordnung

Gestalten Sie Ihr Blumenbeet mit einer durchdachten Pflanzenauswahl und Anordnung:

  • Leitstauden: Wählen Sie auffällige Pflanzen, die als Blickfang dienen, wie hohe Gräser oder Staudensonnenblumen.
  • Frühlings- und Vorsommerblüher: Platzieren Sie diese im Hintergrund, um im Frühjahr für Farbe zu sorgen.
  • Begleitstauden und Füllpflanzen: Nutzen Sie Storchschnabel oder Frauenmantel, um Lücken zu schließen und ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.
  • Sommer- bis Herbstblüher: Arrangieren Sie niedrig wachsende Sorten im Vordergrund und höhere im Hintergrund.
  • Zwiebel- und Knollenpflanzen: Integrieren Sie diese für zusätzliche Farbtupfer im Frühling.

Pflege von Kübelpflanzen

  • Gießen: Überprüfen Sie regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt der Erde und gießen Sie, besonders in den Sommermonaten, ausreichend.
  • Düngen: Beginnen Sie mit der Düngung etwa sechs bis acht Wochen nach dem Einpflanzen und verwenden Sie einen geeigneten Dünger.
  • Umtopfen: Topfen Sie Ihre Kübelpflanzen alle drei bis vier Jahre in einen größeren Topf um.
  • Überwintern: Bringen Sie empfindliche Pflanzen rechtzeitig an einen frostfreien Ort. Schützen Sie winterharte Arten mit einer Schicht Jute oder Vlies.
Bilder: pikselstock / Shutterstock